Fachbegriffe-Versicherungen

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  1. RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Telefon: 039203-518661
    Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG. Albrechtstraße 116, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340-2301654
    Ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Haftpflichtprozess

Das mit HPflG abgekürzte Haftpflichtgesetz regelt die Haftung in Bezug auf Schadensereignisse, die im Zusammenhang mit gefährlichen Tätigkeiten und Unternehmen geschehen können. Im Haftpflichtgesetz wird die Haftung in Teilen als Gefährdungshaftung ausgelegt, was im Regelfall kein schuldhaftes Verhalten erfordert.

Ein Haftpflichtprozess hat in erster Linie den Sinn und Zweck, das Haftungsverhältnis zu klären. Des Weiteren haben die Feststellungen aus dem Haftpflichtprozess einen entscheidenden Einfluss auf den Deckungsprozess. Im Haftpflichtprozess wird die Bindungswirkung für Klageverfahren von Versicherungsnehmern gegen ihre Versicherungsgesellschaft festgestellt. Im Deckungsprozess wird ermittelt, ob dem Versicherungsnehmer oder einer mitversicherten Person für ein Schadensereignis Versicherungsschutz gewährt werden muss.

Haftpflichtprozesse können sich auch mit dem Grund und der Höhe des Haftpflichtanspruches beschäftigen. Klagende Partei im Haftpflichtprozess ist in der Regel der Geschädigte, sofern sein Anspruch nicht auf einen Dritten übertragen worden ist. Die beklagte Partei ist demnach dann der Verursacher des jeweiligen Schadens. Verursachen Kinder einen solchen Schaden, kann sich der Haftpflichtprozess auch wegen einer Aufsichtspflichtverletzung gegen die Eltern oder Erziehungsberechtigten richten.

Darüber hinaus werden im Haftpflichtprozess Feststellungen zu Haftungsgrundlagen, Mitverschulden, Personen- oder Sachschäden, Schmerzensgeldern, Schadensersatz, Vorteilsausgleichen, Haftungsausschlüssen, Ausgleichsansprüchen und vielen weiteren Details getroffen.

Haftpflichtprozesse nehmen allein im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung nach Verkehrsunfällen einen Großteil der Zivilverfahren vor deutschen Gerichten ein.

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Haftpflichtversicherung

Haftpflichtversicherungen fallen in den Bereich der Schadensversicherungen. Bei einer Haftpflichtversicherung verpflichtet sich die Versicherungsgesellschaft, ihren Versicherungsnehmer von Ansprüchen freizustellen, die durch einen Dritten geltend gemacht werden und in den Verantwortlichkeitsbereich des Versicherungsnehmers fallen. Einfach erklärt ist eine Haftpflicht die Pflicht, für selbst verursachte Schäden am Eigentum anderer oder für Personenschäden an anderen zu haften. In vielen Fällen erstattet die Haftpflichtversicherung Schadensersatz und Schmerzensgeld. Des Weiteren verpflichtet sich eine Haftpflichtversicherung aber auch, unbegründete Ansprüche abzuweisen. Vorsätzlich herbeigeführte Schäden übernimmt auch die Haftpflichtversicherung nicht. Bei grob fahrlässig herbeigeführten Schäden richtet sich die Haftungsfrage nach dem Einzelfall.

Für nahezu alle Fälle, in denen Menschen in die Situation geraten könnten, Schadensersatz an einen Dritten leisten zu müssen, kann eine Haftpflichtversicherung sinnvoll sein. Die Haftpflichtversicherung erstattet dem Geschädigten den Schaden, der durch den Versicherungsnehmer an seinem Besitz entstanden ist. Kommt beispielsweise bei Verkehrsunfällen im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung noch ein Personenschaden hinzu, erstattet die Versicherungsgesellschaft zusätzlich auch Schmerzensgeld. Vor der eigentlichen Schadensabwicklung überprüft jede Haftpflichtversicherung zunächst, ob der Anspruch, der gegen den Versicherungsnehmer geltend gemacht wurde, berechtigt ist. Unberechtigte Ansprüche werden zurückgewiesen und der Versicherungsnehmer damit unter (Rechts-)Schutz gestellt.

