Risiko-Sachversicherungen

Kfz-Versicherung für Fahranfänger: alle Fakten auf einen Blick

Der Führerschein ist in der Tasche und das erste eigene Auto steht bereit. Bevor dieses allerdings gefahren werden darf, muss zunächst eine passende Kfz-Versicherung für Fahranfänger her. Als Fahranfänger zahlen Sie allerdings in den allermeisten Fällen deutlich höhere Versicherungsbeiträge. Gleiches gilt auch ganz allgemein für junge Autofahrer. Eventuell kann eine vorhandene Schadenfreiheitsklasse übernommen werden, die Sie schon als Rollerfahrer „erarbeitet“ haben. Aber auch sonst können Fahranfänger in wenig dafür tun, dass die Versicherungsbeiträge ein wenig niedriger liegen. Hier erfahren Sie, worauf es bei der Versicherung eines Fahrzeugs für Fahranfänger ankommt und welche Aspekte ganz besonders wichtig sind.

Zum Beispiel lässt sich bereits ein Teil des Versicherungsbeitrages sparen, wenn Sie am begleiteten Fahren mit 17 teilgenommen haben. In diesem Fall gehen die Versicherer davon aus, dass Sie bereits eine gewisse Fahrerfahrung gesammelt haben, sodass Ihnen günstige Tarife angeboten werden. Grundsätzlich haben Fahranfänger aber ein sehr hohes Schadensrisiko, sodass sie von den Versicherern entsprechend hoch eingestuft werden. Das hohe Risiko lässt sich zudem anhand von Studien und Statistiken belegen. Die hohen Beiträge sind somit in gewisser Weise gerechtfertigt. Für Fahranfänger sind solche Beträge aber vielfach nicht zu bezahlen und es wird daher nach Alternativen gesucht. Bei uns finden Sie einige Möglichkeiten, auch als Fahranfänger ein eigenes Auto günstiger zu versichern.

Fahranfänger starten in der Schadenfreiheitsklasse 0

Als Fahranfänger, der bisher noch nie ein Kfz versichert hatte, startet man in der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse, der Klasse 0. Der Prozentsatz liegt hier im Normalfall bei 95 Prozent. Nach einem Jahr ist häufig – sofern kein Schaden reguliert werden musste – der Umstieg auf die Schadenfreiheitsklasse 1 möglich, in der nur noch 60 Prozent an Beitrag erhoben werden. Lässt man das eigene Auto als Zweitwagen der Eltern versichern, kann man die SF 0 in vielen Fällen umgehen. Dabei sollte aber zwingend darauf geachtet werden, dass der Fahranfänger auch als Fahrer in die Versicherung mit aufgenommen wird. Für das Fahrzeug der Eltern wird durch die Zweitwagenversicherung die Kfz-Prämie nicht teurer.

Durch die Versicherung über die Eltern wird das Fahrzeug in der Regel in die Klasse ½ eingestuft, sodass die Beiträge niedriger ausfallen. In nicht wenigen Fällen können Sie als Fahranfänger aber auch von noch niedrigeren Beiträgen profitieren. Hier hängt alles davon ab, welche Schadenfreiheitsklasse Ihre Eltern bisher nutzen konnten. Verursachen Sie einen Unfall, bleibt die Versicherung der Eltern zudem unberührt. Lediglich der Zweitwagen kann in einem solchen Fall in der Versicherung zurückgestuft werden. Eine weitere Lösung, um die hohen Tarife für Fahranfänger zu umgehen, kann eine Familienversicherung sein.

Familientarife werden von einigen Versicherern angeboten

Sollten Ihre Eltern den gleichen Versicherer nutzen, kann es als Alternative zur Zweitwagenversicherung auch interessant sein, einen Familientarif zu nutzen. Diese Möglichkeit bieten einzelne Versicherer, wenn bereits Familienmitglieder ein Fahrzeug versichert haben. Die Tarife für Fahranfänger liegen hierbei höher als bei einer Zweitwagenversicherung, dafür sind sie aber immer noch niedriger als bei einem weiteren Versicherer. Zudem können Fahranfänger so damit beginnen, eigene Prozente zu sammeln und fortan eine günstigere Kfz Versicherung zu nutzen. Auskunft zu einem Familientarif erhalten Sie in aller Regel direkt bei den Versicherern.

Statistisch betrachtet verursachen Fahranfänger, die bereits mit 17 Jahren den Führerschein gemacht und am begleiteten Fahren (mit den Eltern) teilgenommen haben, weniger Unfälle. Somit ergibt sich, dass auch in diesem Zusammenhang ein Sparpotential bei der Kfz Versicherung für Fahranfänger besteht. Vielfach ist für Teilnehmer am begleiteten Fahren ein Rabatt möglich, wenn dies beim Kfz Versicherungsvergleich mit angegeben wird. Zusätzlich besteht für Fahranfänger nicht selten auch die Option, die SF-Klassen von Eltern oder anderen Angehörigen zu übernehmen. Die Angehörigen müssen auf diesen Versicherungsrabatt dann jedoch verzichten, sodass diese Option nicht in jedem Fall infrage kommt. Lohnenswert kann dies aber sein, wenn beispielsweise Ihre Großeltern kein Auto mehr fahren wollen und ihren Rabatt dann abtreten möchten. Bei vielen Versicherern können Sie so von günstigeren Versicherungsbeiträgen profitieren.

Die Wahl des Fahrzeugs überdenken

Auch das genutzte Fahrzeug kann darüber entscheiden, wie hoch die Versicherungsgebühren sind, die Sie als Fahranfänger zahlen müssen. Vor allem die klassischen Anfängerfahrzeuge werden häufig mit höheren Konditionen bedacht. Der Grund dafür ist simpel: Derartige Fahrzeuge sind besonders oft in Unfälle verwickelt, sodass die Typklasse entsprechend hoch ausfällt. Die Folge sind höhere Beiträge für die Kfz-Versicherung. Wer sich als Fahranfänger für ein weniger typisches Anfängermodell entscheidet, kann auf diese Weise Geld sparen. Zusätzlich ist auch die PS-Zahl interessant, ebenso auch das Baujahr.

Bei älteren Fahrzeugen lässt sich der Versicherungsbeitrag auch drücken, indem man auf eine Kaskoversicherung verzichtet. Dabei müssen Sie allerdings selber entscheiden, ob Sie wirklich auf eine Voll- oder Teilkasko verzichten möchten. Die reine Haftpflichtversicherung ist vielfach ein wenig günstiger.