Fachbegriffe-Versicherungen

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  1. RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Telefon: 039203-518661
    Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG. Albrechtstraße 116, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340-2301654
    Ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Probeantrag

Für Verbraucher mit Vorerkrankungen, erhöhten beruflichen Risiken oder auch riskanten Hobbys kann ein Probeantrag für eine Private Krankenversicherung, Berufs- oder Lebensversicherung durchaus sinnvoll sein. Er ist formell weder einem Versicherungsantrag gleichgestellt, noch kommt auf dessen Einreichung ein Vertrag zustande. Vergleichbar ist er mit einer Risikovoranfrage, mit dem bei der Assekuranz angefragt wird, zu welchen Bedingungen ein bestimmtes Risiko versichert werden kann.

Der größte Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass es um eine für beide Seiten unverbindliche Anfrage handelt und dass die Weitergabe personenbezogener Daten ausgeschlossen werden kann. Letzteres hindert den Versicherer zur Speicherung der Anfrage und seiner Entscheidung im Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft (HIS). Dort nämlich würden sonst die Angaben gespeichert und anderen Konzerne im Rahmen ihrer Risikoprüfung zur Verfügung stehen.

Eine unverbindliche Anfrage lässt sich am leichtesten stellen, wenn man die Anträge der Gesellschaften ausfüllt, diese als Probeantrag kennzeichnet und nicht unterschreibt. Mit einem freundlichen Anschreiben bittet man nun die Versicherung, eine Einschätzung vorzunehmen, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherungsschutz gewährt werden kann.

Wichtig ist, dass Sie die Fragen im als Probeantrag gekennzeichneten Antragsformular genaustens lesen und ehrlich beantworten. Nur dies ermöglicht es der Assekuranz eine für Sie verwertbare Einschätzung vorzunehmen. Es empfiehlt sich zudem, auch ärztliche Befunde, Berichte oder Atteste einzureichen. Dabei achten Sie bitte unbedingt auf die Benennung von Vorerkrankungen im abgefragten Zeitraum.

Sie werden wahrscheinlich nicht von allen Gesellschaften eine Antwort bekommen, es sei denn, Sie haben Unterstützung durch einen Versicherungsmakler oder -berater. Deren Beistand hilft schon allein deshalb, weil sie bereits im Vorfeld einschätzen können, ob und wo sich eine Risikovoranfrage lohnen könnte. Zudem wird es sich auch bei der Auswertung der Angebote lohnen, einen Experten an seiner Seite zu wissen. Nicht zuletzt sind Versicherungsmakler oder -berater auch in der Position, mit Versicherern zu verhandeln, etwa wenn es um die Frage geht, ob bei dauerhafter Behandlungs- und Beschwerdefreiheit eine erneute Risikobewertung zugunsten des Versicherten erfolgen kann.

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Nachversicherung

Für die Erklärung dieses Begrifflichkeit müssen wir uns zunächst mit der Frage auseinandersetzen, was eine Risikoprüfung von der Gesundheitsprüfung unterscheidet

Man könnte meinen, dass es sich bei beiden Begriffen um eine identische Prüfung handelt. Vielmehr ist es so, dass die Gesundheitsprüfung ein Teil der Risikoprüfung ist. Letztere umfasst jedoch auch den Beruf, Hobbys, sportliche und andere Freizeitaktivitäten, Body-Mass-Index (BMI) sowie Umgang mit Suchtmitteln wie Nikotin und Alkohol.
Kurzum: Im Rahmen der Risikoprüfung prüft der Versicherer, ob und zu welchen Bedingungen er das zu erwartende Risiko eingehen will. Schätzt er das Risiko als erhöht ein, kann er dem Antragsteller ein Vertragsangebot mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen machen oder den Antrag auch ablehnen.

Warum ist das eigentlich wichtig?

Wenn Sie sich gerade um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bemühen, werden die vorgenannten Risiken geprüft. Wer aus verschiedenen Gründen Sorge hat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, kann bei mehreren Assekuranzen einen Probeantrag stellen.