Haftpflichtversicherungen können verschiedene Bereiche absichern.

Zu den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherungen gehören die

Die gesetzliche Verpflichtung hat in diesen Fällen den Hintergrund, dass das Unfallrisiko mit Kraftfahrzeugen und Waffen besonders hoch ist und der Gesetzgeber hier eine Schutzwirkung für Schadenverursacher und Geschädigte vorsieht. Berufshaftpflichtversicherungen gelten für Berufe mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko, was beispielsweise für Ärzte, Rechtsanwälte und Notare gilt. Andere Haftpflichtversicherungen sind hingegen freiwillig.

Materielle Schäden der anderen Art werden von Privathaftpflichtversicherungen abgedeckt, die im Alltag entstehen können. Über die Betriebshaftpflichtversicherung lassen sich wiederum industrielle, gewerbliche und berufliche Risiken abdecken. Darüber hinaus werden noch

  • Tierhalterhaftpflichtversicherungen (Hunde und Pferde),
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherungen,
  • Gewässerschadenhaftpflichtversicherungen,
  • Wassersporthaftpflichtversicherungen,
  • Bauherrenhaftpflichtversicherungen

und weitere spezielle Versicherungssparten angeboten. 

Haftpflichtversicherungen werden in der Regel für die Versicherungsdauer von einem oder mehreren Jahren abgeschlossen. Der Versicherungsvertrag verlängert sich automatisch, sofern nicht fristgerecht vor Ablauf der Vertragslaufzeit eine Kündigung ausgesprochen wird. Bei einem Großteil der Haftpflichtversicherer beträgt die Kündigungsfrist drei Monate vor Ablauf des Versicherungsvertrages.

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Haftstrecke

Bei der Haftstrecke handelt es sich um einen Begriff aus dem Bereich der Rückversicherungen; genauer der häufig mit „XL“ abgekürzten Schadenexzedentenrückversicherungen.

Durch eine Rückversicherung wird ein Teil der von einer Versicherungsgesellschaft gegenüber seinem Versicherungsnehmer übernommenen Risiken und Gefahren auf eine zweite Versicherungsgesellschaft abgewälzt. Gründe für den Abschluss einer Rückversicherung ist in der Regel der Transfer von Risiken; beispielsweise wegen der Häufung von zufälligen Schäden, übermäßig vielen Schäden aus einem bestimmten Ereignis oder zur Absicherung von umfangreichen Schäden bei besonders hohen Risiken.

Unterschieden wird zwischen nichtproportionalen und proportionalen Versicherungen, bei denen eine anteilige Quote rückversichert wird. Bei nichtproportionalen Versicherungen orientiert sich die Rückversicherungssumme am tatsächlichen Schaden, also am Schadensexzedenten. Bei Schadensexzedenten werden Schadensgrenzen nach Priorität und Höhe der maximal vom Rückversicherer zu übernehmenden Leistung im Entschädigungsfall vereinbart. Diese von der Rückversicherungsgesellschaft maximal zu übernehmende Entschädigung wird Haftstrecke genannt.

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Haftungsdach

Das Haftungsdach ist der Begriff für einen Ausnahmetatbestand aus der im KWG (Kreditwesengesetz) geregelten Bankenaufsicht. Nach § 2 Abs. 10 S. 1 KWG müssen Unternehmen, die keine Bankgeschäfte betreiben und im Rahmen von Finanzdienstleistungen nur Anlagen und Abschlüsse vermitteln, ihre Geschäfte ausnahmslos auf Rechnung für inländisch ansässige oder im Inland tätige Kreditinstitute bzw. Wertpapierhändler erbringen, die dafür auch die Haftung übernehmen. Derart vertraglich gebundene Vermittler benötigen dann keine Erlaubnis der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), wenn das haftende Institut dies der BaFin anzeigt. Aus zivilrechtlicher Sicht werden dann die Tätigkeiten des Vermittlers dem jeweils haftenden Institut zugerechnet.

