Fachbegriffe-Versicherungen

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Begriff Definition
Verletztengeld

Beim Verletztengeld handelt es sich in Deutschland um eine Entgeltersatzleistung von der gesetzlichen Unfallversicherung. Verletztengeld wird nach einem Arbeitsunfall oder bei einer Berufskrankheit gezahlt. Geregelt wird das Verletztengeld in §§ 45 ff SGB VII (Sozialgesetzbuch).

Tritt nach einem Arbeitsunfall oder durch eine Berufskrankheit eine Arbeitsunfähigkeit auf, zahlt die Berufsgenossenschaft nach Ablauf der üblichen Entgeltfortzahlung des Arbeitsgebers ein Verletztengeld. Die Zahlung kann auch während der Dauer einer medizinischen Rehabilitation erfolgen. Das Verletztengeld kann auch über Krankenkassen ausgezahlt werden. Dennoch ist es nicht mit dem Krankengeld der Krankenkassen gleichzustellen.

Das Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung macht 70 % des entgangenen, regelmäßigen Bruttoentgelts aus. Das Verletztengeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung beträgt hingegen 80 % des Regelentgelts. Dabei darf das Verletztengeld nicht höher ausfallen als das regelmäßige Nettoarbeitsentgelt. Abgezogen werden vom Verletztengeld noch die Beiträge und Anteile zur Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.

Verletztengeld erhalten alle Beschäftigten, aber auch Schüler oder Studenten, sofern sie zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit einer entsprechenden bezahlten Beschäftigung nachgegangen sind. Eine Besonderheit bildet das Kinderpflege-Verletztengeld. Berufstätige Eltern erhalten dieses Verletztengeld, wenn der behandelnde Arzt es für erforderlich hält, dass die Eltern ihr verletztes Kind beaufsichtigen, betreuen sowie pflegen müssen und deshalb nicht zur Arbeit können. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und auch eine andere im Haushalt lebende Person das verletzte Kind nicht entsprechend versorgen kann. 

Das Verletztengeld hat in erster Linie die Aufgabe, ausfallendes Einkommen auszugleichen und den Lebensunterhalt von Verletzten und Angehörigen zu sichern. Es wird von dem Tage an gezahlt, an dem der Arzt die Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat. Also beginnt die Zahlung des Verletztengeldes in der Regel nach der Lohn- oder Gehaltsfortzahlung mit der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit. Die Zahlung des Verletztengeldes wird dann am letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit oder mit Beginn der Zahlung von Übergangsgeld wieder eingestellt. Kann die bisherige Tätigkeit nicht wieder aufgenommen werden und kommen auch keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mehr in Betracht, endet die Zahlung des Verletztengeldes spätestens mit dem Ablauf der 78. Woche, aber nicht vor der Beendigung einer stationären Behandlung. Nimmt der Verletzte an einer Maßnahme für eine berufliche Rehabilitation teil, wird Übergangsgeld ausgezahlt.

Besondere Regelungen zum Verletztengeld sieht § 47 Abs. 5 SGB VII für Unternehmer sowie mitarbeitende Ehegatten vor. Bei sonstigen Personen, die zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit Einkommen (beispielsweise durch Selbstständigkeit) erzielt haben, wird bei der Berechnung des Verletztengeldes der 360. Teil des im Jahr vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erzielten Einkommens zugrundegelegt.

 

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Synonyme - Übergangsgeld
Verbundene Versicherung

 In einigen Versicherungssparten werden Versicherungen gegen bestimmte Gefahren in einer Kombinationsform angeboten. Unterschieden wird dabei zwischen verbundener und gebündelter Versicherung.

Durch eine verbundene Versicherung wird eine gleichzeitige Abdeckung von mehreren Gefahren erzielt. Die verbundene Versicherung erfolgt über einen einzigen Antrag und einheitliche AVB (Allgemeine Versicherungsbedingungen), sodass nach Antragsannahme auch nur eine Versicherungspolice ausgehändigt wird. Der spätere Ausschluss von Gefahren aus einer verbundenen Versicherung ist schwierig bis hin zu unmöglich, da ausgewählte Risiken in dieser Konstellation nicht einzeln gekündigt werden können. Eine Kündigung kommt in der Regel nur in Bezug auf den Gesamtvertrag in Betracht.