Wirklich von Bedeutung ist die Differenzierung der Begriffe aber dann, wenn es um eine Nachversicherung geht. Und hier kommt nun der eigentliche Begriff ins Spiel:

Die Nachversicherung

Diese Option soll eine Anpassung der Berufsunfähigkeitsrente ohne Gesundheitsprüfung ermöglichen. Wenn geänderte Lebensumstände (Eheschließung, Nachwuchs, Immobilenerwerb) eine höhere Absicherung erfordern, geht es immer um die Frage, ob diese Möglichkeit auch ohne erneute Risikoprüfung besteht.

Man achte auf den Unterschied:

Es geht darum, ob die Vertragsänderung ohne Gesundheitsprüfung oder ohne Risikoprüfung ermöglicht wird.

Sofern hier nur der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung vereinbart ist, kann der Versicherer durchaus eine Risikoprüfung vornehmen. Dies würde bedeuten, dass zum Beispiel ein derzeit ausgeübter Beruf eine Beitragserhöhung auslösen würde oder ein neues Hobby zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen könnte.

Die Lösung

Verbraucher sollten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr genau hinschauen, ob eine Nachversicherung ohne Risikoprüfung ermöglicht wird. Nur wenn der Vertrag eine uneingeschränkte Nachversicherungsgarantie vorsieht, kann die Rentenhöhe bei Veränderung der Lebensumstände unproblematisch angepasst werden.

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Synonyme - Nachversicherungsgarantie
Kennzahlen

Durch Kennzahlen werden grundlegende versicherungstechnische und betriebswirtschaftliche Begriffe dargestellt. Durch Kennzahlen und deren Veränderung wird beispielsweise in langfristigen Versicherungsverhältnissen überprüfend kalkuliert, ob die zu erwartenden Beiträge den wahrscheinlichen Leistungen entsprechen. Zu den wichtigen versicherungstechnischen Kennzahlen gehören daher Summe der Schadenhöhe, Schadendurchschnitt, Schadenhäufigkeit, Schadenbedarf, Schadenquote, Schadengrad und Schadensatz.

Aber auch Unternehmen anderer Bereiche und Branchen veröffentlichen ihre Unternehmensergebnisse durch Kennzahlen in jährlichen Geschäftsberichten. Diese Zahlenberichte enthalten neben Beständen, Einnahmen, Leistungen oder Ausgaben auch Kennzahlen, um eine bessere Einordnung sowie Bewertung vornehmen zu können. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen unterliegen keiner gesetzlichen Definition, sodass jedes Unternehmen seine eigenen Kennzahlen und Formeln anwenden darf. Dies ist der Grund, warum Kennzahlen nicht so einfach mit Kennzahlen anderer Veröffentlichungen verglichen werden können. Kennzahlen aus der Versicherungswirtschaft müssen also nicht zwangsläufig auch für andere Wirtschaftszweige gelten. Zum besseren Verständnis enthalten die Veröffentlichungen einen entsprechenden Kennzahlenkatalog und Informationen zu den Formeln, wie die Kennzahlen berechnet werden.

 

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Synonyme - Kennziffer
Kautionsversicherung

Bei der mit KTV abgekürzten Kautionsversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die Garantien, Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungsverpflichtungen absichert und übernimmt. Abgeleitet wird der Begriff der Kautionsversicherung von der „Kaution“, was vom lateinischen Wort „cautio“ abstammt und mit Sicherheit oder Vorsicht übersetzt werden kann. Bei einer Kaution handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, die durch die Kautionsversicherung in Form einer Eventualverbindlichkeit geleistet werden kann. Die Kautionsversicherung kann mit einem Avalkredit von einer Bank verglichen werden, da auch dort die Haftung übernommen wird.

Durch die Kautionsversicherung wird das Interesse der Kautionsabnehmer oder Kautionsempfänger an der Zahlungsfähigkeit des Versicherungsnehmers abgesichert. Bei dem versicherten Risiko handelt es sich demnach um die Finanzkraft bzw. Bonität oder aber Insolvenzgefahr des Versicherungsnehmers. Bei der Kautionsversicherung tritt die Versicherungsgesellschaft häufig als Bürge auf und der Versicherungsnehmer als Schuldner der Bürgschaftsleistung. Aus diesem Grund zählt die Kautionsversicherung zu den Kreditversicherungen.

