Fachbegriffe-Versicherungen

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Frank Hartung ist Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG und berät oder vermittelt ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Verletztengeld

Beim Verletztengeld handelt es sich in Deutschland um eine Entgeltersatzleistung von der gesetzlichen Unfallversicherung. Verletztengeld wird nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit gezahlt. Geregelt wird das Verletztengeld in §§ 45 ff SGB VII (Sozialgesetzbuch).

Tritt nach einem Arbeitsunfall oder durch eine Berufskrankheit eine Arbeitsunfähigkeit auf, zahlt die Berufsgenossenschaft nach Ablauf der üblichen Entgeltfortzahlung des Arbeitsgebers ein Verletztengeld. Die Zahlung kann auch während der Dauer einer medizinischen Rehabilitation erfolgen. Das Verletztengeld kann auch über Krankenkassen ausgezahlt werden. Dennoch ist es nicht mit dem Krankengeld der Krankenkassen gleichzustellen.

Das Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung macht 70 % des entgangenen, regelmäßigen Bruttoentgelts aus. Das Verletztengeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt hingegen 80 % des Regelentgelts. Dabei darf das Verletztengeld nicht höher ausfallen als das regelmäßige Nettoarbeitsentgelt. Abgezogen werden vom Verletztengeld noch die Beiträge und Anteile zur Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

Verletztengeld erhalten alle Beschäftigten, aber auch Schüler oder Studenten, sofern sie zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit einer entsprechenden bezahlten Beschäftigung nachgegangen sind. Eine Besonderheit bildet das Kinderpflege-Verletztengeld. Berufstätige Eltern erhalten dieses Verletztengeld, wenn der behandelnde Arzt es für erforderlich hält, dass die Eltern ihr verletztes Kind beaufsichtigen, betreuen sowie pflegen müssen und deshalb nicht zur Arbeit können. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und auch eine andere im Haushalt lebende Person das verletzte Kind nicht entsprechend versorgen kann. 

Das Verletztengeld hat in erster Linie die Aufgabe, ausfallendes Einkommen auszugleichen und den Lebensunterhalt von Verletzten und Angehörigen zu sichern. Es wird von dem Tage an gezahlt, an dem der Arzt die Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat. Also beginnt die Zahlung des Verletztengeldes in der Regel nach der Lohn- oder Gehaltsfortzahlung mit der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit. Die Zahlung des Verletztengeldes wird dann am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit oder mit Beginn der Zahlung von Übergangsgeld wieder eingestellt. Kann die bisherige Tätigkeit nicht wieder aufgenommen werden und kommen auch keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mehr in Betracht, endet die Zahlung des Verletztengeldes spätestens mit dem Ablauf der 78. Woche, aber nicht vor der Beendigung einer stationären Behandlung. Nimmt der Verletzte an einer Maßnahme für eine berufliche Rehabilitation teil, wird Übergangsgeld ausgezahlt.

Besondere Regelungen zum Verletztengeld sieht § 47 Abs. 5 SGB VII für Unternehmer sowie mitarbeitende Ehegatten vor. Bei sonstigen Personen, die zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit Einkommen (beispielsweise durch Selbstständigkeit) erzielt haben, wird bei der Berechnung des Verletztengeldes der 360. Teil des im Jahr vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erzielten Einkommens zugrundegelegt.

 

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Synonyme - Übergangsgeld
Verbundene Versicherung

 In einigen Versicherungssparten werden Versicherungen gegen bestimmte Gefahren in einer Kombinationsform angeboten. Unterschieden wird dabei zwischen verbundener und gebündelter Versicherung.

Durch eine verbundene Versicherung wird eine gleichzeitige Abdeckung von mehreren Gefahren erzielt. Die verbundene Versicherung erfolgt über einen einzigen Antrag und einheitliche AVB (Allgemeine Versicherungsbedingungen), sodass nach Antragsannahme auch nur eine Versicherungspolice ausgehändigt wird. Der spätere Ausschluss von Gefahren aus einer verbundenen Versicherung ist schwierig bis hin zu unmöglich, da ausgewählte Risiken in dieser Konstellation nicht einzeln gekündigt werden können. Eine Kündigung kommt in der Regel nur in Bezug auf den Gesamtvertrag in Betracht.

