Fachbegriffe-Versicherungen

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    Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG. Albrechtstraße 116, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340-2301654
    Ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

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Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
GAP Deckung

Die GAP Deckung, auch Differenzdeckung genannt, ist eine optionale Kfz-Zusatzversicherung zur Teil- oder Vollkaskoversicherung, die im Falle eines Schadens die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert eines Fahrzeuges übernimmt. Der Begriff „GAP“ steht dabei für „Guaranteed Asset Protection“ oder aber für die englische Bezeichnung von „Lücke“.

Die GAP Deckung ist auf die Absicherung von finanzierten oder geleasten Fahrzeugen ausgerichtet. Wird ein geleastes oder finanziertes Fahrzeug gestohlen oder erleidet einen Totalschaden, schließt die GAP Deckung die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert und den noch zur Zahlung ausstehenden Raten. Beim Wiederbeschaffungswert handelt es sich um den Wert, der zur Beschaffung eines gleichwertigen und ähnlich ausgestatteten Fahrzeuges aufgewendet werden muss. Insbesondere bei teureren Fahrzeugen ist der Wiederbeschaffungswert häufig niedriger als der Restwert. Der Restwert resultiert bei Leasingfahrzeugen aus den noch offenen Raten. Wird das Fahrzeug bei einem Unfall zum Totalschaden, müssen dennoch die offenen Raten ausgeglichen werden, sofern eine GAP Deckung nicht zusätzlich vereinbart worden ist. Eine GAP Deckung kann also eine sinnvolle Absicherung sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Neuwertentschädigung nach durchschnittlich zwei Jahren ab Erstzulassung ausläuft.

Lücken zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Restwert eines Fahrzeuges sind umso größer, desto „teurer“ das Fahrzeug geleast oder finanziert wurde. Deshalb empfiehlt sich eine Differenzdeckung insbesondere für Mittelklasse- und Oberklasse-Fahrzeuge. Bei einer Teilkasko mit GAP Deckung würde die Versicherungsgesellschaft bei Diebstahl eines Leasingfahrzeuges die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert übernehmen. Bei einem selbst verschuldeten Unfall würde nur eine Vollkasko mit GAP Deckung den kompletten Schaden übernehmen.

Sinnvoll ist eine zusätzliche GAP Deckung bei Leasingfahrzeugen, solange der Restwert den Wiederbeschaffungswert übersteigt.

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Synonyme - Differenzdeckung
Gebäudeversicherung

Bei der Gebäudeversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die ein im Versicherungsvertrag näher beschriebenes Gebäude, Nebengebäude oder eine Garage absichert. Die Gebäudeversicherung fällt unter die Sachversicherungen und wird grundsätzlich nur für Gebäude angewendet, die zu privaten (Wohn-) Zwecken genutzt werden. Für gewerblich sowie freiberuflich genutzte oder gemischt genutzte Gebäude müssen zusätzliche Einschlüsse vereinbart werden.

Durch die Gebäudeversicherung werden Schäden und Folgeschäden durch Brand, Leitungswasser, Hagel und Sturm abgesichert. Mit einer Zusatzvereinbarung lassen sich darüber hinaus Elementarschäden und Überspannungsschäden versichern.

Versichert werden mit der Gebäudeversicherung fest mit dem Boden verbundene Gebäude und Bestandteile, beispielsweise auf Maß eingebaute Einbauküchen. Gartenhütten und andere separate Gebäude müssen zusätzlich in den Vertrag eingeschlossen werden. Nicht mitversichert sind Zelte oder Wohnwagen, die nicht fest mit dem Boden verbunden sind. Je nach Versicherungsvertrag ist es auch möglich, Zubehör für das Gebäude wie etwa Heizungsmaterial mit in den Versicherungsschutz zu integrieren. Ausgenommen vom Versicherungsschutz sind in der Regel Photovoltaikanlagen, elektronisch gespeicherte Programme sowie Daten und von Mietern eingebaute Sachen, die durch eine Hausratversicherung seitens der Mieter abgesichert werden könnten.

