Blog zu Versicherungen und Vorsorge

Das Versicherungsjournal von perfektversichert.de

In diesem Versicherungs-Journal haben wir vielfältige Informationen aus der Versicherungsbranche in Deutschland für Sie bereitgestellt.

BGH-Urteil: Wann darf die Gebäudeversicherung die Zahlung verweigern?

Ein Gebäude wird anders genutzt als ursprünglich vorgesehen, später entsteht ein Brandschaden – und der Versicherer verweigert die Zahlung. Mit einem solchen Fall beschäftigte sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Beschluss vom 24. Juni 2026 (Az. IV ZR 198/25). Es ging um eine Gewerbehalle, in der nach einem Mieterwechsel Lithium-Ionen-Akkumulatoren gelagert wurden. Der Versicherer sah darin eine Gefahrerhöhung und lehnte die Regulierung eines Brandschadens ab.

Der BGH hob die Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg auf. Allerdings nicht, weil er die neue Nutzung für ungefährlich hielt. Vielmehr hatte das Gericht wesentliche Einwände des Eigentümers und angebotene Beweise nicht ausreichend berücksichtigt. Der Beschluss zeigt, weshalb eine veränderte Gebäudenutzung den Versicherungsschutz beeinflussen kann, eine Leistungsablehnung aber eine sorgfältige Prüfung der tatsächlichen Umstände voraussetzt.

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BGH-Urteil zur Auslandskrankenversicherung: Wann unklare Klauseln nicht greifen

Wer eine Auslandskrankenversicherung abschließt, möchte im Krankheitsfall auf Reisen finanziell abgesichert sein. Häufig besteht jedoch bereits Versicherungsschutz, beispielsweise über eine Kreditkarte. Was geschieht, wenn zwei Versicherer für dieselbe Behandlung zuständig sind? Und darf ein Versicherer die Leistung wegen einer bereits bekannten Erkrankung verweigern? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 10. Juli 2024 (Az. IV ZR 129/23). Die Entscheidung zeigt, wie wichtig verständliche Versicherungsbedingungen sind und welche Regeln bei mehreren Auslandskrankenversicherungen gelten.

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Kündigung oder Widerruf an die Versicherung richtig versenden

Wer eine Versicherung kündigen oder einen Versicherungsvertrag widerrufen möchte, sollte nicht nur auf die richtige Formulierung achten. Ebenso wichtig ist, dass die Erklärung auf einem geeigneten Weg beim Versicherer ankommt und sich die Übermittlung im Streitfall nachweisen lässt. Ob eine E-Mail genügt, ein Einschreiben sinnvoll ist oder ein Bote mehr Sicherheit bietet, hängt von der jeweiligen Situation ab. Dabei gibt es einen wesentlichen rechtlichen Unterschied zwischen Kündigung und Widerruf.

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Die Bedeutung der vorvertragliche Anzeigepflicht

Wer eine Versicherung abschließt, muss im Antrag häufig Fragen zu seiner Gesundheit, seinem Beruf oder anderen Umständen beantworten. Dabei können auch Angaben wichtig sein, die zunächst nebensächlich erscheinen. Werden Fragen falsch oder unvollständig beantwortet, kann das später erhebliche Folgen haben – im schlimmsten Fall steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel. Die vorvertragliche Anzeigepflicht regelt, welche Informationen Versicherungsnehmer angeben müssen und welche Rechte der Versicherer bei einer Pflichtverletzung hat.

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Rückkehr in die GKV ab 2026: Was sich für Privatversicherte geändert hat

Für langjährig Privatversicherte ab 55 Jahren ist ein häufig diskutierter Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) seit Anfang 2026 deutlich schwieriger geworden. Hintergrund ist eine Änderung des § 6 SGB V durch das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege. Der neue § 6 Abs. 3b SGB V betrifft bestimmte Fälle, in denen nach Vollendung des 55. Lebensjahres zunächst eine Krankenversicherung im Ausland begründet wird und anschließend die Rückkehr nach Deutschland erfolgt.

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BGH-Urteil zur Riester-Rente: Kürzung des Rentenfaktors unwirksam

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 10. Dezember 2025 eine Klausel in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung für unwirksam erklärt. Die Klausel erlaubte dem Versicherer, den für die spätere Rentenhöhe maßgeblichen Rentenfaktor unter bestimmten Voraussetzungen nachträglich herabzusetzen. Eine entsprechende Verpflichtung, den Rentenfaktor bei einer Verbesserung der maßgeblichen Umstände wieder anzuheben, sah sie dagegen nicht vor.

