Fachbegriffe-Versicherungen

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  1. RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Telefon: 039203-518661 Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG, ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Probeantrag

Für Verbraucher mit Vorerkrankungen, erhöhten beruflichen Risiken oder auch riskanten Hobbys kann ein Probeantrag für eine Private Krankenversicherung, Berufs- oder Lebensversicherung durchaus sinnvoll sein. Er ist formell weder einem Versicherungsantrag gleichgestellt, noch kommt auf dessen Einreichung ein Vertrag zustande. Vergleichbar ist er mit einer Risikovoranfrage, mit dem bei der Assekuranz angefragt wird, zu welchen Bedingungen ein bestimmtes Risiko versichert werden kann.

Der größte Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass es um eine für beide Seiten unverbindliche Anfrage handelt und dass die Weitergabe personenbezogener Daten ausgeschlossen werden kann. Letzteres hindert den Versicherer zur Speicherung der Anfrage und seiner Entscheidung im Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft (HIS). Dort nämlich würden sonst die Angaben gespeichert und anderen Konzerne im Rahmen ihrer Risikoprüfung zur Verfügung stehen.

Eine unverbindliche Anfrage lässt sich am leichtesten stellen, wenn man die Anträge der Gesellschaften ausfüllt, diese als Probeantrag kennzeichnet und nicht unterschreibt. Mit einem freundlichen Anschreiben bittet man nun die Versicherung, eine Einschätzung vorzunehmen, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherungsschutz gewährt werden kann.

Wichtig ist, dass Sie die Fragen im als Probeantrag gekennzeichneten Antragsformular genaustens lesen und ehrlich beantworten. Nur dies ermöglicht es der Assekuranz eine für Sie verwertbare Einschätzung vorzunehmen. Es empfiehlt sich zudem, auch ärztliche Befunde, Berichte oder Atteste einzureichen. Dabei achten Sie bitte unbedingt auf die Benennung von Vorerkrankungen im abgefragten Zeitraum.

Sie werden wahrscheinlich nicht von allen Gesellschaften eine Antwort bekommen, es sei denn, Sie haben Unterstützung durch einen Versicherungsmakler oder -berater. Deren Beistand hilft schon allein deshalb, weil sie bereits im Vorfeld einschätzen können, ob und wo sich eine Risikovoranfrage lohnen könnte. Zudem wird es sich auch bei der Auswertung der Angebote lohnen, einen Experten an seiner Seite zu wissen. Nicht zuletzt sind Versicherungsmakler oder -berater auch in der Position, mit Versicherern zu verhandeln, etwa wenn es um die Frage geht, ob bei dauerhafter Behandlungs- und Beschwerdefreiheit eine erneute Risikobewertung zugunsten des Versicherten erfolgen kann.

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Nachversicherung

Für die Erklärung dieses Begrifflichkeit müssen wir uns zunächst mit der Frage auseinandersetzen, was eine Risikoprüfung von der Gesundheitsprüfung unterscheidet

Man könnte meinen, dass es sich bei beiden Begriffen um eine identische Prüfung handelt. Vielmehr ist es so, dass die Gesundheitsprüfung ein Teil der Risikoprüfung ist. Letztere umfasst jedoch auch den Beruf, Hobbys, sportliche und andere Freizeitaktivitäten, Body-Mass-Index (BMI) sowie Umgang mit Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol.
Kurzum: Im Rahmen der Risikoprüfung prüft der Versicherer, ob und zu welchen Bedingungen er das zu erwartende Risiko eingehen will. Schätzt er das Risiko als erhöht ein, kann er dem Antragsteller ein Vertragsangebot mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen machen oder den Antrag auch ablehnen.

Warum ist das eigentlich wichtig?

Wenn Sie sich gerade um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen, werden die vorgenannten Risiken geprüft. Wer aus verschiedenen Gründen Sorge hat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, kann bei mehreren Assekuranzen einen Probeantrag stellen.

Wirklich von Bedeutung ist die Differenzierung der Begriffe aber dann, wenn es um eine Nachversicherung geht. Und hier kommt nun der eigentliche Begriff ins Spiel:

Die Nachversicherung

Diese Option soll eine Anpassung der Berufsunfähigkeitsrente ohne Gesundheitsprüfung ermöglichen. Wenn geänderte Lebensumstände (Eheschließung, Nachwuchs, Immobilenerwerb) eine höhere Absicherung erfordern, geht es immer um die Frage, ob diese Möglichkeit auch ohne erneute Risikoprüfung besteht.