Über die unter das vorbeschriebene Haftungsdach fallenden Vermittler führt die BaFin ein öffentliches Register, das sowohl das haftende Institut als auch Informationen zum Vermittler und der Haftungsdauer ausweist. Einträge in dieses Register können nur von den haftenden Instituten selbst vorgenommen werden.

Mit Einführung der Finanzmarktrichtlinie im Jahr 2007 wurde bei den Regelungen zum Haftungsdach die bisher erlaubnisfreie Anlageberatung in eine Finanzdienstleistung umgewandelt, die von einer Erlaubnis abhängig ist. Das Haftungsdach gilt als Rechtsträger für Berater und Unternehmen im Bereich der Kapitalanlage, die über keine eigene Zulassung verfügen. Dadurch fungiert beispielsweise ein Anlageberater als Vermittler, der vertraglich an ein zugelassenes Institut gebunden ist. Das Haftungsdach hat die Pflicht, die entsprechenden Anlageberater zu kontrollieren und zu beaufsichtigen. Haftungsdächer entlasten ihre vermittelnden Berater durch die Übernahme von organisatorischen und administrativen Aufgaben. Im Gegenzug dafür bekommt das Haftungsdach entsprechende Provisionen, die in Teilen dann wiederum an den Anlageberater weitergeleitet werden. Selbst wenn der Anlageberater selbstständig tätig ist, tritt er gegenüber dem jeweiligen Kunden wie ein Angestellter auf.

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Haftungsverhältnis

Das deutsche Haftungsrecht beschreibt mit der Verschuldenshaftung, der Gefährdungshaftung und der Vertragshaftung grundsätzlich drei Haftungsarten, die auf viele rechtliche, wirtschaftliche und versicherungstechnische Abläufe Einfluss nehmen.

Die Verschuldenshaftung beschäftigt sich mit dem schuldhaften Verhalten eines Schädigers, der durch widerrechtliches Handeln ein Rechtsgut verletzt hat. Voraussetzung hierfür ist die Deliktfähigkeit des Schädigers sowie ein Kausalzusammenhang zwischen der Handlung und dem Schaden. Bei der Gefährdungshaftung wird nicht auf „Schuld“ abgezielt, sondern allein aus dem Betrieb oder Besitz einer mit Risiken behafteten Sache wie etwa einem Fahrzeug oder einer Maschine. Die Vertragshaftung hat wiederum Haftungsverhältnisse aus gültigen und bestehenden Vertragsverhältnissen zwischen der schädigenden und der geschädigten Partei zum Inhalt. Voraussetzung für eine Vertragshaftung ist eine mangelhafte oder ausbleibende Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen. Zu jeder einzelnen Haftungsart werden Versicherungsprodukte angeboten, bei denen sich der Versicherungsschutz häufig auf vorab festgelegte Versicherungssummen beschränkt.

Beim Verhältnis zwischen Versicherungsnehmern sowie mitversicherten Personen und dem geschädigten Dritten wird vom Haftungsverhältnis gesprochen. Das Verhältnis zwischen der Versicherungsgesellschaft und dem Versicherungsnehmer ist hingegen als Deckungsverhältnis bekannt. Ein Versicherungsnehmer haftet gegenüber einem Geschädigten in unbegrenzter Höhe. Eine Versicherungsgesellschaft deckt jedoch nur Schäden bis zum Erreichen einer bestimmten Versicherungssumme ab. Versicherungsnehmer haften auch für vorsätzlich begangene Schädigungen. Haftpflichtversicherungen schließen für Vorsatz eine Deckung aus. Nicht zuletzt haben Versicherungsnehmer für bestimmte Schadenfolgen zu haften, die durch eine Versicherungsgesellschaft wegen der vereinbarten Ausschlüsse nicht abgedeckt werden können.