Verbundene Versicherungsverträge werden häufig für Hausratversicherungen abgeschlossen, die Risiken wie Brand, Blitzeinschlag, Leistungswasser, Einbruch, Sturm, Raub und Vandalismus verbinden. Optional lassen sich auch Risiken wie Wasserschäden, Fahrraddiebstähle oder Aquarien über die verbundene Versicherung absichern. Versicherungsnehmer müssen also abwägen, welche Risiken versichert werden sollen, wonach sich dann auch die Beitragshöhe berechnet. Der Ausgleich der Prämien erfolgt dann bei verbundenen Versicherungen für das ganze „Paket“. Im Bereich der Wohngebäudeversicherungen sind verbundene Versicherungen üblich.

Die verbundene Versicherung unterscheidet sich von der gebündelten Versicherung, bei der Versicherungsnehmer zwar auch nur eine Versicherungspolice ausgehändigt bekommen, aber die Gefahren über mehrere eigenständige Versicherungsverträge aufgeschlüsselt werden können. Gebündelte Versicherungen bündeln die Verträge nach ihrer thematischen Ähnlichkeit, gelten aber unabhängig voneinander. Auch die Beiträge werden bei der gebündelten Versicherung separat vereinbart, sodass einzelne Risiken auch aus dem Versicherungsschutz ausgekoppelt werden können. Die Verträge über einzelne Risiken können also gekündigt werden. Eine derartige Bündelung findet oft bei Wohngebäude- und Glasversicherungen statt, wobei die Glasversicherungen in diesen Fällen eine Zusatzversicherung darstellt.

 

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Synonyme - Kombinierte Versicherung
Unfall

Bei einem Unfall handelt es sich um ein plötzliches und von außen einwirkendes Ereignis, das zeitlich und örtlich bestimmbar ist und bei dem ein Mensch oder ein Tier unfreiwillig einen Schaden an Körper, Gesundheit oder sogar den Tod erleidet. Neben Unfällen mit Personenschäden gibt es auch Unfälle mit Sachschäden, bei denen Sachen unbeabsichtigt beschädigt werden.

Besonders häufig kommt es im Haushalt, im Straßenverkehr und beim Sport zu Unfällen. Neben Stürzen, Verbrennungen, Stichverletzungen oder Schnittverletzungen gehören auch Stromunfälle zu den typischen Unfallereignissen. Körper- und Gesundheitsschäden treten auch durch Maschinenunfälle, Hoch- und Tiefbau-Unfälle, Bergbauunfälle, Hochseeunfälle, Gebirgsunfälle, Wasserunfälle, Brandunfälle, Strahlenunfälle und Druckluftunfälle beim Tauchen auf. Ursache für einen Unfall ist in der Regel menschliches Versagen oder eine menschliche Fehlhandlung.

Gesetzliche Unfallversicherung

In der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) sind lediglich Arbeitsunfälle und unfallbedingte Berufskrankheiten versichert. Bei einem Arbeitsunfall handelt es sich nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) um Unfälle von Versicherten während oder infolge der einen Versicherungsschutz begründenden (und versicherten) Tätigkeit. Bei einem Arbeitsunfall handelt es sich um einen Unfall, der infolge der Ausübung der versicherten Tätigkeit entstanden ist. Versichert sind Unfälle bei der Arbeit und auf Dienstreisen, wobei auch von Arbeitgebern veranstaltete Ausflüge und Betriebsfeiern unter den Versicherungsschutz fallen.

Bei der gesetzlichen Unfallversicherung werden auch Wegeunfälle abgesichert. Hierbei handelt es sich um einen Unfall auf dem direkten Weg von zu Hause zur Arbeit und auf dem Heimweg. Der Versicherungsschutz gilt auch für nötige Umwege, wie etwa zur Unterbringung von Kindern, Umleitungen oder Fahrgemeinschaften. Wird auf dem Arbeitsweg jedoch etwas Privates „erledigt“, fällt dies nicht mehr unter den Versicherungsschutz.

Letztendlich sichert die gesetzliche Unfallversicherung auch Berufskrankheiten ab. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich um Erkrankungen von Versicherten infolge der versicherten Tätigkeit handelt.