Verbundene Versicherungsverträge werden häufig für Hausratversicherungen abgeschlossen, die Risiken wie Brand, Blitzeinschlag, Leistungswasser, Einbruch, Sturm, Raub und Vandalismus verbinden. Optional lassen sich auch Risiken wie Wasserschäden, Fahrraddiebstähle oder Aquarien über die verbundene Versicherung absichern. Versicherungsnehmer müssen also abwägen, welche Risiken versichert werden sollen, wonach sich dann auch die Beitragshöhe berechnet. Der Ausgleich der Prämien erfolgt dann bei verbundenen Versicherungen für das ganze „Paket“. Im Bereich der Wohngebäudeversicherungen sind verbundene Versicherungen üblich.

Die verbundene Versicherung unterscheidet sich von der gebündelten Versicherung, bei der Versicherungsnehmer zwar auch nur eine Versicherungspolice ausgehändigt bekommen, aber die Gefahren über mehrere eigenständige Versicherungsverträge aufgeschlüsselt werden können. Gebündelte Versicherungen bündeln die Verträge nach ihrer thematischen Ähnlichkeit, gelten aber unabhängig voneinander. Auch die Beiträge werden bei der gebündelten Versicherung separat vereinbart, sodass einzelne Risiken auch aus dem Versicherungsschutz ausgekoppelt werden können. Die Verträge über einzelne Risiken können also gekündigt werden. Eine derartige Bündelung findet oft bei Wohngebäude- und Glasversicherungen statt, wobei die Glasversicherungen in diesen Fällen eine Zusatzversicherung darstellt.

 

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Synonyme - Kombinierte Versicherung
Unfall

Bei einem Unfall handelt es sich um ein plötzliches und von außen einwirkendes Ereignis, das zeitlich und örtlich bestimmbar ist und bei dem ein Mensch oder ein Tier unfreiwillig einen Schaden an Körper, Gesundheit oder sogar den Tod erleidet. Neben Unfällen mit Personenschäden gibt es auch Unfälle mit Sachschäden, bei denen Sachen unbeabsichtigt beschädigt werden.

Besonders häufig kommt es im Haushalt, im Straßenverkehr und beim Sport zu Unfällen. Neben Stürzen, Verbrennungen, Stichverletzungen oder Schnittverletzungen gehören auch Stromunfälle zu den typischen Unfallereignissen. Körper- und Gesundheitsschäden treten auch durch Maschinenunfälle, Hoch- und Tiefbau-Unfälle, Bergbauunfälle, Hochseeunfälle, Gebirgsunfälle, Wasserunfälle, Brandunfälle, Strahlenunfälle und Druckluftunfälle beim Tauchen auf. Ursache für einen Unfall ist in der Regel menschliches Versagen oder eine menschliche Fehlhandlung.

Gesetzliche Unfallversicherung

In der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) sind lediglich Arbeitsunfälle und unfallbedingte Berufskrankheiten versichert. Bei einem Arbeitsunfall handelt es sich nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) um Unfälle von Versicherten während oder infolge der einen Versicherungsschutz begründenden (und versicherten) Tätigkeit. Bei einem Arbeitsunfall handelt es sich um einen Unfall, der infolge der Ausübung der versicherten Tätigkeit entstanden ist. Versichert sind Unfälle bei der Arbeit und auf Dienstreisen, wobei auch von Arbeitgebern veranstaltete Ausflüge und Betriebsfeiern unter den Versicherungsschutz fallen.

Bei der gesetzlichen Unfallversicherung werden auch Wegeunfälle abgesichert. Hierbei handelt es sich um einen Unfall auf dem direkten Weg von zu Hause zur Arbeit und auf dem Heimweg. Der Versicherungsschutz gilt auch für nötige Umwege, wie etwa zur Unterbringung von Kindern, Umleitungen oder Fahrgemeinschaften. Wird auf dem Arbeitsweg jedoch etwas Privates „erledigt“, fällt dies nicht mehr unter den Versicherungsschutz.

Letztendlich sichert die gesetzliche Unfallversicherung auch Berufskrankheiten ab. Voraussetzung hierfür ist, dass es sich um Erkrankungen von Versicherten infolge der versicherten Tätigkeit handelt.