Auch im betriebswirtschaftlichen Bereich und insbesondere bei der Bilanzierung haben Haftungsverhältnisse einen entscheidenden Einfluss. Sie sind als Verpflichtung zu verstehen, die ab Bilanzstichtag zum Jahresabschluss bereits bekannt sind, aber nicht mit ihrer Inanspruchnahme gerechnet werden muss. Haftungsverhältnisse werden nicht auf der Passiva ausgewiesen. Erfolgt in der Bilanz eine Passivierung, so geschieht dies als Rückstellung oder Verbindlichkeit. Haftungsverhältnisse in diesem Sinne betreffen Verpflichtungen aus Wechseln, Bürgschaften, Gewährleistungsverträgen und Beteiligungen.

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Hagel

Bei Hagel handelt es sich um Niederschlag, der aus gefrorenem Wasser besteht. Von Eishagel oder Hagel wird gesprochen, wenn die einzelnen Hagelkörner einen Durchmesser von mindestens 0,5 cm vorweisen. Kleinere, feste und gefrorene Niederschlags-Partikel werden Graupel genannt. Noch kleinere, halbfeste und eher einer Schneeflocke ähnelnde Partikel gehören hingegen zu den Grieseln.

Hagel entsteht im Bereich von Gewitterzellen. Unterkühltes Wasser kann in sehr wasserreichen Gewitterwolken zu Eis gefrieren. Entscheidenden Einfluss an der Bildung von Hagel hat neben der Temperatur auch die Luftströmung. Durch einen Aufwind verbleibt das Wasser länger in der Wolke und erhält mehr Gelegenheit zum Gefrieren. Ohne diesen Aufwind würde die Schwerkraft dafür Sorge tragen, dass sich das Wasser schneller aus der Wolke befreit und zu Boden fällt.

Durch die unterschiedlich starken Luftströmungen im Bereich einer Gewitterwolke wird Hagel angehoben, fällt in tiefere Schichten, nimmt dort noch mehr Wasser auf und wird durch Aufwind wieder nach oben befördert. Dies geschieht so lange, bis ein Hagelkorn zu schwer ist, um noch vom Wind getragen werden zu können. Dann verlassen die Hagelkörner als Niederschlag die Wolken. Die Größe von Hagelkörnern erlaubt deshalb auch Rückschlüsse auf die Windstärke.

Mit einem Durchmesser von etwa 20 cm und einem Gewicht von 875 Gramm wurde im Jahr 2010 in den USA das bisher größte Hagelkorn dokumentiert. In Deutschland fiel im Jahr 2013 mit einer Geschwindigkeit von 186 km/h ein Hagelkorn mit einem Durchmesser von 14,1 cm zu Boden. Hagelschauer können große Schäden an Personen, Tieren, Pflanzen, Fahrzeugen und Gebäuden verursachen. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen ist dem Hagel schutzlos ausgeliefert, was schon enorme Ernteschäden verursacht hat. Des Weiteren kann Hagel auch Bäume schädigen und den Waldbestand gefährden.

Hagelversicherungen gehören zu den Schadenversicherungen, die finanzielle Risiken durch Hagelschäden absichern. Auch Wohngebäudeversicherungen übernehmen in der Regel Schäden durch Hagel. Bei Hagelschäden an Fahrzeugen müssen sich Fahrzeughalter an ihre Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung wenden.

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Hagelschaden

In der Gewittersaison im Sommer kommt es häufig zu starken Niederschlägen, die auch Hagel beinhalten können. Die gefrorenen und harten Hagelkörner sind in der Lage, Fahrzeuge, Gebäude, landwirtschaftliche Flächen, Tiere und Personen zu beschädigen bzw. zu verletzen, wobei dann von einem Hagelschaden die Rede ist. Schon ab einer Korngröße zwischen 1 und 2 cm gilt Hagel als gefährlich. Im Versicherungswesen ist insbesondere ein Hagelschaden an Fahrzeugen oder Gebäuden von Bedeutung.