Siehe auch: perfektversichert.de/personenversicherungen/gesetzliche-unfallversicherung.html

Private Unfallversicherung

Im Bereich der privaten Unfallversicherung wird von Unfällen gesprochen, wenn Versicherungsnehmer durch plötzlich und von außen auf sie einwirkende Ereignisse unfreiwillig in ihrer Gesundheit geschädigt werden. Ein Leistungsanspruch wird von den Merkmalen „Ereignis“, „Gesundheitsschädigung“, „plötzlich“, „von außen“ und „unfreiwillig“ abhängig gemacht.

Über den klassischen Unfallbegriff hinaus fällt häufig auch der „erweiterte Unfallbegriff“. Hierbei handelt es sich um Ereignisse, die einem Unfall gleichgestellt werden können. Ein Beispiel: Zerrung oder Riss von Muskeln, Sehnen oder Bändern durch eine erhöhte Kraftanstrengung. Auch wenn hier durch das Fehlen des Merkmals „von außen“ nicht von einem Unfall gesprochen werden kann, wird das Ereignis als solcher eingestuft. Hier wird eine Unfallfiktion definiert, die auch auf andere Sachverhalte übertragen werden kann. Jede Versicherungsgesellschaft kann individuell entscheiden, welche Definitionen und Fiktionen anerkannt werden. Die Unfallfiktionen werden beispielsweise als „Gesundheitsschäden durch plötzlich einwirkende Dämpfe und Gase“ oder „unfreiwilliges Erfrieren“ bei Unfallversicherungen in den allgemeinen Versicherungsbedingungen aufgeführt.

 

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Probeantrag

Für Verbraucher mit Vorerkrankungen, erhöhten beruflichen Risiken oder auch riskanten Hobbys kann ein Probeantrag für eine Private Krankenversicherung, Berufs- oder Lebensversicherung durchaus sinnvoll sein. Er ist formell weder einem Versicherungsantrag gleichgestellt, noch kommt auf dessen Einreichung ein Vertrag zustande. Vergleichbar ist er mit einer Risikovoranfrage, mit dem bei der Assekuranz angefragt wird, zu welchen Bedingungen ein bestimmtes Risiko versichert werden kann.

Der größte Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass es um eine für beide Seiten unverbindliche Anfrage handelt und dass die Weitergabe personenbezogener Daten ausgeschlossen werden kann. Letzteres hindert den Versicherer zur Speicherung der Anfrage und seiner Entscheidung im Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft (HIS). Dort nämlich würden sonst die Angaben gespeichert und anderen Konzerne im Rahmen ihrer Risikoprüfung zur Verfügung stehen.

Eine unverbindliche Anfrage lässt sich am leichtesten stellen, wenn man die Anträge der Gesellschaften ausfüllt, diese als Probeantrag kennzeichnet und nicht unterschreibt. Mit einem freundlichen Anschreiben bittet man nun die Versicherung, eine Einschätzung vorzunehmen, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherungsschutz gewährt werden kann.

Wichtig ist, dass Sie die Fragen im als Probeantrag gekennzeichneten Antragsformular genaustens lesen und ehrlich beantworten. Nur dies ermöglicht es der Assekuranz eine für Sie verwertbare Einschätzung vorzunehmen. Es empfiehlt sich zudem, auch ärztliche Befunde, Berichte oder Atteste einzureichen. Dabei achten Sie bitte unbedingt auf die Benennung von Vorerkrankungen im abgefragten Zeitraum.

Sie werden wahrscheinlich nicht von allen Gesellschaften eine Antwort bekommen, es sei denn, Sie haben Unterstützung durch einen Versicherungsmakler oder -berater. Deren Beistand hilft schon allein deshalb, weil sie bereits im Vorfeld einschätzen können, ob und wo sich eine Risikovoranfrage lohnen könnte. Zudem wird es sich auch bei der Auswertung der Angebote lohnen, einen Experten an seiner Seite zu wissen. Nicht zuletzt sind Versicherungsmakler oder -berater auch in der Position, mit Versicherern zu verhandeln, etwa wenn es um die Frage geht, ob bei dauerhafter Behandlungs- und Beschwerdefreiheit eine erneute Risikobewertung zugunsten des Versicherten erfolgen kann.