Besonders häufig tritt die Kautionsversicherung in Form einer Mietkautionsversicherung in Erscheinung. Hierbei handelt es sich um eine Mietkautionsbürgschaft im Sinne des § 551 BGB. Durch die Kautionsversicherung können Versicherungsnehmer als Mieter ihre vereinbarte Mietkaution hinterlegen, ohne den Betrag tatsächlich anweisen bzw. bezahlen zu müssen. Statt einer Zahlung bürgt die Kautionsversicherung für die Mietsicherheit. Der Vermieter erhält keine Barkaution, sondern eine Bürgschaftsurkunde der Kautionsversicherung. Auch die Mietkaution ist eine Eventualverbindlichkeit. Die Sicherheitsleistung erfolgt beim Vermieter, damit dieser gegen den Ausfall von Miete oder Schäden an seinem Eigentum abgesichert wird.

 

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Synonyme - Mietkautionsbürgschaft,Bürgschaftsversicherung
Kausalität

Mit dem Rechtsbegriff der Kausalität wird der direkte Zusammenhang zwischen einer Ursache und einer Wirkung beschrieben.

Im Versicherungswesen wird ein entstandener Schaden immer vor dem Hintergrund der Kausalität auf die jeweilige Ursache untersucht. Bei allen Versicherungsverträgen, die Schäden absichern sollen, ist der kausale Zusammenhang von entscheidender Bedeutung. Damit eine Versicherungsgesellschaft zur Regulierung von Schäden verpflichtet werden kann, ist immer ein logischer Zusammenhang von Ursache und Wirkung notwendig. Eine Versicherungsgesellschaft haftet zum Beispiel nicht für einen Sachschaden, wenn es keine glaubwürdige Erklärung und somit Ursache dafür gibt oder nachgewiesen werden kann. Für Versicherungsnehmer ist es wichtig, nachweisen zu können, dass selbst kein Verschulden vorliegt. Eine Ausnahme hiervon bildet nur die Haftpflichtversicherung, die bei Schäden eintritt, die Versicherungsnehmer selbst verschuldet haben.

Durch die Kausalität schützen sich Versicherungsgesellschaften vor Betrug. Im Zweifelsfall wird ein Gutachter beauftragt, der festzustellen hat, ob eine Schadensregulierung durchgeführt werden muss. Bestehen Zweifel an der Entstehung eines Schadens, so wird die Versicherungsgesellschaft die Leistung ganz oder teilweise verweigern, bis die Ursache geklärt werden konnte. Auch die Höhe des jeweiligen Schadens unterliegt dem Grundsatz der Kausalität.

 

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Synonyme - Ursache-Wirkung-Prinzip,Ursächlichkeit
Kaskoversicherung

Grundsätzlich handelt es sich um eine Versicherung für Kraftfahrzeuge, Flugzeuge oder Schiffe, die bei Beschädigungen, Zerstörungen oder Verlust die vereinbarte Entschädigung leistet.

Autofahrer oder Halter von Kraftfahrzeugen haben  mehrere Möglichkeiten, ihr Kraftfahrzeug zu versichern, nämlich durch eine Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung. Während der Abschluss einer Kaskoversicherung freiwillig ist, besteht hingegen die Pflicht zum Abschluss einer Kraftfahrthaftpflichtversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die durch das eigene Fahrzeug am Eigentum und der Gesundheit  von Dritten entstanden sind.

Eine Kaskoversicherung bezieht sich hingegen auch auf Schäden am eigenen Fahrzeug. Die Kaskoversicherung sichert Beschädigungen, Zerstörung, Totalschäden oder aber den Verlust des eigenen Fahrzeugs ab. Erstattet werden im Schadensfall von der Kaskoversicherung die notwendigen Reparaturkosten. Bei einem Totalschaden wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert abzüglich eines potenziellen Restwerts des Fahrzeuges erstattet. Mitversichert sind über die Kaskoversicherung auch Abschleppkosten, falls das versicherte Fahrzeug nach einem Unfall nicht mehr fahrbereit oder verkehrssicher ist.