Man achte auf den Unterschied:

Es geht darum, ob die Vertragsänderung ohne Gesundheitsprüfung oder ohne Risikoprüfung ermöglicht wird.

Sofern hier nur der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung vereinbart ist, kann der Versicherer durchaus eine Risikoprüfung vornehmen. Dies würde bedeuten, dass zum Beispiel ein derzeit ausgeübter Beruf eine Beitragserhöhung auslösen würde oder ein neues Hobby zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen könnte.

Die Lösung

Verbraucher sollten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr genau hinschauen, ob eine Nachversicherung ohne Risikoprüfung ermöglicht wird. Nur wenn der Vertrag eine uneingeschränkte Nachversicherungsgarantie vorsieht, kann die Rentenhöhe bei Veränderung der Lebensumstände unproblematisch angepasst werden.

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Synonyme - Nachversicherungsgarantie
Juristische Assistance

Eine juristische Assistance unterstützt weltweit bei rechtswissenschaftlichen Problemen, was insbesondere bei Auslandsaufenthalten von Vorteil ist. Die Leistungen einer juristischen Assistance beinhalten beispielsweise die Vermittlung oder Benennung von Rechtsanwälten im Ausland. Sie kann zudem Strafkautionen, Dolmetscherkosten, Vorschüsse, Anwalts- und Gerichtskosten verauslagen oder aber Unterstützung bei der Beschaffung von Dokumenten leisten.

Im Rahmen der juristischen Assistance selbst wird jedoch keine Rechtsberatung geleistet. Falls es aber auf einer Auslandsreise zu einer justiziellen Situation kommt, greift sie unterstützend ein. Sie hilft, Sprachbarrieren zu überwinden und kennt die jeweiligen regionalen Abläufe, Gesetze und Vorschriften. Vermittelt werden Informationen zu Botschaften, Konsulaten, Behörden und Rechtsbeiständen am Reiseort.

Je nach Gesellschaft und Tarif kann der juristische Assistance Rechtsservice jedoch auch in Deutschland Geltung entfalten. Hierin enthalten sind beispielsweise Beratungen zu rechtlichen Fragestellungen oder die Zurverfügungstellung einer Hotline, die Fachanwälte empfehlen kann.

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Joint Forum of Financial Conglomerates

Das in Kurzform Joint Forum genannte Joint Forum of Financial Conglomerates wurde im Jahr 1996 unter der Schirmherrschaft des Basler Komitee (Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht), der IOSCO (International Organisation of Securities Commissions als internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden) und der IAIS (International Association of Insurance Supervisors als internationale Vereinigung der Versicherungsaufsicht) gegründet.

Es setzt sich in gleicher Anzahl aus Repräsentanten aus den Bereichen Wertpapier-, Banken und Versicherungsaufsicht zusammen. Diese Vertreter stammen aus den entsprechend zuständigen Aufsichtsbehörden der beteiligten 14 Länder, nämlich: Australien, Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten (Stand: 2021).

An den Sitzungen des Joint Forum of Financial Conglomerates nimmt die Europäische Kommission in einer Funktion als Beobachterin teil. Zu den Aufgaben des Joint Forums gehört die Erarbeitung von Informationskanälen zwischen den Aufsichtsbehörden, die Untersuchung von Informationsbarrieren, die Optimierung von Möglichkeiten der aufsichtsrechtlichen Koordination und die Entwicklung von Beaufsichtigungsrichtlinien von Finanzkonglomeraten. Die jeweiligen Anforderungen wurden in einem Regelwerk zusammengefasst, das 1999 in Kraft getreten ist. Heute befasst sich das Joint Forum auch mit praktischen Fragen der Aufsicht aus den Bereichen Bankgeschäfte, Wertpapiergeschäfte sowie Versicherungsgeschäfte und entwickelt Leitlinien oder Arbeitspapiere.

Das FSB (Financial Stability Board) zieht das Joint Forum gerne wegen seiner sektorübergreifenden Kooperation zu Rate.