Siehe auch: perfektversichert.de/personenversicherungen/gesetzliche-unfallversicherung.html

Private Unfallversicherung

Im Bereich der privaten Unfallversicherung wird von Unfällen gesprochen, wenn Versicherungsnehmer durch plötzlich und von außen auf sie einwirkende Ereignisse unfreiwillig in ihrer Gesundheit geschädigt werden. Ein Leistungsanspruch wird von den Merkmalen „Ereignis“, „Gesundheitsschädigung“, „plötzlich“, „von außen“ und „unfreiwillig“ abhängig gemacht.

Über den klassischen Unfallbegriff hinaus fällt häufig auch der „erweiterte Unfallbegriff“. Hierbei handelt es sich um Ereignisse, die einem Unfall gleichgestellt werden können. Ein Beispiel: Zerrung oder Riss von Muskeln, Sehnen oder Bändern durch eine erhöhte Kraftanstrengung. Auch wenn hier durch das Fehlen des Merkmals „von außen“ nicht von einem Unfall gesprochen werden kann, wird das Ereignis als solcher eingestuft. Hier wird eine Unfallfiktion definiert, die auch auf andere Sachverhalte übertragen werden kann. Jede Versicherungsgesellschaft kann individuell entscheiden, welche Definitionen und Fiktionen anerkannt werden. Die Unfallfiktionen werden beispielsweise als „Gesundheitsschäden durch plötzlich einwirkende Dämpfe und Gase“ oder „unfreiwilliges Erfrieren“ bei Unfallversicherungen in den allgemeinen Versicherungsbedingungen aufgeführt.

 

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Probeantrag

Für Verbraucher mit Vorerkrankungen, erhöhten beruflichen Risiken oder auch riskanten Hobbys kann ein Probeantrag für eine Private Krankenversicherung, Berufs- oder Lebensversicherung durchaus sinnvoll sein. Er ist formell weder einem Versicherungsantrag gleichgestellt, noch kommt auf dessen Einreichung ein Vertrag zustande. Vergleichbar ist er mit einer Risikovoranfrage, mit dem bei der Assekuranz angefragt wird, zu welchen Bedingungen ein bestimmtes Risiko versichert werden kann.

Der größte Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass es um eine für beide Seiten unverbindliche Anfrage handelt und dass die Weitergabe personenbezogener Daten ausgeschlossen werden kann. Letzteres hindert den Versicherer zur Speicherung der Anfrage und seiner Entscheidung im Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft (HIS). Dort nämlich würden sonst die Angaben gespeichert und anderen Konzerne im Rahmen ihrer Risikoprüfung zur Verfügung stehen.

Eine unverbindliche Anfrage lässt sich am leichtesten stellen, wenn man die Anträge der Gesellschaften ausfüllt, diese als Probeantrag kennzeichnet und nicht unterschreibt. Mit einem freundlichen Anschreiben bittet man nun die Versicherung, eine Einschätzung vorzunehmen, ob und zu welchen Konditionen ein Versicherungsschutz gewährt werden kann.

Wichtig ist, dass Sie die Fragen im als Probeantrag gekennzeichneten Antragsformular genaustens lesen und ehrlich beantworten. Nur dies ermöglicht es der Assekuranz eine für Sie verwertbare Einschätzung vorzunehmen. Es empfiehlt sich zudem, auch ärztliche Befunde, Berichte oder Atteste einzureichen. Dabei achten Sie bitte unbedingt auf die Benennung von Vorerkrankungen im abgefragten Zeitraum.

Sie werden wahrscheinlich nicht von allen Gesellschaften eine Antwort bekommen, es sei denn, Sie haben Unterstützung durch einen Versicherungsmakler oder -berater. Deren Beistand hilft schon allein deshalb, weil sie bereits im Vorfeld einschätzen können, ob und wo sich eine Risikovoranfrage lohnen könnte. Zudem wird es sich auch bei der Auswertung der Angebote lohnen, einen Experten an seiner Seite zu wissen. Nicht zuletzt sind Versicherungsmakler oder -berater auch in der Position, mit Versicherern zu verhandeln, etwa wenn es um die Frage geht, ob bei dauerhafter Behandlungs- und Beschwerdefreiheit eine erneute Risikobewertung zugunsten des Versicherten erfolgen kann.

