Personenversicherungen

Eine persönliche Beratung zu Versicherungen und deren Vermittlung kann in den Regionen Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Zerbst, Halle, Leipzig und Magdeburg erfolgen, durch RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther. Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

Telefonzentrale: 0340 530 952 03
Hier wird Ihr Anliegen aufgenommen und an den regional zuständigen Berater weitergeleitet, der dann zeitnah mit Ihnen Kontakt aufnehmen wird.

 

 

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Die gesetzliche und private Pflegeversicherung

Die verschiedenen Varianten der Pflegversicherung dienen dazu, das Risiko, pflegebedürftig zu werden, abzumildern. Immerhin werden zwei Drittel der Frauen sowie etwa die Hälfte der Männer im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig. Unterschieden wird hier grundsätzlich in die gesetzliche Pflegeversicherung und die private Pflegepflichtversicherung. Darüber hinaus haben Versicherte die Möglichkeit, sich mit einer privaten Pflegezusatzversicherung noch weiter abzusichern.

 

Das macht die gesetzliche Pflegeversicherung aus

Alle, die in Deutschland leben und entweder gesetzlich oder privat krankenversichert sind, sind seit 1996 automatisch pflegeversichert. Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung. Sie ist eine der Säulen der Sozialversicherung und wird im Sozialgesetzbuch Elftes Buch Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) geregelt. Die gesetzliche Pflegeversicherung funktioniert nach dem Umlagenprinzip: Die aktuellen Beiträge werden für die laufenden Pflegekosten verwendet, es wird nicht vorsorglich ein Kapitalstock gebildet.

Der Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung besteht, wenn Versicherte länger als sechs Monate die Hilfe und Pflege einer anderen Person benötigen. In diesen Fällen übernimmt sie einen Teil der für die stationäre oder häusliche Pflege entstehenden Kosten. Wie viel gezahlt wird, hängt vom festgestellten Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

 

Das sind die wichtigsten Fakten zur gesetzlichen Pflegeversicherung


Beitragssätze seit Juli 2023

Wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung wird die Höhe der Beiträge zur Sozialen Pflegeversicherung auf Basis der versicherungspflichtigen Vergütung aus einem Arbeitsverhältnis ermittelt.

Kinderlose 4,00 %, davon 2,3 % Arbeitnehmeranteil
Versicherte mit
- 1 Kind: 3,40 %, davon 1,70 % Arbeitnehmeranteil
- 2 Kindern: 3,15 % davon 1,45 % Arbeitnehmeranteil
- 3 Kindern: 2,90 %, davon 1,2 % Arbeitnehmeranteil
- 4 Kindern: 2,65 %, davon 0,9 5% Arbeitnehmeranteil
- 5 und mehr Kindern: 2,4 0% davon 0,7 % Arbeitnehmeranteil

Für die Festlegung des Beitragsatzes dient das Gehalt der Arbeitnehmer im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenzen.

Pflegegeld 
Die Höhe des Pflegegeldes richtet nach dem Pflegegrad:
1 ->  Kein Anspruch
2 -> 332 Euro
3 -> 573 Euro
4 -> 765 Euro
5 -> 947 Euro

Pflegesachleistungen
Beträge für ambulante Sachleistungen, je nach Pflegegrad
1 -> Kein Anspruch
2 -> 761 Euro
3 ->1432 Euro
4 ->1778 Euro
5 -> 2200 Euro

Vollstationäre Pflege
Die Pflegekasse beteiligt sich an den Pflegekosten mit Leistungszuschlägen, je nach Verweildauer im Pflegeheim
0 bis 12 Monate  -> 15 %
13 bis 24 Monate -> 30 %
25 bis 36 Monate -> 50 %
über 36 Monate  -> 75 %

Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege
Hierfür sind bis zu 3.539 Euro monatlich verfügbar, die nach Belieben für verschiedene Pflegeleistungen genutzt werden können.
Diese Regelung gilt ab 01.01.2024 für junge Menschen mit einem Pflegegrad von 4 oder 5 , die noch nicht das 25. Lebensjahr erreicht haben.
Für alle übrigen Betroffenen wird die Anpassung ab dem 1. Januar 2025 wirksam.

Pflegeunterstützungsgeld
Pflegende Angehörige haben jährlich das Recht auf bis zu zehn Arbeitstage je pflegebedürftiger Person.

Auskunft über Pflegeleistungen
Personen, die pflegebedürftig sind, können bei der zuständigen Pflegeversicherung detaillierte Informationen hinsichtlich der in Anspruch genommenen Pflegedienstleistungen und deren finanzieller Belastung der vergangenen anderthalb Jahre zu verlangen. Diese detaillierte Kostenaufstellung steht Ihnen darüber hinaus halbjährlich zur Verfügung. Ferner ist es gestattet, einen genauen Blick auf die einzelnen Positionen zu werfen, welche die diversen Dienstleister gegenüber der Pflegeversicherung für die erbrachten Dienste geltend gemacht haben. Zudem besteht die Möglichkeit, Duplikate der zur Abrechnung eingereichten Belege zu beantragen.