Gebäudeversicherungen werden mit einer Dynamik abgeschlossen, die sich am gleitenden Neuwertfaktor und damit an der Wertentwicklung des Gebäudes orientiert. Versicherungsnehmer sind zur Vermeidung einer Unterversicherung zur Vereinbarung einer ausreichenden Versicherungssumme verpflichtet. Von einem ausreichenden Schutz kann ausgegangen werden, wenn Informationen von Bausachverständigen oder anerkannte Bestimmungsverfahren den Gebäudewert festgesetzt haben. Bei einer Neuwertversicherung erhält der Versicherungsnehmer bei einem Totalschaden den Zeitwert des Gebäudes. Eine Differenz zum Neuwert wird dem Versicherungsnehmer dann erstattet, wenn das Gebäude wieder aufgebaut wird.

Berücksichtigt für die Beurteilung von Risiken und Prämien werden Bauart, Bedachung, Ort, Nutzung und Ausstattung.

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Synonyme - Wohngebäudeversicherung
Gebündelte Versicherung

Im modernen Zeitalter können viele verschiedene Risiken durch eine Versicherung abgesichert werden. Häufig bieten Versicherungsgesellschaften zu diesem Zweck auch Verträge in Kombinationsform an. Neben der verbundenen Variante gehört auch die gebündelte Versicherung dazu.

Bei einer gebündelten Versicherung handelt es sich um mehrere eigenständige Versicherungen, die in einer Police „gebündelt“ werden. Häufig werden zum Beispiel Hausratversicherungen und Glasversicherungen in einer Versicherungspolice zusammengefasst, obwohl beide Verträge eigenständig bleiben. Der Versicherungsnehmer bekommt von der Versicherung zwar nur einen Versicherungsschein, aber dieser schlüsselt die Gefahren über mehrere rechtlich selbstständige Versicherungsverträge auf. Versicherungsnehmer entrichten bei der gebündelten Versicherung für jeden Vertrag eine entsprechende Prämie. Auch Kündigungen von einzelnen Versicherungen oder Auskopplungen einzelner Risiken aus dem Bündel sind möglich.

Das Gegenteil von einer gebündelten Versicherung ist eine kombinierte Versicherung, bei der mehrere Gefahren über einen einzelnen Versicherungsvertrag abgedeckt werden. Bei der kombinierten Versicherung müssen Versicherungsnehmer nur eine Prämie entrichten und erhalten auch nur einen Versicherungsschein. Im Gegensatz zur gebündelten Versicherung ist es bei der kombinierten Variante nicht möglich, einzelne Versicherungen zu kündigen. 

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Gefährdungshaftung

Im Regelfall wird ein Schadensersatz durch ein schuldhaftes Verhalten wie Vorsatz oder Fahrlässigkeit begründet. In bestimmten Fällen mit einer besonderen Gefährdung wird jedoch von dieser Regel abgewichen. Ein Schadensersatzanspruch besteht dann schon aus dem Grund, dass sich eine charakteristische Gefahr konkretisiert hat. Die Gefährdungshaftung ist demnach eine Schadensersatzpflicht, die kein Verschulden nach dem Prinzip der Verschuldenshaftung voraussetzt. Die Gefährdungshaftung beruht also darauf, dass bei einem erlaubten Verhalten unvermeidlich eine Gefährdung herbeigeführt wird.

Bestimmte Verhalten und Tätigkeiten werden von der Gesellschaft erlaubt, auch wenn sie mit Gefahren verbunden sind. Dies aus dem Grund, weil die Nützlichkeit dieser Tätigkeit Vorrang vor der Gefährdung hat. Hierzu gehört beispielsweise das Fahren eines Kraftfahrzeugs oder das Betreiben eines Kraftwerkes; auch wenn jeder weiß, dass diese Tätigkeiten gefährlich sein können. Kommt es auch ohne Verschulden des Fahrzeugführers oder Kraftwerkbetreibers zu einem Sach- oder Personenschaden, steht für diesen Schaden derjenige ein, der den Nutzen aus der Tätigkeit zieht. Die Gefährdungshaftung beruht also darauf, dass derjenige, der mit Erlaubnis eine gefährliche Tätigkeit ausübt und daraus einen Nutzen zieht, den Schaden übernehmen muss, den andere in diesem Zusammenhang erleiden.