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Pflegeversicherung

Bei der Pflegeversicherung handelt es sich um einen im Jahr 1995 eingeführten Bereich der Sozialversicherung. Alle gesetzlich und privat Versicherten haben die Pflicht, eine Pflegeversicherung abzuschließen. Gesetzlich Krankenversicherte sind automatisch in der Pflegeversicherung versichert. Die Pflichtversicherung muss von privat Krankenversicherten eigenständig abgeschlossen werden.

Die Leistungen aus der Pflegeversicherung finanzieren sich durch Beiträge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern entrichtet werden. Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang Pflegebedürftige Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, hängt von Pflegebedürftigkeit, Pflegegrad und Art der Pflege ab. Je nach Umfang des Hilfe- und Unterstützungsbedarfs werden Pflegebedürftige in einen der fünf Pflegegrade eingegliedert.

Die Entscheidung, wie und von wem Pflegebedürftige gepflegt werden möchten, treffen Pflegebedürftige selbst. Die Pflegeversicherung bietet Leistungen für die Pflege durch professionelle Fachkräfte oder Pflegegeld für pflegende Angehörige. Pflegebedürftigen Menschen soll trotz Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Häufig decken die Leistungen der Pflegeversicherung jedoch nicht die tatsächlichen Pflegekosten ab, sodass Pflegebedürftige oder Angehörige die restlichen Kosten übernehmen müssen. Die Pflegeversicherung ist als Teilkostenversicherung zu betrachten. Die Regelungen hierzu ergeben sich aus SGB XI, also dem Elften Buch Sozialgesetzbuch. Zur Absicherung der nicht übernommenen Kosten stehen verschiedene private Pflegezusatzversicherung zur Verfügung.

Die soziale Pflegeversicherung ist notwendig, weil die Gesellschaft immer älter wird und damit auch die Pflegebedürftigen ansteigen. Eine Pflegebedürftigkeit belastet nicht nur die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch die Angehörigen. Die Familienstrukturen haben sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Familien sind kleiner und die erwachsenen Mitglieder sind berufstätig, was eine häusliche Pflege durch Angehörige oft schwierig macht. Etwa 4,1 Millionen Menschen bezogen Ende 2020 Leistungen aus der Pflegeversicherung.

 

 

 

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Pflegetagegeldversicherung

Eine Pflegetagegeldversicherung ist eine private Zusatzversicherung, die das Pflegerisiko absichern soll. Tritt eine Pflegebedürftigkeit ein, zahlt die Pflegetagegeldversicherung ein vorab festgelegtes Tagegeld aus.

Durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr ältere und pflegebedürftige Menschen, aber auf der anderen Seite immer weniger Beitragszahler in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die private Vorsorge gewinnt an Bedeutung, weil auch weitreichende Reformen in der Sozialversicherung nicht ausreichen, um eine durchschnittliche Pflege finanzieren zu können. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt ein Tagegeld aus, über das frei verfügt werden kann. Häufig wird ein Tagessatz festgelegt und monatlich ausgezahlt.

Es sollte ein Pflegetagegeld vereinbart werden, dass eine Versorgungslücke vollständig abdecken kann. Die Höhe dieses Tagegeldes beeinflusst die Höhe der Beiträge. Die Auszahlung von Pflegetagegeld richtet sich nach dem Umfang der Hilfsbedürftigkeit. Umso pflegebedürftiger ein Mensch ist, desto höhere Kosten fallen auch für die Pflege an. Im höchsten Pflegegrad 5 wird deshalb in der Regel das volle Pflegetagegeld ausgezahlt. Versicherungsgesellschaften richten sich hier häufig auch nach der Einstufung in einen Pflegegrad durch die gesetzliche oder private Pflegeversicherung.

Bei den seit 2017 in Kraft getretenen fünf Pflegegraden wird Pflegegrad 1 für eher geringere Beeinträchtigungen in der Selbstständigkeit gewählt, während Pflegegrad 5 die schwersten Formen von Beeinträchtigungen widerspiegelt. In Basistarifen werden oft nur höhere Pflegegrade abgesichert. Über den Pflegegrad hinaus unterscheiden einige Versicherer bei der Pflegetagegeldversicherung, ob ambulant oder stationär gepflegt wird.