Wenn es draußen hagelt, sollten Fahrzeuge und andere gefährdete Sachen möglichst untergestellt oder abgedeckt werden, ohne jedoch eigene Gefährdungen hervorzurufen. Sollte es während der Fahrt zu einem Hagelschauer kommen, kann nach Möglichkeit nach einem Unterstellplatz Ausschau gehalten werden. Ist dies nicht möglich, muss Ruhe bewahrt und abgewartet werden. In der Praxis hat es sich bewährt, während des Hagelschauers bei stehendem Fahrzeug Videos oder Fotos zu machen, um der Versicherungsgesellschaft später Beweise anbieten zu können.

Ein Hagelschaden am Auto muss unverzüglich der Kasko-Versicherung gemeldet werden. Allgemeine Unwetter- und Hagelschäden werden je nach Tarif über die Teilkasko- bzw. Vollkasko-Versicherung abgedeckt. Wurde nur eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, muss die Reparatur selbst bezahlt werden. Zu prüfen ist vor einer Reparatur, ob im Kasko-Versicherungsvertrag eine Werkstattbindung vereinbart worden ist. Bei einer Werkstattbindung schreibt die Versicherungsgesellschaft vor, in welcher Werkstatt das Fahrzeug repariert werden soll. Bei einer freien Werkstattwahl sollte darauf geachtet werden, dass sich die Werkstatt mit der Beseitigung von Hagelschäden auskennt.

Bei der Schadenmeldung eines Hagelschadens bei der Versicherung werden Informationen nach dem genauen Standort des Fahrzeuges und der Uhrzeit benötigt, damit die Niederschläge entsprechend gegengeprüft werden können. Es ist auch hilfreich, wenn der Versicherungsgesellschaft dokumentarisch Fotos vom Hagelschaden übermittelt werden können.  Bei Kaskoschäden obliegt es der Versicherungsgesellschaft, einen Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens zu beauftragen. Nach der Begutachtung übermittelt der Sachverständige der Versicherungsgesellschaft ein Gutachten, das die gemeldeten Hagelschäden sowie die voraussichtliche Schadenhöhe umfasst.

Versicherungsnehmer haben regelmäßig die Wahl, ob sie den Hagelschaden reparieren lassen oder aber die Schadenssumme ausgezahlt erhalten wollen. Bei der Auszahlung der Schadenssumme weist die Versicherungsgesellschaft die Netto-Reparaturkosten an. Wird eine Rechnung über die Instandsetzung des Hagelschadens eingereicht, zahlt die Versicherungsgesellschaft bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Versicherungsnehmern anteilig auch die Mehrwertsteuer aus. Vereinbarte Selbstbeteiligungen werden auch bei der Regulierung von Hagelschäden abgezogen.

 

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Hakenlastversicherung

Bei einer Hakenlastversicherung handelt es sich um eine Schwergutversicherung bzw. Haftungsversicherung. Hakenlastversicherungen werden von Unternehmen aus dem Bereich Schwergut, Bergung und Abschleppdienst abgeschlossen. Die Versicherung schützt ihre Versicherungsnehmer vor Schadensersatzansprüchen, die bei der Beförderung von Gütern oder Fahrzeugen mit einem Kran bzw. Haken entstehen können. Der Versicherungsschutz der Hakenlastversicherung besteht für das Befördern, Abschleppen oder Bergen von fremden Gütern oder Fahrzeugen zum Zwecke der Rückführung. Mitversichert sind Ansprüche aus Verlust und Beschädigung sowie je nach Tarif auch Vermögensschäden.

Die Hakenlastversicherung schützt auch dann, wenn kein direktes Verschulden der Versicherungsnehmer vorgelegen hat. Nicht versichert sind jedoch Schäden die bewusst – also vorsätzlich – herbeigeführt wurden. Bei der Schadensregulierung erstattet die Hakenlastversicherung die Schäden und Kosten bis zur vertraglich vereinbarten Höchstentschädigungssumme. Zu den obligatorischen Ansprüchen zählen Kosten für die Feststellung des Schadens, Gebühren für Anwälte und Gerichte, Bergungskosten und zusätzliche Kosten für die Schadensabwendung oder Schadensminderung.