Die Gefährdungshaftung betrifft u.a. die Haftung von Kraftfahrzeughaltern. Ein Fahrzeughalter hat Schäden zu ersetzen, die beim Betrieb seines Fahrzeuges entstanden sind. Dies auch dann, wenn er das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Unfalls gar nicht selbst gefahren ist. Bereits die Inbetriebnahme eines Kfz stellt ein Risiko dar, für das der Halter die Verantwortung zu übernehmen hat. Auch ohne Verschulden, beispielsweise durch das Platzen eines Reifens, lassen sich also Ansprüche aus der Gefährdungshaftung herleiten. 

Die Gefährdungshaftung bezieht sich auch auf Tierhalter. Im Rahmen der Tierhalterhaftung haften Tierhalter und Tieraufseher für entstandene Schäden, die durch das Tier an Mensch oder Sache entstanden sind. Zur Begründung der Ansprüche muss weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit vorliegen. Alleiniger Haftungsgrund ist die Möglichkeit, dass sich das Tier verwirklichen könnte.

Letztendlich kann die Gefährdungshaftung auch Hersteller von fehlerhaften Produkten treffen. Die Schäden, die wegen eines Produktfehlers entstehen, muss der Hersteller auch ohne eigenes Verschulden ausgleichen. Bei der Gefährdungshaftung kommt es also darauf an, dass ein Schaden deshalb entstanden ist, weil sich die dafür typische Gefahr verwirklicht hat.

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Gefahrerhöhung

Bei der Gefahrerhöhung handelt es sich um einen Begriff aus dem in §§ 23 ff. VVG geregelten Versicherungsvertragsrecht. Beschrieben werden mit der Gefahrerhöhung Umstände, die das Risiko bei einem Versicherungsfall nach Vertragsabschluss erhöhen. Sofern beispielsweise Veränderungen an einem Wohngebäude oder am Hausrat vorgenommen werden, müssen Versicherungsnehmer diese Umstände umgehend der jeweiligen Versicherung mitteilen. Dies, da Veränderungen häufig mit zusätzlichen Risiken einhergehen, die entsprechend abgesichert werden müssen.

Bei der Hausratversicherung kommen beispielsweise Wohnraumvergrößerungen, Baugerüste am Gebäude wegen des erhöhten Einbruchsrisikos, Umwandlung von Wohn- in Gewerberaum oder aber die Entfernung von Alarmanlagen für eine Gefahrerhöhung in Betracht. Werden derartige Veränderungen der Versicherungsgesellschaft nicht mitgeteilt, so kann dies dazu führen, dass die Versicherung im Schadensfall die Leistungen kürzt oder sogar streicht.

Bei einer Wohngebäudeversicherung können sich durch Änderungen am Gebäude ebenfalls Risiken erhöhen. Gründe für eine Gefahrerhöhung könnten hier leerstehende Gebäude oder Gebäudeteile, die Ansiedlung von Gewerbebetrieben, Baumaßnahmen mit Entfernung des Daches oder aber Umbauten, die eine Nutzung ausschließen, sein. Auch hier ist es wichtig, die jeweilige Gefahrerhöhung sofort der Versicherungsgesellschaft mitzuteilen, damit das jeweilige Risiko mit in den Tarif aufgenommen werden kann.

Versicherungen dürfen bei einer nachträglichen Gefahrerhöhung den Versicherungsvertrag unter Einhaltung einer Frist von einem Monat kündigen. Des Weiteren könnte die Prämie um bis zu 10 % erhöht werden. Verlangt die Versicherungsgesellschaft mehr als 10 %, so steht dem Versicherungsnehmer ein Kündigungsrecht zu.