Pflegetagegeldversicherungen sollten möglichst früh im Leben abgeschlossen werden, da sich die Beiträge auch nach dem Alter richten. Dabei ist auf Vereinbarungen zu einer Wartezeit, Dynamiken und Leistungsmodalitäten zu achten. Bei Abschluss der Pflegetagegeldversicherung wird immer eine Gesundheitsprüfung durchgeführt.

Siehe auch: "Die gesetzliche und private Pflegeversicherung".

 

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Pflegekostenversicherung

Bei einer Pflegekostenversicherung handelt es sich um eine private Pflegezusatzversicherung, die im Pflegefall die teilweisen oder gesamten Pflegekosten übernimmt, die zusätzlich und tatsächlich anfallen. In Deutschland ist jeder verpflichtet, eine gesetzliche oder private Pflegeversicherung abzuschließen, die im Pflegefall die Kosten nach Maßgabe von Pflegebedürftigkeit und Pflegegrad übernimmt. Allerdings sind tatsächliche Pflegekosten häufig höher als die Leistungen aus der Pflegeversicherung, weshalb zusätzliche Kosten entweder von einer Pflegekostenversicherung aufgefangen oder aber von Pflegebedürftigen bzw. Angehörigen selbst getragen werden müssen.

Eine private Pflegekostenversicherung kann also eine Versorgungslücke teilweise oder ganz abdecken. Die Leistungen der Versicherung sind zweckgebunden und werden auf die tatsächliche Kosten beschränkt. Rechnungen müssen beispielsweise durch Beleg nachgewiesen werden. Bei der Pflegekostenversicherung werden durch Versicherungsnehmer monatliche Beiträge geleistet, die sich nach dem Versicherungsumfang und dem Alter richten.

Bei der Pflegekostenversicherung wird in Bezug auf die Höhe der Kostenübernahme zwischen Aufstockung der Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung um einen definierten Prozentsatz oder aber Übernahme von Prozentwerten der anfallenden Restkosten unterschieden. Zu prüfen ist vorab immer, welche tatsächlich entstandenen Pflegekosten sowie Pflegeleistungen unter den Versicherungsschutz fallen.

Pflegekostenversicherungen haben gegenüber anderen Zusatzversicherungen den Vorteil, dass ihre Beiträge meist niedriger ausfallen. Die Leistungen der Pflegekostenversicherung sind unmittelbar an die Pflegekosten gekoppelt. Wenn die Pflegekosten mit der Zeit ansteigen, dann steigen automatisch auch die Leistungen der Pflegekostenversicherung. Die Leistungsbindung an die tatsächlichen Pflegekosten können sich aber auch nachteilig auswirken, wenn Pflegebedürftige von Angehörigen versorgt werden und deshalb kaum abrechenbare Kosten geltend gemacht werden können. Die Verwendung des Geldes ist nicht frei wählbar.

 

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Pflegekasse

In Deutschland bilden die Pflegekassen die Träger der Pflegeversicherung. Eingerichtet sind Pflegekassen bei den Krankenkassen. Dies gilt auch für die Landwirtschaftliche Krankenkasse und für die Knappschaft. Pflegekassen organisieren sich selbst und beschäftigen Mitarbeiter der jeweiligen Krankenkasse. Die Kosten, die für die Führung von Geschäften der Pflegekassen entstehen, werden der Krankenkasse erstattet und Verwaltungskosten anteilsmäßig verrechnet. Gleiches gilt für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der ebenfalls Aufgaben für die Pflegekasse übernimmt. Der MDK begutachtet für die Pflegekasse beispielsweise Antragsteller in Bezug auf eine Pflegebedürftigkeit, die Eingliederung in einen Pflegegrad und die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln.