Unterschieden wird bei der Kaskoversicherung zwischen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung.

Teilkaskoversicherung

Eine Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch bestimmte Ereignisse entstanden sind. In der Regel handelt es sich dabei um Ereignisse wie Entwendung, Glasbruch, Zusammenstöße mit Wild, Marderschäden, Kurzschlüsse an der Verkabelung, Brand, Explosion und durch Unwetter hervorgerufene Elementarschäden. Bei einigen Ereignissen werden Folgeschäden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wird eine Teilkaskoversicherung in Anspruch genommen, erfolgt keine Abstufung in der Schadensfreiheitsklasse.

Vollkaskoversicherung

Die Leistungen einer Vollkaskoversicherung gehen über die Leistungen einer Teilkaskoversicherung hinaus. Über diese hinaus leistet die Vollkaskoversicherung auch bei Vandalismus oder Unfallschäden am eigenen Fahrzeug. Besteht für einen Neuwagen eine Vollkaskoversicherung, erstatten Versicherungsgesellschaften anstelle eines Wiederbeschaffungswertes bei Totalschaden je nach Vertrag auch den kompletten Neupreis des Fahrzeuges. Wird eine Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen, erfolgt eine Abstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Eine Kaskoversicherung tritt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit in die Schadensregulierung ein. Auch Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis oder bei einer verspäteten Schadensmeldung muss die Kaskoversicherung nicht in die Leistung eintreten. Insoweit sollten die Versicherungsbedingungen genau geprüft werden. 

Es ist möglich, bei Abschluss einer Kaskoversicherung eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Die Selbstbeteiligung vergünstigt je nach Höhe die monatlichen Versicherungsbeiträge. Welche Kaskoversicherung sich empfiehlt, kommt auf das zu versichernde Fahrzeug bzw. dessen Alter und Zustand an. Neuwagen und Leasingfahrzeuge werden generell durch eine Vollkaskoversicherung abgesichert.

 

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Karenzzeit

Bei der Karenzzeit handelt es sich um einen Begriff aus dem Finanz- und Versicherungsbereich, aber auch aus der Politik und der allgemeinen Wirtschaft. Die Karenzzeit beschreibt einen bestimmten Zeitraum, in dem regelmäßig eine Pause von einer bestimmten Tätigkeit eingelegt wird. Mit Karenzzeit wird die Pause selbst oder aber der Zeitraum betitelt, der eine Bedeutung für bestimmte vertragliche Leistungen hat.

Im Bereich der Versicherungen oder im Bankwesen bedeutet die Karenzzeit die Zeit, in der der Vertrag bereits abgeschlossen wurde, aber noch keine Leistungen gewährt werden.

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen kann vereinbart werden, dass die Berufsunfähigkeitsrente erst nach Ablauf einer Frist zwischen 6 und 24 Monaten ausgezahlt wird. Diese Vereinbarung soll dazu führen, die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung günstiger zu gestalten. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die Berufsunfähigkeit auch während dieser Karenzzeit ununterbrochen bestehen muss und dass in vielen Fällen auch die Beiträge in voller Höhe entrichtet werden müssen.

Bei Finanzierungen beschreibt die Karenzzeit den Zeitraum, in dem nach vertraglicher Vereinbarung und Zusage ein Kredit ausgezahlt wird bis zur ersten Ratenzahlung.

Bei Unternehmensfinanzierungen wird mit Karenz die Phase beschrieben, die zwischen Abschluss des Kreditvertrages und Erbringung der ersten Leistung liegt. In diesen Fällen dient die Karenzzeit dazu, dass nicht sofort nach dem Kreditvertrag schon Ratenzahlungen erbracht werden müssen, was übrigens auch Tilgungsaufschub genannt wird.