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Nachversicherung

Für die Erklärung dieses Begrifflichkeit müssen wir uns zunächst mit der Frage auseinandersetzen, was eine Risikoprüfung von der Gesundheitsprüfung unterscheidet

Man könnte meinen, dass es sich bei beiden Begriffen um eine identische Prüfung handelt. Vielmehr ist es so, dass die Gesundheitsprüfung ein Teil der Risikoprüfung ist. Letztere umfasst jedoch auch den Beruf, Hobbys, sportliche und andere Freizeitaktivitäten, Body-Mass-Index (BMI) sowie Umgang mit Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol.
Kurzum: Im Rahmen der Risikoprüfung prüft der Versicherer, ob und zu welchen Bedingungen er das zu erwartende Risiko eingehen will. Schätzt er das Risiko als erhöht ein, kann er dem Antragsteller ein Vertragsangebot mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen machen oder den Antrag auch ablehnen.

Warum ist das eigentlich wichtig?

Wenn Sie sich gerade um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen, werden die vorgenannten Risiken geprüft. Wer aus verschiedenen Gründen Sorge hat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, kann bei mehreren Assekuranzen einen Probeantrag stellen.

Wirklich von Bedeutung ist die Differenzierung der Begriffe aber dann, wenn es um eine Nachversicherung geht. Und hier kommt nun der eigentliche Begriff ins Spiel:

Die Nachversicherung

Diese Option soll eine Anpassung der Berufsunfähigkeitsrente ohne Gesundheitsprüfung ermöglichen. Wenn geänderte Lebensumstände (Eheschließung, Nachwuchs, Immobilenerwerb) eine höhere Absicherung erfordern, geht es immer um die Frage, ob diese Möglichkeit auch ohne erneute Risikoprüfung besteht.

Man achte auf den Unterschied:

Es geht darum, ob die Vertragsänderung ohne Gesundheitsprüfung oder ohne Risikoprüfung ermöglicht wird.

Sofern hier nur der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung vereinbart ist, kann der Versicherer durchaus eine Risikoprüfung vornehmen. Dies würde bedeuten, dass zum Beispiel ein derzeit ausgeübter Beruf eine Beitragserhöhung auslösen würde oder ein neues Hobby zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen könnte.

Die Lösung

Verbraucher sollten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr genau hinschauen, ob eine Nachversicherung ohne Risikoprüfung ermöglicht wird. Nur wenn der Vertrag eine uneingeschränkte Nachversicherungsgarantie vorsieht, kann die Rentenhöhe bei Veränderung der Lebensumstände unproblematisch angepasst werden.

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Synonyme - Nachversicherungsgarantie
Minimum Capital Requirement

Beim Minimum Capital Requirement (MCR) handelt es sich um die Mindestkapitalanforderung an Versicherungsunternehmen und Rückversicherungsunternehmen. Das MCR beschreibt die Kapitaluntergrenze, die die Gesellschaften mindestens mit Basiseigenmitteln oder anrechnungsfähigen Mitteln abdecken müssen.

Sollte einer Versicherungsgesellschaft drohen, das Minimum Capital Requirement nicht mehr abdecken zu können, so muss sie innerhalb von drei Monaten die Aufsichtsbehörde darüber informieren und einen kurzfristigen sowie realisierbaren Finanzierungsplan vorlegen. Aus diesem Plan muss hervorgehen, wie die Versicherungsgesellschaft die erforderlichen Mittel innerhalb von drei Monaten erhöhen wird oder aber das Risikoprofil senken kann, um das MCR wieder abzudecken. Unterschreitet eine Gesellschaft das Minimum Capital Requirement dauerhaft, kann die Aufsichtsbehörde eine freie Verfügung über die Vermögenswerte der Gesellschaft einschränken oder sogar untersagen. Die Maßnahmen der Aufsichtsbehörde können im schlechtesten Fall auch den Entzug der Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb bedeuten.

Berechnet wird die Höhe des Minimum Capital Requirement nach einem Faktormodell, bei dem Prämienrisiken, Reserverisiken und spartenspezifische Besonderheiten Berücksichtigung finden. Als Untergrenze ist ein fester Kapitalbetrag vorgeschrieben, der von den jeweiligen Versicherungszweigen abhängt. Das MCR muss vierteljährlich neu berechnet werden.