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Synonyme - Joint Forum
Job Rotation

Job Rotation soll Mitarbeitern eines Unternehmens die Möglichkeit geben, neue Erfahrungen in anderen Arbeitsumfeldern zu sammeln und die dortigen Arbeitsaufgaben kennenzulernen. Auf Deutsch übersetzt bedeutet der Begriff „Arbeitsplatzwechsel“. Er fällt in den Bereich der Arbeitsplatzgestaltung. In vorab festgelegten Zeitintervallen wechseln Arbeitnehmer dabei den Arbeitsplatz und übernehmen die damit einhergehenden Arbeitsaufgaben. So lassen sich nicht nur Arbeitsbedingungen individueller gestalten, sondern auch einseitige Belastungen und monotone Arbeitsroutinen vermeiden. Weniger Langeweile stärkt die Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft. Arbeitnehmer können sich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens qualifizieren.

Bei der Job Rotation wird der Tätigkeitsspielraum von Betriebsangehörigen erweitert. Dies hat zur Folge, dass sie zukünftig auch in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden können, wenn beispielsweise Krankheitsfälle überbrückt werden müssen. Gleiches gilt auch präventiv für Situationen, in denen ein Mitarbeiter kündigt oder versetzt wird und es gilt, die Position neu zu besetzen. Hier kann dann auf eigenes Personal zurückgegriffen werden, was sich bei der Job Rotation qualifiziert hat.

Mit der Methode des Arbeitsplatzwechsels können unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Bei kurzen Wechseln wird eine Belastungsverringerung erzielt, die Ermüdungserscheinungen vermeiden und zusätzliche Erholungsphasen unnötig machen. Durch Job Rotation wird Arbeit abwechslungsreicher und weniger monoton. Mitarbeiter nehmen ihre Arbeitsaufgaben als interessant wahr und können sich stärker mit dem Unternehmen identifizieren.

In der Praxis wird Job Rotation genutzt, um bei den Mitarbeitern die gesammelten Fachkenntnisse zu vertiefen und zu entfalten. Durch das Sammeln neuer Arbeitserfahrungen können sich Mitarbeiter für neue Arbeitsbereiche qualifizieren. So kann beispielsweise auch Führungsnachwuchs gefunden und das Verständnis zwischen einzelnen Abteilungen gefördert werden. Mitarbeiter, die mithilfe von Job Rotation den Arbeitsplatz wechseln, blicken eher über den Tellerrand und erfahren ein hohes Maß an Motivation. Sie können nach dem „Reinschnuppern“ in einen anderen Arbeitsplatz in ihren Entscheidungen auch die Belange der anderen Abteilungen mit einbeziehen.

Das Job Rotation Konzept bedarf einer guten Vorbereitung. Berücksichtigt werden sollten die Wechsel-Rhythmen, die auszuwechselnden Mitarbeiter, das Rotations-System und die damit verbundenen Anforderungen. Arbeitsplatzwechsel können wie beim Job Enlargement zwischen gleichwertigen Arbeitsplätzen oder wie beim Job Enrichment zwischen höherwertigeren Plätzen erfolgen. Nehmen Führungspositionen und Manager ebenfalls an Maßnahmen der Job Rotation teil, fördert dies die Weitsicht und das Verständnis für das Unternehmen und die eigenen Mitarbeiter. Der „Chef“, der die Positionen in seinem Unternehmen selbst kennengelernt hat, trifft mit diesem Wissen häufig klügere Entscheidungen.

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Synonyme - Arbeitsplatzwechsel
Job Enrichment

Über die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern hinaus nutzen viele erfolgreiche Unternehmen Job Enrichment, um die bereits engagierten Fachkräfte langfristig zu halten und an den Betrieb zu binden. Durch Arbeitsbereicherung werden Arbeitnehmer nachhaltig gefördert, motiviert und in ihrer Leistungsbereitschaft unterstützt.

Geprägt hat den Begriff des Job Enrichment der aus den USA stammende Psychologe Frederick Herzberg. Seit den 60er Jahren gilt Job Enrichment gemeinsam mit Job Enlargement und Job Rotation als wichtige Faktoren in der Personalentwicklung.

