Fachbegriffe-Versicherungen

Innere Unruhen

BegriffDefinition
Innere Unruhen

Bei inneren Unruhen gerät ein zahlenmäßig nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung in Bewegung und stört durch Gewalt gegenüber Personen und/oder Sachen die öffentliche Ordnung und Ruhe. Ein extremes Beispiel für innere Unruhe ist ein Bürgerkrieg, wobei innere Unruhen strafrechtlich dem Landesfriedensbruch ähneln. Für Sach- und Personenschäden besteht im Fall von inneren Unruhen in der Regel kein Versicherungsschutz durch Sachversicherungen. Ausgenommen hiervon sind häufig Versicherungsverträge von Handelsunternehmen mit Filialen, die sich gegen böswillige Beschädigungen und Ausschreitungen im Rahmen von inneren Unruhen absichern.

Innere Unruhen betreffen die innere Sicherheit. Kriege, Ausschreitungen, Demonstrationen oder andere Aktionen, die die öffentliche Ordnung stören, zählen ebenfalls zu inneren Unruhen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass es sich dabei um Menschenansammlungen oder Menschenmassen handelt, die Schäden an Personen oder Sachen verursachen. Entstehen Schäden durch Versammlungen oder Ausschreitungen von überschaubaren Menschengruppen, fallen diese in der Regel unter Vandalismus.

Bei Haftpflichtversicherungen werden Schäden, die durch innere Unruhen entstanden sind, grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings bieten einige Wohngebäudeversicherungen und Inhaltsversicherungen einen entsprechenden Schutz an. Auf innere Unruhen basierende Schäden können auch im Rahmen einer Extended-Coverage-Versicherung als politisches Risiko eingeschlossen werden.

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