Fachbegriffe-Versicherungen

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  1. RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Telefon: 039203-518661
    Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG. Albrechtstraße 116, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340-2301654
    Ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Immobilienfonds

Bei Immobilienfonds handelt es sich um Investmentfonds, die statt in Anleihen oder Aktien in Immobilien investieren. Bei Immobilienfonds wird von einer Vielzahl von Investoren Kapital gesammelt und in Objekte wie Einkaufszentren, Wohngebäude oder andere Immobilien angelegt. Jeder Kapitalanleger erhält ein Zertifikat, das den entsprechenden Anteil am Fonds repräsentiert. 

Anteile an offenen Immobilienfonds können bei Banken erworben werden. Die Anteilshöhe und Laufzeit ist bei offenen Immobilienfonds unbegrenzt. Erwerben viele Anleger Anteile, steigt auch das Fondsvermögen, wodurch weitere Immobilien erworben werden können. Die Verwaltung von Immobilienfonds erfolgt durch die Fondsgesellschaft. Erträge werden nach Abzug der Kosten an die Eigner in Form eines Gewinnes ausgeschüttet. Die Rendite von offenen Immobilienfonds orientiert sich an den Mieteinnahmen aus den betreffenden Immobilien und der Wertsteigerung. Bei offenen Immobilienfonds können Anleger in eine Vielzahl von Immobilien investieren, was eine breite Risikostreuung ergibt.

Bei geschlossenen Immobilienfonds wird häufig nur in ein Objekt wie ein Hotel oder eine kleinere Anzahl von Immobilien investiert, sodass sich diese Fonds an eine begrenzte Anzahl von Anlegern richten. Wurden alle Anteile des Immobilienfonds veräußert, wird der Fonds geschlossen. Geschlossene Immobilienfonds sind oft zeitlich befristet, da die entsprechenden Immobilien nach einer Haltezeit mit Gewinn veräußert werden sollen, um die Anleger auszuzahlen. Geschlossene Immobilienfonds werden nicht an der Börse gehandelt, können während der langen Laufzeit nicht zurückgegeben werden und gelten daher als langfristiges Investment. Der Erwerb von geschlossenen Immobilienfonds ist mit Provisionen und Verwaltungskosten verbunden.

Da auch der Wert von Immobilien schwanken kann, sind Investments in Immobilienfonds ebenfalls mit einem Risiko verbunden. Da bei geschlossenen Immobilienfonds keine laufenden Ein- und Auszahlungen mehr möglich sind und ein Verkauf der Anteile nur über den Zweitmarkt mit potenziellen Verlusten erfolgen könnte, wird diese Kapitalanlage nur spekulationsfreudigen und erfahrenen Anlegern empfohlen.

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Implosion

Bei einer Implosion bricht ein Objekt plötzlich zusammen, weil der Außendruck den Innendruck übersteigt oder andere Kräfte in unausgeglichener Weise auf das Objekt einwirken. Die Implosion gilt als Gegensatz zur Explosion, bei der das Kräfteverhältnis umgekehrt ist.

Eine Implosion kann zum Beispiel bei Bildröhren von Fernsehgeräten oder Bildschirmen von Computern auftreten. Aber auch Ventile, Rohrleitungen, Druckbehälter und andere Einrichtungen können durch eine Implosion betroffen und beschädigt werden. In diesen Fällen kommt es zur Implosion, weil das Objekt an Stabilität verliert und den Druck nicht mehr ausgleichen kann. Aus diesem Grund kommt es bei einer Implosion auch häufig zu einem lauten Knallgeräusch, was auf die damit verbundene rapide Änderung des Luftdrucks zurückzuführen ist.

Eine Implosion kann sich auch ohne mechanische Einwirkungen ereignen. In Hausratversicherungen sind häufig nur Explosionsschäden versichert. Implosionsschäden sind nicht immer automatisch Bestandteil einer Hausratversicherung, sondern werden als Zusatzleistung angeboten. Implosionsschäden können auch im Bereich der Privathaftpflichtversicherung abgesichert werden.