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Synonyme - Abschleppversicherung
Halbzwingende Vorschrift

Die wichtigste Rechtsgrundlage für alle Fragen in Bezug auf Versicherungen ist das VVG, also das Versicherungsvertragsgesetz. Generell gilt bei der Vereinbarung von Versicherungsverträgen Vertragsfreiheit, die sich auf den Inhalt und den Abschluss des Vertrages bezieht. Grundsätzlich ist es den Parteien demnach auch möglich, Vereinbarungen zu treffen, die von den Regelungen im VVG abweichen. Diese zulässigen Vereinbarungen werden abdingbare Bestimmungen genannt.

Die gänzlich freie Gestaltung von Versicherungsverträgen wird zum Schutz von Versicherungsnehmern durch die Regelungen im VVG jedoch in Teilen eingeschränkt. Die darin definierten zwingenden Vorschriften dürfen grundsätzlich von keiner Partei geändert werden. Dies gilt unabhängig davon, wer von der Veränderung der Vereinbarung einen Vorteil haben könnte.

Halbzwingende Vorschriften dürfen nur in den Fällen geändert werden, wenn sich daraus ein Vorteil für den Versicherungsnehmer ergibt. Halbzwingende Vorschriften liegen also dann vor, wenn das Gesetz zum Ausdruck bringt, dass die Versicherungsgesellschaft sich nicht auf eine der von der gesetzlichen Vorschrift abweichenden Vereinbarung berufen kann.

Verstößt eine Versicherungsgesellschaft gegen eine halbzwingende Vorschrift, so bleibt der Versicherungsvertrag zwar bestehen, aber an die Stelle der abweichenden Vereinbarung tritt dann die gesetzliche Regelung. Wird von der Versicherungsgesellschaft sogar gegen eine zwingende Vorschrift verstoßen, kann je nach der betreffenden Norm auch der gesamte Versicherungsvertrag nichtig sein. In anderen Fällen bleibt der Versicherungsvertrag bestehen, wobei nur die jeweilige Vereinbarung für nichtig erklärt wird.

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Handelsbestand

Die Finanzinstrumente von Kreditinstituten, die nicht zur Liquiditätsreserve oder zum Anlagebestand gehören, werden Finanzinstrumente im Handelsbestand genannt. Der Handelsbestand ist demnach eine Kategorie für die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten.

Entweder umfasst ein Handelsbestand Wertpapiere, die mit einer kurzfristigen Absicht der Veräußerung erworben worden sind oder aber als derivative Finanzinstrumente gelten. Im Handelsbestand können sich auch Wertpapiere befinden, die Teil eines gemeinschaftlichen Portfolios sind, durch das kurzfristige Gewinne vor dem Hintergrund von Kursschwankungen erzielt werden sollen.

Bei Versicherungsunternehmen kann entsprechend der Aufteilung von Kapitalanlagen gemäß der RechVersV (Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen) der Handelsbestand auf Aktien, Anlageklassen, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen sowie andere nicht-festverzinsliche sowie festverzinsliche Wertpapiere und Kapitalanlagen angewendet werden.

Banken müssen Finanzinstrumente im Handelsbestand zum Zeitwert abzüglich des Risikoabschlags bewerten. Die Positionen des bankaufsichtsrechtlichen Handelsbuches werden im KWG (Kreditwesengesetz) definiert. Grundsätzlich wird von einer Übereinstimmung von Handelsbestand und Handelsbuch ausgegangen. Der Handelsbestand dient Banken zur Erzielung eigener Handelsgewinne. Kurzfristige Wiederverkäufe von Wertpapieren oder Derivaten können wegen Marktpreisschwankungen oder Margen zwischen Ein- und Verkaufspreisen zu Gewinnen führen, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind.

In Bezug auf die kurzfristige Realisierung von Gewinnen stimmt der Handelsbestand nach der im HGB (Handelsgesetzbuch) verankerten Definition der Kategorie held for trading nach IFRS (International Financial Reporting Standards) überein. In Bezug auf Derivate gibt es jedoch Unterschiede.

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