Kommt es nach einer Gefahrerhöhung zu einem Schaden, so darf die Versicherungsgesellschaft die Leistung dann verweigern oder kürzen, wenn der Versicherungsnehmer seiner Mitteilungspflicht nicht nachgekommen ist und die Gründe für die zusätzlichen Risiken verschwiegen hat.

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Geheimhaltungsvereinbarung

Eine Geheimhaltungsvereinbarung ist ein Vertrag, mit dem Stillschweigen in Bezug auf Verhandlungen, Gesprächsinhalte, Unterlagen, Ergebnisse, Dokumente und andere sensible Informationen vereinbart wird. Das Abschließen einer Geheimhaltungsvereinbarung bedeutet also, dass sich der Unterzeichner verpflichtet, Informationen und Dokumente, die ihm bekannt gemacht oder zur Verfügung gestellt wurden, geheim zu halten und keiner anderer Verwendung zuzuführen.

Geheimhaltungsvereinbarungen werden häufig im Zusammenhang mit Firmenübernahmen, Patenten, Lizenzvergaben und Fusionen geschlossen. Im Gegensatz zum Geschäfts- oder Betriebsgeheimnis, für das es mitunter gesetzliche Vorgaben gibt, kann eine Geheimhaltungsvereinbarung frei formuliert werden. Was in einer Geheimhaltungsvereinbarung integriert werden sollte ist die Benennung der jeweiligen Vertragsparteien, der konkrete Vertragsgegenstand, die Dauer der vereinbarten Geheimhaltung und die Strafen, falls der Geheimhaltungsverpflichtung zuwider gehandelt wird.

Im Rahmen einer Berufshaftpflichtversicherung können sich Unternehmer und Freiberufler vor Schadensersatzforderungen schützen, die im Falle der Verletzung einer Geheimhaltungsvereinbarung entstehen könnten. Sofern Freiberufler oder Unternehmer also trotz unterzeichneter Geheimhaltungsvereinbarung sensible und unternehmensinterne Informationen, Kundendaten oder Unternehmensinterna weitergegeben haben, tritt die Berufshaftpflichtversicherung für potenzielle Schadensersatzansprüche ein. Je nach Versicherungsvertrag können von dem Schutz auch zusätzliche Kosten und Umsatzausfälle des geschädigten Kunden umfasst sein.

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Synonyme - Vertraulichkeitsvereinbarung,Verschwiegenheitsvereinbarung,NDA,CDA
Generationenvertrag

Der Begriff des Generationenvertrages fällt dann, wenn es um Themen aus dem Bereich der Rente geht. Der Generationenvertrag ist kein Vertrag im juristischen Sinn, sondern ein Konzept zur Kapitaldeckung der gesetzlichen Altersvorsorge.

Eingeführt wurde der Generationenvertrag im Zuge der Rentenreform Ende der 50er Jahre. Betrachtet werden soll der Generationenvertrag als fiktiver Vertrag zwischen zwei Generationen im gesellschaftlichen Konsens. „Vertragsinhalt“ ist die Versorgung im Alter durch die Rente und die stille Vereinbarung, dass die sozialversicherungspflichtig arbeitende Generation durch ihre Sozialabgaben dafür sorgt, dass die Rentenkassen auch aufgefüllt werden. Vor wirtschaftlichem Hintergrund kann der Generationenvertrag auch als dynamische Rentenvereinbarung bezeichnet werden, die über Umlagen finanziert wird.

Der Generationenvertrag enthält keine schriftlich fixierten Regelungen. Er unterstützt das Prinzip des deutschen Rentensystems, wonach die arbeitende Bevölkerung durch Abgaben die Generation der Rentner versorgt. Durch Einzahlungen in die Rentenkassen werden Renten an die Generation von Eltern und Großeltern ausgezahlt. Durch die eigene Arbeit werden wiederum Rentenanwartschaften erworben, die später durch die nachfolgende Generation getragen werden.

