Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, das bewusste Ignorieren einer Gefahr oder eine absichtlich herbeigeführte Beschädigung: Nicht jedes schuldhafte Verhalten wird rechtlich gleich bewertet. Die Unterscheidung zwischen einfacher Fahrlässigkeit, grober Fahrlässigkeit und Vorsatz kann darüber entscheiden, wer für einen Schaden haftet und welche Folgen das Verhalten für den Versicherungsschutz hat.
Im Versicherungsrecht kommt eine weitere Frage hinzu: Hat der Versicherte einen Schaden verursacht oder eine vertragliche Pflicht verletzt? Auch falsche Angaben beim Versicherungsantrag, missachtete Sicherheitsvorschriften, eine Gefahrerhöhung oder Fehler bei der Schadenmeldung können Konsequenzen haben. Welche Unterschiede dabei wichtig sind, erklären wir anhand verständlicher Beispiele und ausgewählter Entscheidungen des Bundesgerichtshofs.