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Indexzertifikat

Indexzertifikate gehören zu den Anlageformen, die eine kostengünstige Alternative zu Fonds darstellen können. Die Wertentwicklung eines Aktienindex wird von Indexzertifikaten im Optimalfall 1:1 nachgebildet, woran Anleger teilhaben. In einem Index sind immer mehrere Einzeltitel enthalten. Kapitalanleger investieren über Indexzertifikate daher immer in mehrere Wertpapiere und Aktien. Dividenden werden jedoch nicht ausgezahlt. Da die Zusammensetzung des Index in der Regel bekannt ist, sind auch Chancen, Risiken und Preise des Indexzertifikats transparent und nachvollziehbar.

In Indexzertifikate kann zur Umsetzung kurzfristiger Strategien und auch zur langfristigen Anlage investiert werden. Über Indexzertifikate erhalten Kapitalanleger Zugang zu inländischen und ausländischen Märkten, verschiedenen Anlagethemen und einzelnen Sektoren. Indexzertifikate auf große nationale oder internationale Indizes werden häufig ohne Verwaltungsentgelte angeboten.

Die Entscheidung für die Anlage in ein Indexzertifikat fällt meist dann, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Kurs des jeweiligen Index ansteigt. Da das Indexzertifikat 1:1 am Basiswert partizipiert, kann in diesen Fällen auch mit einer Wertsteigerung gerechnet werden. Die Zertifikate werden häufig ohne Laufzeitbegrenzung ausgegeben, was das Investment flexibel gestaltet. Zu den weiteren Vorteilen von Indexzertifikaten gehört die einfache Markteinbindung. Mit nur einem Indexzertifikat können Kapitalanleger auf breit gestreute Indizes setzen und von deren Wertentwicklung profitieren.

Ein Nachteil von Indexzertifikaten könnte sich dann entwickeln, wenn der Basiswert fällt. In einer schlechten Börsenphase bzw. Baisse machen sich Kurzverluste naturgemäß auch bei Indexzertifikaten bemerkbar. Gleiches gilt für die Wechselkursentwicklung bei Anlagen in ausländische Indizes. Soll das Risiko von Auf- und Abwertung zwischen Heimatwährung und Investitionswährung ausgeschlossen werden, kann auf währungsgesicherte Indexzertifikate zurückgegriffen werden, bei denen die Wechselkursrelation auf 1:1 fixiert wird. Hierfür wird jedoch häufig eine Gebühr auf den Zertifikatpreis aufgeschlagen.

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Individualvereinbarung

Der Begriff der Individualvereinbarung stammt aus dem deutschen AGB-Recht, also dem Recht über Allgemeine Geschäftsbedingungen. Individualvereinbarungen beinhalten Regelungen, die beide Vertragsparteien stillschweigend oder ausdrücklich ausgehandelt haben. Die Individualvereinbarung grenzt sich insofern von AGBs ab, da bei diesen nur eine Partei die Bedingungen vorgibt.

Gesetzlich erwähnt werden Individualvereinbarungen in § 305 b BGB, wonach individuellen Vereinbarungen den AGBs gegenüber Vorrang eingeräumt wird. Individualvereinbarungen müssen und sollten in Schriftform getroffen werden, da sie „individuelle“ Regelungen enthalten, die von der Norm abweichen.

Eine Individualvereinbarung wird häufig als Haftungsvereinbarung geschlossen. Durch die Individualvereinbarung kann eine Haftungsbegrenzung formuliert werden, um im Haftungsfall potenziell entstehende Schadensersatzansprüche zu beschränken. Auch lässt sich durch eine Individualvereinbarung die Haftungsbegrenzung ausdehnen, wenn es um fahrlässiges Verhalten geht. Individualvereinbarungen dieser Art werden oft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und ähnlich beratenden Berufsgruppen mit einem hohen Berufsrisiko vereinbart. Sie dienen der Risikominimierung und der Begrenzung von Regressansprüchen.