Job Enrichment ist als eine Form der Bereicherung von Arbeitnehmern zu betrachten. Bei langjährigen Mitarbeitern kann es über Fortbildungen und Honorierungen hinaus sinnvoll sein, die Eintönigkeit und Routine im Arbeitsalltag zu durchbrechen. Dafür wird Mitarbeitern durch Bereicherung der Aufgabenbereiche bei der Ausgestaltung ihrer Arbeit mehr Verantwortung übertragen. Im Rahmen der Personalentwicklungsmaßnahme werden Mitarbeitern zusätzliche Aufgaben mit einer höheren Anforderung an Fachkenntnis übertragen. Das Aufgabenspektrum wird erweitert, ohne aber den jeweiligen Mitarbeiter gleich zu überfordern, wofür ein gewisses Maß an Sensibilität notwendig ist.

In der Praxis findet die Arbeitsbereicherung durch Aufgaben, die mit höheren Anforderungen verbunden sind, statt. Durch diese selbst initiierte Weiterbildung sind Mitarbeiter in der Lage, diese Anforderungen eigenverantwortlich zu erfüllen. Der berufliche Alltag wird interessanter und verantwortungsvoller. Es werden fachübergreifende Kompetenzen angeeignet sowie Kontroll- und Planungsaufgaben dezentralisiert. Im Job Enrichment werden durch Trainings und Coachings verschiedene Lernprozesse gefördert. So kann der Handlungs-, Kontroll- und Entscheidungsspielraum von Mitarbeitern ohne große Risiken erhöht werden. Gleichzeitig wird dem Bedürfnis nach Autonomie und Selbstverwirklichung bei Mitarbeitern Rechnung getragen.

Durch Job Enrichment lassen sich vertikale Umstrukturierungen in allen Bereichen und Abteilungen erzielen. Die Übertragung von verantwortungsvolleren Arbeitsaufgaben kann in allen Positionen zur Professionalisierung durchgeführt werden. Die entsprechend bereicherten Mitarbeiter zeigen mehr Zufriedenheit durch die übertragene Verantwortung. Sie lernen dazu, erweitern ihre Kompetenz und profitieren dadurch auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Durch Job Enrichment kann das Verantwortungsbewusstsein in ganzen Teams und Abteilungen nachhaltig optimiert werden.

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Synonyme - Arbeitsbereicherung
Job Enlargement

Job Enlargement kann mit „Arbeitserweiterung“ übersetzt werden. Es handelt sich dabei um eine Strategie aus dem Bereich der Arbeitsstrukturierung. Bei einer Arbeitserweiterung wird der Arbeitsbereich eines Mitarbeiters ausgeweitet. Diese Ausweitung erfolgt horizontal, also durch zusätzliche Aufgaben aus dem gleichen Anforderungsprofil und auf dem gleichen Leistungsniveau.

Das Job Enlargement gliedert Arbeitselemente ein, die ansonsten den regulären Prozessen vorgelagert oder nachgelagert werden. Durch diese wechselnden Belastungen soll sich der jeweilige Arbeitnehmer durch die damit verbundene Abwechslung von seinen Tätigkeiten erholen, ohne aber seine Arbeit einstellen zu müssen. Es hat also auch die Aufgabe, physische und psychische Eintönigkeit zu vermeiden. Dieser Effekt macht sich beispielsweise schon beim Wechsel von einer sitzenden zu einer stehenden Tätigkeit bemerkbar.

Bei einem von Fachkräftemangel geprägten Arbeitsmarkt kommt dem Job Enlargement eine bedeutende Rolle zu, da so Ausfälle bei Mitarbeitern kompensiert werden können. Sind nämlich Mitarbeiter mit den Arbeitsaufgaben von Kollegen auf gleichem Niveau vertraut, so können sie kurzerhand auch die Position eines Springers einnehmen und andere Beschäftigte vertreten. Arbeitserweiterungen sind für Vorgesetzte mit der Hausforderung verbunden, den Arbeitnehmern die Vorteile des Strukturierungsprozesses zu vermitteln, ohne dass sie das Gefühl bekommen, in eine völlig neue Rolle gedrängt oder gar ausgebeutet zu werden. Arbeitnehmern dürfen nicht ungefragt qualitativ höhere und neue Kompetenzen abgefordert werden. Dies führt schnell zu Überforderung und Stress. Maßnahmen des Job Enlargements sollten schon im Vorhinein begründet und klar kommuniziert werden, wobei die positiven Effekte ruhig hervorgehoben werden dürfen. Unternehmen in einer wirtschaftlich angespannten Situation können von Job Enlargement profitieren und so Personalabbau oder tief greifende Umstrukturierungen verhindern.