Pflegekassen werden mit gesetzlichen Aufträgen nach dem SGB XI betraut, das Belange der Pflegeversicherung beschreibt. Pflegekassen erbringen Leistungen aus der Pflegeversicherung für Versicherte. Hierzu zählen neben Geld- und Sachleistungen auch Dienstleistungen. Pflegekassen koordinieren die pflegerische Versorgung von Versicherten und müssen ihre Leistungen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Effektivität überwachen. Mitarbeiter der Pflegekassen führen Pflegekurse und Schulungen für Pflegepersonen durch.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden von Pflegekassen auch Rentenversicherungsbeiträge für nicht erwerbstätige Pflegepersonen übernommen. Bei jeder Pflegekasse werden Versichertenverzeichnisse geführt, Statistiken erstellt, Beiträge eingezogen, Finanzmittel verwaltet und Nachweise geführt. In Kooperation mit Kranken- und Rentenversicherungen müssen Pflegekassen durch Prävention, Rehabilitationsmaßnahmen und Behandlungsmaßnahmen dazu beitragen, dass eine Pflegebedürftigkeit nach Möglichkeit vermieden werden kann. Pflegekassen müssen Versicherte über Leistungen und Möglichkeiten beraten und informieren. Mit Erbringern von Pflegeleistungen müssen Pflegekassen Verträge über mögliche Pflegesachleistungen verhandeln und abschließen.

 

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Pflegegrad

Seit dem 01.01.2017 ersetzen die fünf neuen Pflegegrade die drei ehemaligen Pflegestufen. Gesetzliche Grundlage hierfür bildet das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II). Die Pflegegrade entscheiden, welche Zuschüsse Versicherte durch ihre Pflegekasse erhalten. Mit zunehmender Bedürftigkeit und entsprechend höherem Pflegegrad steigt auch die Höhe der Geld- und Sachleistungen.

Zu diesen Leistungen gehören Pflegegelder, Pflegesachleistungen sowie Leistungen für die teil- und vollstationäre Nachtpflege, Vollzeitpflege und Entlastungsbeträge. Des Weiteren gehören Leistungen für Pflegehilfsmittel, Zuschüsse zum Hausnotruf und Wohngruppenzuschläge zu den Pflegeleistungen, die bei Vorhandensein von Pflegebedürftigkeit in Betracht kommen. Menschen, die in ihrer Alltagskompetenz und Selbstständigkeit eingeschränkt sind, können auf Antrag eine Pflegebedürftigkeit feststellen und sich in einen der fünf Pflegegrade eingruppieren lassen. Dies erfolgt nach einer Pflegebegutachtung mit vorgegebenem Prüfverfahren.

Bei der Pflegebegutachtung soll bestimmt werden, welche Fähigkeiten dem Antragsteller noch zur Verfügung stehen und wie selbständig Handlungen noch ausgeführt werden können. Für das Gutachten werden sechs Lebensbereiche genauer betrachtet, um psychische, geistige und körperliche Einschränkungen zu erkennen und zu erfassen. Bei diesen Modulen handelt es sich um die Lebensbereiche Mobilität und Beweglichkeit, kommunikative und kognitive Fähigkeiten, psychische Problemlagen und Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Umgang mit therapie- und krankheitsbedingten Problemlagen bzw. Anforderungen sowie Alltag und soziale Kontakte. Alle sechs Module fließen mit einer unterschiedlichen Gewichtung dann in die Gesamtbewertung mit ein.

Die jeweils eingesetzten Gutachter empfehlen der Pflegeversicherung einen Pflegegrad. Diesen Empfehlungen gehen die Pflegekassen in der Regel nach. Die Entscheidung über die Genehmigung eines Pflegegrades und der damit verbundenen Pflegeleistungen liegt bei der Pflegekasse.

Siehe auch: "Die gesetzliche und private Pflegeversicherung".

 

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Synonyme - Pflegestufe
Pfandbriefe

Bei Pfandbriefen handelt es sich um Anleihen, die von einer Hypotheken- oder Pfandbriefbank inklusive einer Besicherung ausgegeben werden. Oft dienen sie dem Zweck einer Immobilienfinanzierung oder der Finanzierung von Flugzeugen. Anleger erhalten bei Pfandbriefen im Gegenzug für ihre Geldanlage feste Zinsen. Pfandbriefe gehören also zu den festverzinslichen Wertpapieren und dienen Kreditinstituten als Absicherung. Pfandbriefe gelten wegen ihrer Zinsentwicklung als sicher.

Pfandbriefe halten die Umstände und den Zweck fest, unter denen Geld ge- und verliehen wird. Die angegebenen Sachwerte oder Deckungswerte verleihen ein hohes Maß an Sicherheit, da so das Ausfallrisiko reduziert wird. Pfandbriefe haben in der Regel eine Laufzeit von mehr als zehn Jahren.

 

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