Eine besondere Bedeutung kommt der Individualvereinbarung daher auch im Versicherungswesen zu. Versicherungsverträge werden in Deutschland als privatrechtliche Verträge geschlossen. Wegen ihrer enormen volkswirtschaftlichen Bedeutung wurde im Jahr 1908 das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) eingeführt. Das VVG gilt als Spezialnorm mit Vorrang vor den Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Bestimmungen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) werden nach wie vor im BGB geregelt.

Über die gesetzlichen Regelungen hinaus haben die für den jeweiligen Versicherungsvertrag geltenden Versicherungsvertragsbestimmungen eine zentrale Bedeutung. Die Vertragsbestimmungen werden im Versicherungsschein dokumentiert. Bei diesen Versicherungsbedingungen können auch AGB oder eben Individualvereinbarungen von Bedeutung sein.

Unterschieden wird zwischen dem Oberbegriff der Versicherungsbedingungen, AGBs als allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) sowie Individualvereinbarungen als besondere Versicherungsbedingungen (BVB). Unter die BVB fallen die im Vertrag geschlossenen Individualvereinbarungen. Zu beachten ist hierbei, dass aus rechtlicher Sicht die BVB den AVB vorgelagert sind. Die Individualvereinbarung halt also Vorrang vor den allgemeinen Versicherungsbedingungen. Ein Beispiel: Steht in den AVBs einer Unfallversicherung, dass alle Arten von Unfällen abgedeckt werden, obwohl die BVB jedoch die Individualvereinbarung enthält, dass auf Extremsport beruhende Unfälle von der Deckung ausgeschlossen werden, so hat diese Regelung Vorrang.

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Synonyme - Haftungsvereinbarung
Inflation

Der Begriff der Inflation fällt häufig dann, wenn es um die Entwicklung von Preisen geht. Eigentlich sind Preisschwankungen nicht ungewöhnlich. Steigen aber die Preise für Dienstleistungen und Waren anhaltend an, wird von einer Inflation oder einer Teuerung gesprochen. Bei einer Inflation haben Verbraucher das Gefühl, dass sich der Wert des Geldes reduziert. Sie können für ihr Geld weniger kaufen als zuvor. Im Fachjargon ist dann von einer abnehmenden Kaufkraft oder einer Geldentwertung die Rede.

Den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus bei einer Inflation spüren Verbraucher dadurch, dass sie mehr Geld für Waren oder Dienstleistungen ausgeben müssen. Die Preise erscheinen teuer; geradezu aufgebläht. Der Begriff der Inflation stammt vom lateinischen Wort „inflare“, was mit aufgebläht übersetzt werden kann. 

Eine Inflation entsteht bei kontinuierlichem Anstieg der Verbraucherpreise. Unterschieden wird dabei zwischen einer Angebotsinflation und einer Nachfrageinflation. Eine Angebotsinflation wird durch Unternehmen durch Preiserhöhungen forciert. Die Erhöhung der Preise erfolgt zur Gewinnsteigerung oder zur Weitergabe gestiegener Eigenkosten an Endkunden bzw. Verbraucher. Die Nachfrageinflation entsteht durch das Kaufverhalten der Verbraucher. Es werden so viele Waren und Dienstleistungen erworben, dass das Angebotsportfolio nicht ausreicht. Diese Inflation wird also durch die Nachfrage angetrieben. Wird das Angebot knapp, können Anbieter schlicht mehr Geld und Lohn verlangen.