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Synonyme - Arbeitserweiterung
Jahresversicherung

Bei einer Jahresversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die häufig im Bereich der Reiserücktrittversicherung angeboten wird.

Jahresversicherungen haben den Zweck, potenzielle Schäden für den Zeitraum eines ganzen Jahres abzusichern. Bei Reiserücktritt oder Reiseabbruch dient die Jahresversicherung dem Reiseschutz für das komplette Versicherungsjahr. Innerhalb dieses versicherten Zeitraums können Versicherungsnehmer dank der Reiseversicherung geschützt verreisen – unabhängig von Reiseplanung, Reisedauer und Anzahl der Reisen. Wird beispielsweise zu Beginn eines Jahres eine Jahresversicherung abgeschlossen, so sind auch kurzfristige und spontane Reisen entsprechend abgesichert.

Als Komplettschutz abgeschlossene Jahresversicherungen enthalten gleich mehrere Versicherungssparten unter einer Jahresdeckung. Im Bereich der Reiseversicherungen werden mitunter Reiserücktritt, Reiseabbruch, Notfallversicherung, Gepäckversicherung und Reisekrankenversicherung miteinander kombiniert

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Jahresüberschuss

Jahresüberschuss und Jahresfehlbetrag sind Begriffe, die an letzter Stelle einer Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt werden, die Unternehmen pro Geschäftsjahr zu erstellen haben. Beim Jahresüberschuss wird auch von einem positiven Geschäftsergebnis gesprochen. Der Jahresfehlbetrag ist das gegensätzliche, also negative, Ergebnis dazu.

Ein Jahresüberschuss wird aus der Differenz aus Erträgen und Aufwendungen gebildet. Bei der Ermittlung werden Gewinn- oder Verlustvorträge aus vorangegangenen Perioden, Entnahmen aus Rücklagen oder Einstellungen in Rücklagen nicht berücksichtigt. Voraussetzung für einen Jahresüberschuss ist nur, dass die Erträge die Aufwendungen übersteigen. Dann kann der Jahresüberschuss im Unternehmen verbucht bleiben und steht zur Verfügung oder aber die Summe wird als Gewinn an die jeweiligen Teilhaber ausgeschüttet.

Übersteigen hingegen die Aufwendungen die erzielten Erträge, gilt dies als Jahresfehlbetrag. Ein Jahresfehlbetrag kann jedoch nicht auf die Teilhaber aufgeteilt werden. Dieser bleibt im Unternehmen verbucht. Mit Gewinnen aus dem Vorjahr kann ein Jahresfehlbetrag jedoch verrechnet werden.

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Synonyme - Jahresfehlbetrag
Jahresüberschadendeckung

Die Jahresüberschadendeckung ist ein Begriff, der mit Versicherungsfällen in Bezug auf Geschäftsjahresschäden zusammenhängt. Bei einem Geschäftsjahresschaden oder Meldejahresschaden handelt es sich um den innerhalb einer Abrechnungsperiode durch Versicherungsfälle eingetretenen Gesamtschaden.

Ein Geschäftsjahresschadenaufwand ist der Aufwand im Geschäftsjahr, der innerhalb dieser Zeit Zahlungen für Schäden bzw. Versicherungsfälle sowie Regulierungsaufwendungen und zuzuführende Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Fälle umfasst.  

Mit der Jahresüberschadendeckung, die auch Stop Loss genannt wird, kann sich ein Erstversicherer vor Verlusten absichern, die einen gewissen Geschäftsjahresschaden übersteigen.

Als Vertragsform der Schadenrückversicherung wird bei der Jahresüberschadendeckung eine fixe Schadenquote festgelegt, bis zu dieser der Erstversicherer selbst eintritt. Darüber wird als Haftstrecke eine zusätzliche Quote vereinbart, für die dann wiederum der Rückversicherer aufkommt. Sinn der Jahresüberschadendeckung ist in erster Linie, Schwankungen in den Belastungen durch Schäden für den jeweiligen Zeitraum aufzufangen. Dies bietet sich insbesondere in Versicherungssparten an, die von unregelmäßigen Schadensfällen geprägt sind; etwa bei Hagel- und Sturmversicherungen.

 

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Synonyme - Stop Loss,Meldejahresschaden