 

 

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Synonyme - MCR
Mediation

Bei der Mediation handelt es sich um ein freiwilliges und strukturiertes Verfahren zur Konfliktbeilegung. In einem Mediationsverfahren begleitet ein unabhängiger und neutraler (allparteilicher) Mediator die Medianden genannten Konfliktparteien auf dem Weg zu ihrer Konfliktlösung. Die Medianden versuchen in der Mediation, eine gemeinsame Vereinbarung zur Konfliktlösung zu erarbeiten, die allen Bedürfnissen und Interessen gerecht wird (Win-Win-Situation). Der Mediator trifft in der Mediation keine eigenen Entscheidungen im Hinblick auf den Konflikt, sondern ist lediglich für das Mediationsverfahren verantwortlich. Ihm obliegt es, das Mediationsverfahren zu strukturieren und durch verschiedene Kommunikationstechniken und Fragetechniken die Medianden zu unterstützen.
Siehe auch: https://www.streitvermittler-mediator.de/mediation.html

Die Mediation hat ihren Ursprung in der außergerichtlichen Konfliktregelung und greift auf Ansätze aus der Konfliktforschung, Verhandlungsforschung, Psychologie, Psychotherapie, Kommunikationswissenschaft und Systemischen Therapie zurück. Basis einer jeden Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Medianden. Während der Mediator die Verantwortung für die Struktur und den Prozess der Mediation übernimmt, sind die Medianden verantwortlich für deren Inhalt. Die Lösung des Konflikts erfolgt durch die Medianden selbst. Der Mediator unterstützt sie dabei, was die Mediation auch von einer Schlichtung, einem Schiedsverfahren, einem Güteverfahren oder einem Gerichtsverfahren abgrenzt. Die Mediation ist als ein Verfahren und nicht als Institution wie etwa ein Gericht zu betrachten. Der Mediator spricht kein Urteil und fällt auch keine Entscheidung. Ziel einer Mediation ist eine einvernehmliche und außergerichtliche Konfliktlösung durch einen wechselseitigen Austausch und mit einer verbindlichen und zukunftsorientiert ausgerichteten Lösung.

Eine Mediation kann Konflikte aus unterschiedlichen Bereichen beilegen. Häufig werden bei Trennungen, Ehescheidungen, betrieblichen Konflikten und vielen anderen zivilrechtlichen Streitigkeiten Mediationsverfahren durchgeführt. Gerichte sind in einigen Sparten berechtigt, den Parteien die Durchführung einer Mediation aufzuerlegen, bevor überhaupt ein streitiges Verfahren durchgeführt werden kann.

Im Gegensatz zum klassischen Gerichtsverfahren gilt eine Mediation als schneller, flexibler, unbürokratischer und kostengünstiger. Auch aus diesen Gründen sind viele Rechtsschutzversicherungen dazu übergegangen, die Kosten für eine Mediation zu übernehmen.

 

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Synonyme - Konfliktbeilegung,Streitschlichtung,Streitvermittlung,Streitmittler,Schlichter
MDS

Beim MDS (Medizinischer Dienst Bund) handelt es sich um eine medizinische sowie pflegefachliche Expertenorganisation, die die gesetzlichen Krankenversicherungen und Pflegeversicherungen in Deutschland berät. Insbesondere der GKV-Spitzenverband greift in Fragen zu Versorgung, Leistungen, Qualität und Strukturen auf die Dienste des MDS zurück.

Der MDS erstellt Gutachten zu grundsätzlichen Fragen aus Medizin und Pflege für den GKV-Spitzenverband. Die MDS Gutachten verwendet der GKV-Spitzenverband für seine Aufgaben und Beratungen in Gremien und Ausschüssen.

Der Medizinischer Dienst Bund versteht sich als Expertenorganisation, die nach wissenschaftlichen Standards der Medizin arbeitet und Beratungen sowie Analysen auf aktuelle medizinische und wissenschaftliche Erkenntnisse stützt. Der MDS erstellt Gutachten über den Nutzen neuer medizinischer Verfahren oder neuer Medikamente und zur Sicherheit von medizinischen Produkten. Im Bereich der Pflegeversicherung bringt der MDS die Erfahrungen der MDKs bzw. MDs (medizinischen Dienste) in Pflegebegutachtungen mit ein. Alle drei Jahre veröffentlicht der MDS einen Qualitätsbericht in Bezug auf die ambulante und stationäre Pflege. Darüber hinaus führt der MDS Statistiken auf bundesweiter Ebene.