Beeinflusst wird der Verlauf einer Inflation durch die Geldmenge. Je mehr Geld im Umlauf ist, desto weniger ist sein Wert und desto höher fallen die Preise aus. Steigt die Geldmenge, steigt demnach auch das Preisniveau. Die im Umlauf befindliche Geldmenge wird durch die Noten- und Zentralbanken kontrolliert. Im europäischen Raum obliegt diese Kontrolle der EZB, also der Europäischen Zentralbank. Die EZB verfügt über Mechanismen, die die Geldmenge steigen oder sinken lässt. Als Wächterin der Inflation soll die EZB für Geldstabilität und Wirtschaftswachstum Sorge tragen. Zu diesem Zweck sieht die EZB eine Inflationsrate von unter 2 % im Jahr vor. Wird dieser Wert dauerhaft überstiegen, verlieren Verbraucher das Vertrauen in den Euro als Währung, was wiederum der Volkswirtschaft schadet.

Das Gegenteil einer Inflation ist eine Deflation. Bei einer Deflation sinken die Preise dauerhaft. Verbraucher und Unternehmen schieben Ausgaben und Investitionen auf, worunter Anbieter leiden, die ihre Waren und Dienstleistungen nicht mehr verkaufen können. Dies hat Entlassungen zur Folge. Arbeitslose Menschen kaufen wiederum weniger ein, da sie wegen Wegfall des Arbeitsentgeltes sparen müssen. Diese Abwärtsspirale wird volkswirtschaftlich noch kritischer betrachtet als eine Inflation.

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Synonyme - Geldentwertung
Informationspflichten nach VVG

Versicherungsgesellschaften sind nach der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen, kurz VVG-InfoV, zur umfangreichen Information von Versicherungsnehmern verpflichtet.

Versicherungen müssen sowohl Interessenten als auch Versicherungsnehmer nach den Informationspflichten beraten und informieren. Die Gesellschaft muss Versicherungsnehmer im Rahmen der Beratung nach individuellen Wünschen und Bedürfnissen fragen. Erteilte Ratschläge müssen begründet und dokumentiert werden, damit eine Übermittlung in Textform vor Abschluss eines Versicherungsvertrages erfolgen kann. Mündliche Abreden sind nur in Ausnahmefällen zulässig.

Die Informationspflichten sind u.a. in § 7 VVG geregelt. Informiert werden muss der Versicherungsnehmer generell vor Abschluss eines Vertrages. Vorab müssen dem Versicherungsnehmer die Vertragsbestimmungen inklusive der AVBs (Allgemeine Versicherungsbedingungen) sowie die Auskünfte für alle Versicherungssparten und Versicherungszweige nach der Rechtsverordnung der VVG-Info übermittelt werden. Die Anforderungen sind in 20 Ziffern aufgeteilt und sehr umfangreich.

Zusätzlich zu allen vorerwähnten Informationen muss dem Versicherungsnehmer ein Produktinformationsblatt vorgelegt werden. Die Einhaltung der Informationspflichten dient der detaillierten Aufklärung des Verbrauchers. Bezüglich der Informationspflichten gelten Sondervorschriften, falls ein Vertragsabschluss telefonisch oder über einen anderen Kommunikationskanal erfolgen soll.

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Synonyme - VVG-InfoV
Inhaltsversicherung

Eine Inhaltsversicherung oder Inventarversicherung sichert Schäden ab, die am Inhalt eines Gebäudes durch verschiedene Gefahren entstehen können. Abgesichert werden die finanziellen Folgen eines Schadens in Bezug auf Reparatur oder Wiederbeschaffung der zerstörten oder beschädigten Inhalte.

Inhaltsversicherungen empfehlen sich insbesondere für Unternehmen und Betriebe, die im handwerklichen oder industriellen Bereich mit wertvollen Werkzeugen, Maschinen und Materialien arbeiten oder aber Handelsbetriebe mit einem umfangreichen Lagerbestand aus Vorräten und Waren.