An der Börse wird die Zeit vor dem Börsengang eines Unternehmens, in der keine Marketingmaßnahmen durchgeführt werden dürfen, ebenfalls Karenzzeit genannt.

Im politischen Bereich wird von einer Karenzzeit oder Karenzphase gesprochen, wenn vom Zeitraum zwischen einer wirtschaftlichen Tätigkeit und einer politischen Funktion einer Person die Rede ist. Gleiches gilt für die umgekehrte Reihenfolge, also wenn eine Person von der politischen Funktion in die Wirtschaft wechselt.

 

 

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Synonyme - Wartezeit,Sperrfrist
Kapitalwahlrecht

Das Kapitalwahlrecht beinhaltet das Recht des Versicherungsnehmers, bei einer privaten Rentenversicherung zwischen der Zahlung einer Rente oder aber Auszahlung des angesparten Kapitals zu wählen. Eine private Rentenversicherung kann als eine Art Sparvertrag betrachtet werden, der mit einem Todesfallschutz ausgestattet ist. Ab dem vereinbarten Beginn der Rente werden lebenslang Rentenzahlungen entrichtet. Durch das Kapitalwahlrecht erhält der Versicherungsnehmer jedoch auch die Möglichkeit, sich das bis dahin angesparte Kapital auszahlen zu lassen. Durch das Kapitalwahlrecht kann in der privaten Rentenversicherung also entschieden werden, was am Ende der Sparphase geschieht.

Seit dem 01.01.2005 müssen einmalige Kapitalauszahlungen versteuert werden. Das Kapitalwahlrecht kann sowohl bei privaten Verträgen für die Altersvorsorge als auch in Teilen bei Verträgen für die betriebliche Altersvorsorge vereinbart werden. Dadurch erhalten Versicherungsnehmer das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist auf die laufenden Rentenzahlungen zu verzichten und sich das angesparte Kapital als Einmalbetrag auszahlen zu lassen.

 

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Kapitallebensversicherung

Bei einer Kapitallebensversicherung, die auch kapitalbildende oder gemischte Lebensversicherung genannt wird, handelt es sich um eine Versicherung für den Todes- und Erlebensfall. Die vereinbarte Versicherungssumme wird sowohl bei Tod des Versicherungsnehmers während der Laufzeit als auch bei Erleben, also am Ablauftermin des Laufzeitendes, ausgezahlt. Zusätzlich werden die bis zum Eintritt des jeweiligen Versicherungsfalls durch Zinsen und Überschussbeteiligungen erzielten Kapitalerträge ausgezahlt.

Eine klassische Kapitallebensversicherung gliedert sich in einen Risikoanteil, der das Risiko von vorzeitigen Versicherungsfällen ausgleicht, und in einen Kostenanteil zur Abgeltung einmaliger sowie laufender Verwaltungskosten sowie in den verzinslich anzusammelnden Sparanteil. Den größten Anteil an den Kapitalerträgen haben die mit dem Sparanteil erzielten Gewinne.

Kapitallebensversicherungen sind zur privaten Altersvorsorge geeignet, sodass sie unter gewissen Voraussetzungen auch steuerlich begünstigt werden. Der Kapitalertrag errechnet sich aus der Differenz zwischen den eingezahlten Beiträgen und der Auszahlungssumme. Bei Vertragsablauf muss nur die Hälfte dieser Erträge versteuert werden, wenn die Vertragsdauer mindestens zwölf Jahre beträgt und die Ablaufleistung nach Vollendung des 62. Lebensjahres ausgezahlt wurde. Ansonsten wird bei der Auszahlung der Kapitallebensversicherung die Kapitalertragsteuer abgezogen und mit dem individuellen Steuersatz verrechnet. Die Kapitalertragsteuer wird zunächst einbehalten und als Quellensteuer direkt an das Finanzamt abgeführt. Eine Verrechnung erfolgt dann im Rahmen der Einkommensteuererklärung.