Zu den weiteren Aufgaben des MDS gehört die Koordination der MDKs. Der MDS hat mit dem GKV-Spitzenverband und den MDKs einheitliche Begutachtungs-Richtlinien erarbeitet.

 

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Synonyme - Medizinischer Dienst Bund
MDK - MD

Die Abkürzung MDK steht für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Bei einem MDK handelt es sich um medizinische und pflegefachliche Dienste für Begutachtungen und Beratungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen und Pflegeversicherungen in Deutschland. Als Arbeitsgemeinschaften der Krankenkassen organisierten sich MDKs bislang in den jeweiligen Bundesländern.

Künftig werden MDKs als Körperschaften des öffentlichten Rechts betrachtet und führen die Bezeichnung "MD - Medizinischer Dienst" bzw. "MD Bund - Medizinischer Dienst Bund" für den vormaligen MDS - Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Aber nicht nur die Bezeichnungen der MDKs, sondern auch die Tätigkeiten wurden vereinheitlicht.

Ein MDK unterstützt das deutsche Gesundheitssystem als Bindeglied zwischen Kranken- bzw. Pflegekassen, Patienten, Ärzten und Leistungserbringern. Insbesondere im Bereich der Pflegeversicherung hat der MDK die Aufgabe, Beratungen und Begutachtungen von Pflegebedürftigen durchzuführen. Gutachten des MDK sollen sicherstellen, dass Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung den Pflegebedürftigen nach objektiven und medizinischen Gesichtspunkten zugutekommen. Stellt ein Versicherter einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung, wird der MDK mit einer Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit beauftragt. Dieses Gutachten enthält auch Empfehlungen, in welchen Pflegegrad der Versicherte eingegliedert werden soll. Dies ist ausschlaggebend für den Umfang und die Höhe von Pflegeleistungen.

Nach dem Sozialgesetz ist der MDK fachlich unabhängig. Begutachtungen erfolgen im Auftrag der Krankenkassen und Pflegekassen. Der MDK ist bei medizinischen und pflegerischen Begutachtungen nur seinem ärztlichen sowie pflegefachlichen Wissen unterworfen und darf nicht in ärztliche Behandlungen und Therapien eingreifen. Nur sozialrechtliche Vorgaben und die Begutachtungsrichtlinien binden die Gutachter des MDK.

In Grundsatzfragen beratend tätig wird der MDK für die gesetzlichen Krankenkassen. Die Versicherten sollen Leistungen erhalten, die dem anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse sowie Techniken entsprechen und gleichzeitig wirtschaftlich vertretbar sind. Der MDK finanziert sich durch Umlagen von den Kranken- und Pflegekassen.

 

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Synonyme - Medizinischer Dienst,MDS
Maximierung

Wenn im Versicherungsbereich von einer Maximierung gesprochen wird, dann ist in der Regel die Maximierung der Versicherungssumme gemeint. Die in einem Versicherungsvertrag vereinbarte Versicherungs- oder Deckungssumme steht einem Versicherungsnehmer grundsätzlich pro Schadensfall zur Verfügung - jedoch nicht unbegrenzt oft. Die Maximierung der Versicherungssumme bestimmt, wie viel die Versicherungsgesellschaft innerhalb des Versicherungsjahres maximal erstattet bzw. leistet.

Sehr oft bieten Versicherungsgesellschaften eine zweifache oder dreifache Maximierung an. In diesen Fällen wird dann pro Versicherungsjahr maximal das Doppelte oder Dreifache der vereinbarten Versicherungssumme geleistet. Wurde beispielsweise bei einer Haftpflichtversicherung die Versicherungssumme in Höhe von 250.000 € dreifach maximiert, wird in einem einzelnen Schadenfall maximal 250.000 € erstattet. Für alle Schäden innerhalb des Versicherungsjahres kann die Haftpflichtversicherung durch die dreifache Maximierung höchstens 750.000 € erstatten. Dies könnten drei Schäden in Höhe von jeweils 250.000 € oder aber auch fünf Schäden mit Schadenssummen von jeweils 150.000 € sein.

 

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