Je nach Versicherungsvertrag kann die Inhaltsversicherung die kaufmännische und technische Betriebseinrichtung inklusive aller Vorräte und Waren vor Einbruch, Feuer und Elementarschäden schützen. Bei Vereinbarung einer dynamischen Wertanpassung entspricht die jeweilige Entschädigungssumme dem Neuanschaffungspreis. Unter den Versicherungsschutz fallen alle beweglichen Sachen, sofern der Versicherungsnehmer deren Eigentümer ist, sowie diverse Gebrauchsgegenstände der Mitarbeiter. Auch Sachen von Kunden, die sich zur Reparatur oder Bearbeitung in der Obhut des Versicherungsnehmers befinden, können über die Inhaltsversicherung versichert werden.

In den Leistungsumfang einer Inhaltsversicherung gehören je nach Vertrag und Tarif Risiken wie Feuer, Leitungswasser (Rohrbruch, Wasserschäden), Hagel, Sturm, Einbruchdiebstahl (inklusive Vandalismus), Elementarschäden durch Überschwemmungen oder Erdbeben usw., innere Unruhen, Aussperrung, Streik, Rauch, Fahrzeuganprall, Überschalldruckwellen und weitere Gefahren. Der Versicherungsschutz erstreckt sich über den Inhalt und das Inventar am Versicherungsort; also die im Versicherungsschein näher beschriebenen Geschäfts- und Lagerräume.

Kostenfrei mitversichert werden können grob fahrlässig verursachte Schäden, Ausstellungswaren, Schilder, geliehene bzw. gemietete Sachen und Eigentum von Gästen in Betrieben mit Beherbergung. Für die jeweiligen Risiken gelten in der Inhaltsversicherung verschiedene Besonderheiten, weshalb die Versicherungsbedingungen vor Abschluss eines Vertrages detailliert geprüft werden sollten.

Wichtig ist, dass die richtige Versicherungssumme bei der Inhaltsversicherung vereinbart wird. Die Versicherungssumme muss den kompletten Inhalt bzw. das Inventar abdecken. Anhand der Versicherungssumme wird auch der Beitrag ermittelt.

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Synonyme - Geschäftsinhaltsversicherung ,Betriebsinhaltsversicherung
Innenhaftung

Die Innenhaftung ist ein wichtiger Begriff im Bereich der D & O-Versicherungen. D & O-Versicherung steht als Abkürzung für Directors-and-Officers-Versicherung, was einer Organ- und Manager-Haftpflichtversicherung gleichkommt. Es handelt sich bei einer D & O-Versicherung um eine Art Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die Unternehmen für ihre leitenden Angestellten und Organe abschließen kann. D & O-Versicherungen werden zugunsten Dritter abgeschlossen und stellen Manager und Organe eines Unternehmens unter Schutz; nicht aber das Unternehmen selbst. Der Versicherungsschutz umfasst u.a. Pflichtverletzungen.

Die Innenhaftung spielt eine Rolle, wenn es um die Haftung von Organen innerhalb eines Unternehmens geht. Zu den Organen gehören beispielsweise Unternehmensleiter, Geschäftsführer, Vorstände und Manager. Sofern ein Organ in seiner Funktion eine Pflicht bei der Ausübung seiner Tätigkeit verletzt, so kann unter Umständen das eigene Unternehmen Schadensersatzansprüche geltend machen. Innenhaftung bedeutet also, dass ein leitender Angestellter, der seine Pflichten verletzt hat, vom eigenen Unternehmen haftbar gemacht werden kann. Dies erfolgt aufgrund der gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen für Vermögensschäden. Mehr als zwei Drittel aller derartig gelagerter Fälle betreffen die Innenhaftung.

Bei Schäden im Rahmen der Innenhaftung gilt das Prinzip der Beweislastumkehr. Ist eine Pflichtverletzung strittig und ungeklärt, so muss das jeweilige Organ nachweisen, dass keine Pflichten verletzt wurden und die Ausübung der Tätigkeit mit Sorgfalt geschehen ist. Grundsätzlich werden bei Pflichtverletzungen, die in einer Innenhaftung münden, in Organisations- , Auswahl- und Überwachungsverschulden unterteilt.