Der demografische Wandel kann den Generationenvertrag gefährden. Die Gesellschaft altert, während immer weniger Kinder geboren werden. Es besteht die Gefahr, dass das Verhältnis zwischen junger und älterer Generation so stark schwankt, dass die eingezahlten Rentenbeiträge für die Anzahl der Rentner nicht mehr ausreicht. Zusätzlich trägt der schwierige Arbeitsmarkt dazu bei, dass zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze besetzt werden. Wer befürchtet, dass die gesetzliche Rente im Rentenalter später nicht ausreicht, kann durch eine private Altersvorsorge zusätzliche Einkünfte sichern.

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Gesetzliche Rente

Bei der gesetzlichen Rente handelt es sich um einen Bestandteil des deutschen Altersvorsorgesystems und unterliegt den Regelungen der Deutschen Rentenversicherung. Die gesetzliche Rente sichert das Einkommen nicht nur im fortgeschrittenen Alter. Zur gesetzlichen Rente zählen neben Altersrenten auch Witwenrenten, Waisenrenten und Erwerbsunfähigkeitsrenten.

Der Anspruch auf die gesetzliche Rente kann während der Berufsausbildung, während der Ausübung eines Berufes, durch die Erziehung von Kindern, durch die Pflege von Angehörigen und auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit erworben werden. Ausgezahlt wird die gesetzliche Rente dann beispielsweise im Alter, bei Verlust der Erwerbsfähigkeit oder bei Tod eines Versicherten. Neben der Rentenzahlung übernimmt die gesetzliche Rentenversicherung auch die Hälfte der Beiträge für die Krankenversicherung der Rentner.

Die Höhe der gesetzlichen Rente wird mittels Rentenformel errechnet, nach der die vier Faktoren Entgeltpunkte, regulärer oder vorzeitiger Rentenbeginn, Rentenart und Rentenwert berücksichtigt werden müssen. Die Deutsche Rentenversicherung verschickt jährlich Renteninformationen, die eine Hochrechnung auf Grundlage der bisherigen Einzahlungen für die Altersrente enthält.

Ausschlaggebend, ab wann die gesetzliche Altersrente ausgezahlt wird, ist das Renteneintrittsalter.

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Synonyme - gesetzliche Rentenversicherung,Deutsche Rentenversicherung
Gesundheitsprüfung

Bei der Gesundheitsprüfung oder Risikoprüfung handelt es sich im Bereich der Personenversicherungen um das von Versicherungsgesellschaften verlangte Gesundheitszeugnis von einem Arzt über den Gesundheitszustand der versicherten Person. Gesundheitsprüfungen werden häufig bei privaten Krankenversicherungen, Risikolebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen verlangt.

In Personenversicherungen steht die Gesundheit von Versicherungsnehmern im Vordergrund, sodass Versicherungen die Wahrscheinlichkeit eines Schadens durch eine Gesundheitsprüfung einschätzen müssen. In der Regel wird die Gesundheitsprüfung vor Abschluss des Versicherungsvertrages durchgeführt, damit die Versicherungsgesellschaft eine Entscheidung darüber fällen kann, ob und wie das Gesundheitsrisiko versichert werden kann oder nicht. Ein Versicherungsvertrag kommt erst dann zustande, wenn sich Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft über die Vertragsmodalitäten einig sind.

Des Weiteren ist die Gesundheitsprüfung auch Basis für die Berechnung der Prämie. Versicherungsverträge mit einer niedrigen Versicherungssumme müssen nicht zwingend eine Gesundheitsprüfung beinhalten, sondern werden auch auf Grundlage von Gesundheitsbefragungen abgeschlossen. Im Durchschnitt wird eine Gesundheitsprüfung verlangt, wenn die Versicherungssumme den Betrag von € 400.000,00 überschreitet.

Bei der Gesundheitsprüfung werden neben Daten zum Geschlecht, Lebensalter, Beruf und Wohnort auch Informationen über den Gesundheitszustand und gefährliche Sportarten eingeholt. Das subjektive Risiko wird bewertet, indem das persönliche Verhalten und die Einstellung zu Krankheiten sowie weitere Absicherungen mit einbezogen werden. Typisch sind Gesundheitsfragen über ambulante Therapien, stationäre Behandlungen, Psychotherapien, Medikamente, Blutuntersuchungen, Diagnosen, Symptome, Schmerzen, Vorerkrankungen, Gewichtsprobleme oder die Angabe, ob eine Nikotin-, Alkohol- oder Drogensucht besteht oder bestand.