Das BGH-Urteil vom 10. Dezember 2025 (Az. IV ZR 34/25) ist deshalb vor allem für Versicherte interessant, deren Riester-Rentenversicherung eine vergleichbare Anpassungsklausel zum Rentenfaktor enthält. Es bedeutet jedoch nicht, dass jede Änderung eines Rentenfaktors oder jede Kürzung einer Riester-Rente automatisch unwirksam ist.

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Versicherungsmakler: Unabhängig trotz Courtage?

Versicherungsmakler werden häufig als unabhängig bezeichnet. Schließlich sind sie – anders als Versicherungsvertreter – nicht von einem Versicherungsunternehmen damit betraut, dessen Versicherungen zu vermitteln. Doch bedeutet diese rechtliche Stellung auch, dass ein Versicherungsmakler mit seiner Unabhängigkeit werben darf, wenn er für vermittelte Verträge Courtagen von Versicherungsunternehmen erhält?

Mit dieser Frage hat sich das Oberlandesgericht Dresden beschäftigt. In seinem Urteil vom 28. Oktober 2025 (Az. 14 U 1740/24) entschied es, dass die Werbung eines courtagevergüteten Versicherungsmaklers mit seiner Unabhängigkeit gegenüber Verbrauchern irreführend sein kann. Das Urteil ist rechtskräftig. Es bedeutet allerdings nicht, dass Courtage als Vergütungsmodell unzulässig wäre oder ein Versicherungsmakler seine gesetzlichen Pflichten deshalb nicht erfüllen könnte.

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BGH Urteil Wohngebäudeversicherung AGB Schutzvorschriften: Neue Rechtslage 2024

Das BGH Urteil Wohngebäudeversicherung AGB Schutzvorschriften vom 25.09.2024 (Az. IV ZR 350/22) markiert einen wichtigen Meilenstein in der deutschen Versicherungsrechtsprechung. Der Bundesgerichtshof hat in dieser wegweisenden Entscheidung die Wirksamkeit von Allgemeinen Geschäftsbedingungen bestätigt, die Versicherungsnehmer zur Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen und vertraglich vereinbarten Schutzvorschriften verpflichten.

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BGH Krankentagegeldversicherung Leistungsanspruch: Urteil zu sinkendem Einkommen

Das BGH Krankentagegeldversicherung Leistungsanspruch Urteil vom 12. 03. 2025  (Az. IV ZR 32/24) markiert einen Wendepunkt im deutschen Versicherungsrecht. Der Bundesgerichtshof entschied eindeutig, dass Versicherungsunternehmen den Leistungsanspruch aus einer Krankentagegeldversicherung nicht einseitig herabsetzen dürfen, wenn das Einkommen des Versicherungsnehmers nach Vertragsabschluss sinkt.

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Lebensversicherung Geld zurückfordern: Widerruf nach Jahrzehnten möglich

Millionen Deutsche haben in den vergangenen Jahrzehnten Lebensversicherungen abgeschlossen, in der Hoffnung auf eine sichere Altersvorsorge. Doch viele Verbraucher erleben heute eine böse Überraschung: Die versprochenen Renditen bleiben aus, und statt der erhofften Auszahlung erhalten sie deutlich weniger Geld zurück als eingezahlt. Das Recht, eine Lebensversicherung Geld zurückfordern zu können, ist vielen Verbrauchern jedoch nicht bekannt – dabei können fehlerhafte Widerrufsbelehrungen oder mangelhafte Aufklärung auch nach Jahrzehnten noch zu einer vollständigen Rückabwicklung führen.

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Das Versicherungsjournal von perfektversichert.de: Ihr umfassender Versicherungsratgeber

Das Versicherungsjournal von perfektversichert.de bietet eine unabhängige Informationsquelle für Verbraucher, um geeignete Versicherungslösungen zu finden. Es zielt darauf ab, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen und den Nutzen für den Verbraucher hervorzuheben.

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Versicherungsschutz bei leichter und grober Fahrlässigkeit: Zahlt die Versicherung?

Der Versicherungsschutz bei Fahrlässigkeit ist komplex, aber entscheidend für den Anspruch im Schadensfall.  Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft führen Fahrlässigkeitsvorwürfe in Deutschland bei etwa 15% aller Schadensfälle zu Leistungskürzungen oder -verweigerungen. (GDV Statistik 2024). Besonders die Unterscheidung zwischen leichter und grober Fahrlässigkeit kann über die Kostenübernahme durch die Versicherung entscheiden. Wie bereits in unserem Artikel über Fahrlässigkeiten von Vorsatz unterscheiden erläutert, sind die rechtlichen Abgrenzungen zwischen verschiedenen Verschuldensgraden unter Umständen von fundamentaler Bedeutung für den Versicherungsschutz.

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