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Innenverhältnis

Das Innenverhältnis ist aus versicherungstechnischer Sicht ein wichtiger Begriff im Bereich der D & O Versicherungen. D & O steht dabei als Abkürzung für Directors-and-Officers, was einer Organ- und Manager-Haftpflichtversicherung ähnelt. D & O-Versicherungen sind Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen, die Unternehmen für Manager, Organe und leitende Angestellte zugunsten Dritter abschließen. Versichert werden Manager und Organe, nicht aber das betreffende Unternehmen. Der Versicherungsschutz bezieht sich in der Regel auf Pflichtverletzungen.

Führungskräfte können durch Fehlentscheidungen und Pflichtverletzungen nicht nur von Dritten haftbar gemacht werden (Außenhaftung), sondern auch im Innenverhältnis. Schadensersatzansprüche, die im Rahmen der D & O-Versicherung einem Innenverhältnis zugerechnet werden, werden vom Aufsichtsgremium, der Gesellschafterversammlung oder der Unternehmensführung des Unternehmens selbst geltend gemacht. Wird ein Unternehmen von mehreren Geschäftsführern geleitet, so kommt auch eine Gesamtschuldnerhaftung in Betracht. So kann es geschehen, dass die Anzahl der Schadensersatzforderungen an das Unternehmen an die jeweiligen Geschäftsführer oder anderweitig Verantwortlichen des Unternehmens im Innenverhältnis weitergeleitet werden.

Eine D & O-Versicherung kann im Innenverhältnis von Schadensersatzansprüchen freistellen, die ein Unternehmen gegenüber einem seiner Organe aufgrund einer Pflichtverletzung geltend machen könnten. Durch die Absicherung im Innenverhältnis kann die Entscheidungs- und Handlungsfreiheit der Führungsebene abgesichert werden. Die Organe reduzieren das Risiko, durch die Haftung im Innenverhältnis auch mit ihrem Privatvermögen haften zu müssen.

D & O-Versicherungen können im Innenverhältnis auch eine Rechtsschutzfunktion beinhalten, die alle Verfahrenskosten übernimmt. Des Weiteren können eine Rückwärtsdeckung, eine Absicherung von Fahrlässigkeit und ein Strafrechtsschutz auch für Schäden im Innenverhältnis vereinbart werden.

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Innere Unruhen

Bei inneren Unruhen gerät ein zahlenmäßig nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung in Bewegung und stört durch Gewalt gegenüber Personen und/oder Sachen die öffentliche Ordnung und Ruhe. Ein extremes Beispiel für innere Unruhe ist ein Bürgerkrieg, wobei innere Unruhen strafrechtlich dem Landesfriedensbruch ähneln. Für Sach- und Personenschäden besteht im Fall von inneren Unruhen in der Regel kein Versicherungsschutz durch Sachversicherungen. Ausgenommen hiervon sind häufig Versicherungsverträge von Handelsunternehmen mit Filialen, die sich gegen böswillige Beschädigungen und Ausschreitungen im Rahmen von inneren Unruhen absichern.

Innere Unruhen betreffen die innere Sicherheit. Kriege, Ausschreitungen, Demonstrationen oder andere Aktionen, die die öffentliche Ordnung stören, zählen ebenfalls zu inneren Unruhen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass es sich dabei um Menschenansammlungen oder Menschenmassen handelt, die Schäden an Personen oder Sachen verursachen. Entstehen Schäden durch Versammlungen oder Ausschreitungen von überschaubaren Menschengruppen, fallen diese in der Regel unter Vandalismus.

Bei Haftpflichtversicherungen werden Schäden, die durch innere Unruhen entstanden sind, grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings bieten einige Wohngebäudeversicherungen und Inhaltsversicherungen einen entsprechenden Schutz an. Auf innere Unruhen basierende Schäden können auch im Rahmen einer Extended-Coverage-Versicherung als politisches Risiko eingeschlossen werden.

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