 

Das macht die private Pflegepflichtversicherung aus

Alles bereits zur Systematik der Pflegegrade und dem Umfang der Leistungen Geschriebene gilt ebenso für privat Versicherte. Sie schließen ihre Pflegeversicherung bei einem privaten Krankenversicherer ab. Dieser handelt nach dem Prinzip der Kapitaldeckung: Die Versicherten sorgen durch die Bildung einer Alterungsrückstellung von Beginn an für ihr eigenes Risiko, zu einem Pflegefall zu werden, vor.

Die privaten Krankenversicherer haben sich in der Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen (GPV) zusammengeschlossen, da die Postbeamtenkrankenkasse sowie die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten aufgrund ihres rechtlichen Status‘ nicht eigenständig die Pflegepflichtversicherung durchführen dürfen.

Von der Versicherungspflicht sind auch Heilfürsorgeberechtigte sowie Personen betroffen, die auf beamtenrechtlicher Grundlage einen Anspruch auf Beihilfe haben. Dazu gehören Soldaten, Beamte oder Richter. Die Kinder des Versicherten sind wie in der gesetzlichen Pflegeversicherung beitragsfrei mitversichert. Auch die Wartezeit, um Leistungen aus der privaten Pflegepflichtversicherung beziehen zu können, sind identisch.

Die Beiträge werden zentral für alle Versicherungsunternehmen vom PKV-Verband errechnet. Für den einzelnen Versicherten sind hier sein Alter und sein Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns maßgeblich. Diejenigen, die bereits seit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 oder seit wenigstens fünf Jahren privat pflegeversichert sind, zahlen höchstens  den Maximalbeitrag der gesetzlichen Pflegeversicherung (siehe oben).

Den privat Pflegepflichtversicherten zahlt ihr Arbeitgeber einen Beitragszuschuss, der so hoch ist, wie er für einen Versicherten in der gesetzlichen Pflegeversicherung gewesen wäre. Schüler und Studenten, die nicht über ihre Eltern mitversichert sind und BAföG bekommen, erhalten einen monatlichen Zuschuss von 15 Euro vom Amt für Ausbildungsförderung.

Privat Krankenversicherte nehmen mit ihrem Versicherer oder dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. Kontakt auf. Die Pflegeberatung erfolgt innerhalb von zwei Wochen durch die COMPASS Private Pflegeberatung (0800/1018800). Die private Versicherung beauftragt den medizinischen Prüfdienst MEDICPROOF mit der Begutachtung. Der Prüfdienst muss sowohl bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit als auch bei der Entscheidung, welchem Pflegegrad der Antragsteller zugeordnet wird, nach denselben Maßstäben handeln wie die Gutachter, die für die gesetzliche Pflegeversicherung tätig werden.

 

Die private Pflegezusatzversicherung gewinnt immer mehr an Bedeutung

Vieles, was grundsätzlich zum Leistungsspektrum der Pflegepflichtversicherungen gehört, wird nur teilweise bezahlt. Ein gutes Beispiel ist die Unterbringung in einem Pflegeheim.

Sehr viele Menschen sind nicht in der Lage, solche Beträge jahrelang aufzubringen und möchten auch nicht ihre nächsten Angehörigen finanziell belasten. Sie können mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorsorgen. Damit sind Verbraucher auch gut beraten, denn laut Statistischem Bundesamt wird sich im Vergleich zu 2020 die Zahl der pflegebedürftigen Personen schon 2030 mindestens verdoppelt haben. Zudem steigen die Kosten für Pflegeleistungen ständig, was zur Folge haben wird, dass die gesetzliche Pflegeversicherung die Ausgaben reduziert, indem sie Pflegeleistungen nur teilweise übernimmt.

Der Staat unterstützt seit 2013 diese Versicherungen mit einer Zulage von 5 Euro, sofern der Versicherte mindestens 10 Euro selbst hierzu beisteuert. Dieser Versicherungstyp ist jedoch an einige Voraussetzungen geknüpft, um die Zulage zu erhalten:

  • Der Versicherte muss volljährig sein und darf zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten oder in der Vergangenheit erhalten haben.
  • Das Versicherungsunternehmen muss sich verpflichten, auf eine Gesundheitsprüfung, auf Risikozuschläge, auf Leistungsausschlüsse sowie sein ordentliches Kündigungsrecht zu verzichten.
  • Antragsteller, die alle für die staatliche Förderung nötigen Voraussetzungen erfüllen, dürfen nicht abgelehnt werden.
  • Es muss sich bei der Pflegezusatzversicherung um eine Tagegeldversicherung handeln, die für alle Pflegegrade ein eigenes Tagegeld vorsieht. In Pflegegrad 5 müssen mindestens 600 Euro pro Monat gezahlt werden.
 kfh23