Kapitallebensversicherungen gelten zu den stabilen und langfristigen Kapitalanlagen. Sie sind mit einer festen Laufzeit verbunden, weshalb vorzeitige Kündigungen in der Regel mit Verlusten verbunden sind. Hierzu gehören nicht nur der wegfallende Versicherungsschutz, sondern auch steuerliche Nachteile. Auszahlungsbeträge können mitunter bei vorzeitiger Kündigung sogar geringer ausfallen als die Summe der eingezahlten Beiträge. Dies ist insbesondere zu Beginn der Lebensversicherung der Fall, da dann die Kosten für den Versicherungsabschluss noch nicht durch die eingezahlten Prämien gedeckt sind.

In Deutschland unterliegen Versicherungsgesellschaften in Bezug auf Kapitallebensversicherungen zahlreichen Kontrollen und Reglementierungen. So dürfen beispielsweise nur bis zu 35 % des Kapitals durch die Gesellschaft in Aktien angelegt werden, um hohe Verluste zu vermeiden. Die Sparanteile unterliegen zudem einem Garantiezins, wodurch Versicherungsnehmer abgesichert werden.

Kapitallebensversicherungen sichern im Todesfall der Versicherungsnehmer die Familienangehörigen finanziell ab. Zudem bieten sie die Möglichkeit der privaten Altersvorsorge. Durch staatliche Kontrollen und Regeln wird sichergestellt, dass angespartes Kapital weitestgehend erhalten bleibt. Über die Altersvorsorge und die Absicherung der Angehörigen hinaus bietet die Kapitallebensversicherung ein diszipliniertes Sparen, was ohne vertragliche Verpflichtungen selten in dieser Form so beibehalten wird.

 

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Synonyme - kapitalbildende Lebensversicherung
Kapitalertragsteuer

Bei der mit KESt abgekürzten Kapitalertragsteuer handelt es sich um eine Einkommensteuer, die sich auf Kapitaleinkünfte bezieht. Zum zu versteuernden Kapital gehören beispielsweise Einkünfte aus Geldanlagen wie Unternehmensanteile oder Wertpapiere. Die Zahlung von Kapitalertragsteuer kommt aber auch in Betracht, wenn Aktien, Sparguthaben, Investmentfonds, festverzinsliche Wertpapiere oder Anteile an Kapitalgesellschaften zu den Vermögenswerten zählen, für die Kapitalertragsteuer gezahlt werden muss. Zu den zu versteuernden Einkünften gehören nicht nur Dividenden und Zinsen, sondern auch Kursgewinne und Veräußerungsgewinne. Bis zu einem bestimmten Betrag sind Kapitalerträge steuerfrei. Dieser Freibetrag auf die Kapitalertragsteuer wird  umgangssprachlich auch Sparerpauschbetrag genannt.

Gezahlt werden muss Kapitalertragsteuer von natürlichen Personen wie beispielsweise Gesellschaftern. Unternehmen und juristischen Personen unterliegen hingegen der Körperschafsteuer.

Bei der Abwicklung führt die auszahlende Stelle die Kapitalertragsteuer unmittelbar an das Finanzamt ab, sobald Einkünfte aus Kapital anfallen. Da diese Kapitalerträge also direkt an der Quelle besteuert werden, wird auch von einer Quellensteuer gesprochen. Einbehalten und abgeführt wird Kapitalertragsteuer von Institutionen wie Wertpapierdepots und Sparguthaben verwaltende Banken, Erträge aus Beteiligungen ausschüttende Gesellschaften oder aber Versicherungsgesellschaften, bei denen Lebensversicherungen abgeschlossen wurden.

Zurückgefordert werden kann bereits gezahlte Kapitalertragsteuer nur dann, wenn der individuelle Steuersatz unterhalb der geltenden Besteuerungsgrenze liegt oder kein Freistellungsauftrag erteilt worden ist. Geltend gemacht wird der Anspruch dann über die Einkommensteuererklärung. Kapitalertragsteuer setzt sich aus dem eigentlichen Steuersatz sowie potenziellen Solidaritätszuschlägen und je nach den variablen Vorschriften im jeweiligen Bundesland der Kirchensteuer zusammen.

 

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Synonyme - Abgeltungsteuer,Körperschafsteuer