Versicherungsnehmer trifft eine Anzeigepflicht bis zum Vertragsabschluss über bekannte Gefahren, die für das Versicherungsverhältnis erheblich sind. Werden Krankheiten arglistig verschwiegen, kann der Vertrag angefochten werden. Verletzt der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflichten, kann die Versicherungsgesellschaft auch den Vertrag kündigen und die Leistung verweigern.

Versicherungsgesellschaften dürfen mit Einwilligung des jeweiligen Versicherungsnehmers nach § 213 I VVG personenbezogene Gesundheitsdaten von Ärzten, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen erheben, sofern diese Daten für die Beurteilung des Versicherungsrisikos oder der Leistungspflicht benötigt werden. Voraussetzung hierfür ist die Entbindung von der Schweigepflicht der behandelnden Ärzte und Institute.

Bei Verträgen im Basistarif oder Kinderversicherungen kann unter Umständen von einer Gesundheitsprüfung abgesehen werden. Auch wenn in der privaten Krankenversicherung der Tarif gewechselt werden soll, muss keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgen, wie der BGH im Juli 2016 entschieden hat.

 

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Synonyme - Gesundheitsangaben,Gesundheitsfragen
Gewässerschadenhaftpflicht

Gegen Gewässerschäden kann eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die auch als Öltankversicherung bekannt ist. Die Öltankversicherung sichert unverschuldete oder fahrlässige Schäden durch Ölheizungsanlagen ab. Schon durch das Auslaufen von verhältnismäßig wenig Öl können umfangreiche Gewässerschäden entstehen.

Durch eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung werden der Inhaber der Heizungsanlage sowie alle mit der Wartung der Anlage beauftragten Personen abgesichert. Die Versicherung übernimmt im Falle eines Gewässerschadens die Kosten für die Schadensbegrenzung, die Reparatur der Heizungsanlage und die ärztliche Versorgung bei Personenschäden. Auch bei einem Versickern von Heizöl ins Erdreich kommt die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung für die Schäden auf. Öltankversicherungen erstatten Gutachterkosten, Kosten für die Entsorgung verseuchter Erde, Heizungsreparaturen, Schäden am Eigentum, teilweise sogar die Neubefüllung des Öltanks und Schmerzensgeld bei Personenschäden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die regelmäßigen Wartungs- und Reinigungsintervalle der Heizungsanlage nachweislich eingehalten worden sind.

Ein Gewässerschaden entsteht häufig durch einen Rohrbruch oder einen durchgerosteten Behälter. Aber auch dann, wenn beim Nachfüllen der Heizungsanlage ein Fehler geschieht, könnte Öl austreten und im Boden versickern. Gewässerschäden haben besonders häufig Tankbeschädigungen, Versagen der Schutzsysteme oder Fehler in der Bedienung zur Ursache. Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung empfiehlt sich insbesondere für Menschen, die nahe an einem See, Fluss oder in einem Hochwasser-Gebiet wohnen. Dort deckt die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung das erhöhte Risiko ab, das die Privathaftpflichtversicherung unter Umständen ausschließt. Privathaftpflichtversicherungen umfassen Gewässerschäden in der Regel nur bei kleinen Öltanks.

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz werden Eigentümer von Öltanks für Gewässerschäden haftbar gemacht. Dies gilt auch dann, wenn der Öltank regelmäßig überprüft wurde und der Schaden unverschuldet eingetreten ist. Bei vermieteten Objekten mit Öltank haftet nach dem Gesetz ebenfalls der Eigentümer im Rahmen der Gefährdungshaftung.

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Synonyme - Gewässerschadenhaftpflichtversicherung,Gewässerschaden,Öltankversicherung