Fachbegriffe-Versicherungen

Kontaktformular

Eine persönliche Beratung zu Versicherungen und deren Vermittlung kann in den Regionen Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Zerbst, Halle und Magdeburg erfolgen, durch

  1. RGVM GmbH Breiteweg 46 39179 Barleben Telefon: 039203-518661
    Amtsgericht: Stendal | HRB 21772 | Geschäftsführung: Robert Günther
    Eingetragen als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach §34d Abs. 1 der Gewerbeordnung bei der zuständigen Behörde, und im Vermittlerregister unter der Registrierungsnummer D-P0ZO-PHYMB-96 registriert.

  2. Frank Hartung, Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG. Albrechtstraße 116, 06844 Dessau-Roßlau, Telefon: 0340-2301654
    Ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

Über das Kontaktformular erreichen Sie uns unkompliziert und schnell. Wenn Sie uns eine Nachricht oder Anfrage hinterlassen, nehmen wir schnellstmöglich Kontakt mit Ihnen auf.



Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Datenschutzerklärung

Ihre persönlichen Angaben nutzen wir ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage und deren Abwicklung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO. Wir löschen die Daten, sofern diese nicht mehr erforderlich sind und überprüfen die Erforderlichkeit spätestens alle zwei Jahre. Wenn es zu einem Vertragsabschluss kommt, greifen die gesetzlichen Archivierungspflichten. Hier erfolgt die Löschung der Daten nach deren Ablauf. (Bei handelsrechtliche Archivierungspflichten (6 Jahre), bei steuerrechtlichen Archivierungspflichten (10 Jahre).  Mit dem Absenden Ihrer Anfrage erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage einverstanden.

Ungültige Eingabe

Sicherheitsabfrage
Ungültige Eingabe

Mit (*) gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder!

Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Jagd- und Sportwaffenversicherung

Eine Jagd- und Sportwaffenversicherung empfiehlt sich für Jäger, Sportschützen, Jagdvereine und Schützenvereine. Jagd- und Sportwaffenversicherungen übernehmen die Kosten für Waffen und Ausrüstungsgegenständen bei Diebstahl oder bei Beschädigungen durch Unfälle.

Der Sport- und Jagdwaffenversicherung liegen spezielle Sicherheitskonzepte zugrunde, die je nach Gesellschaft und Tarif variieren können. Versichert werden können Jagdwaffen, Sportwaffen sowie Zubehör wie etwa Ferngläser, Munition und Zielfernrohre. Zu den versicherten Gefahren und Schäden gehören Verlust, Beschädigung oder Zerstörung, sofern die versicherten Gegenstände ordnungsgemäß in der Wohnung aufbewahrt oder zum und vom Revier oder Schießstand hin und her transportiert werden. Der Versicherungsschutz gilt auch bei der eigentlichen Jagd, auf Reisen oder wenn die versicherten Gegenstände verschickt werden müssen.

Sofern es waffenrechtlich zulässig ist, gilt der Versicherungsschutz der Sport- und Jagdwaffenversicherung auch dann, wenn sich die versicherten Gegenstände separat in einem verschlossenen Kofferraum befinden oder beim Büchsenmacher zur Reparatur sind. Der ordnungsgemäße Transport, die Aufbewahrung oder das Führen durch beauftragte und berechtigte Dritte kann ebenfalls versichert werden.

Eine Sport- und Jagdwaffenversicherung kann Risiken wie Unfall des Versicherungsnehmers oder des Transportmittels, Ungeschicklichkeiten wie beispielsweise Fallenlassen, Brand, Explosion, Blitz, Diebstahl, Raub, Einbruchdiebstahl, Wasserschäden, Selbstentzündung, Selbstentladung und Elementarereignisse absichern. Nicht versicherbar sind in der Regel Schäden durch Abnutzung, Verschleiß, Konstruktionsfehler, Herstellungsmängel, Rost, Funktionsstörungen, Witterungseinflüsse, Schrammen, Kratzer, natürliche Beschaffenheit, Hängenlassen, Stehenlassen, Liegenlassen und Schäden aus der Verwendung ungeeigneter Munition.

Je nach gewähltem Tarif kann eine Schadensregulierung zum Neuwert oder zum Zeitwert erfolgen. Sind dafür Schätzungen erforderlich, werden Händler oder Büchsenmacher mit der Schätzung beauftragt.

Zugriffe - 485
Synonyme - Jagdwaffenversicherung
Jagdhaftpflichtversicherung

Bei der Jagdhaftpflichtversicherung handelt es sich um eine gesetzlich für alle Jäger vorgeschriebene Versicherung, mit der die Jagdrisiken versichert werden können. Die Jagdhaftpflichtversicherung ist gleichzeitig auch Voraussetzung für den Erhalt des Jagdscheins. Soll ein Jagdschein gelöst oder verlängert werden, wird dies von einem Nachweis abhängig gemacht, dass eine Jagdhaftpflichtversicherung besteht.

Die Jagdhaftpflichtversicherung bietet Jägern einen Schutz, wenn sie für Schäden in Anspruch genommen werden, die während der Jagd anderen zugefügt worden sind. Dies gilt beispielsweise dann, wenn sich aus der Jagdwaffe versehentlich ein Schuss löst und jemand dadurch verletzt wird.

Je nach Tarif und Gesellschaft können auch Jagdhunde mitversichert werden. Unterschieden wird dabei häufig in ungeprüfte und geprüfte Jagdhunde. Von der Deckung einer Jagdhaftpflichtversicherung umfasst sind auch Schäden an geliehenen, gepachteten oder gemieteten beweglichen Sachen. Ein Versicherungsschutz besteht auf der Jagd und außerhalb der Jagd, wenn zum Beispiel Übungen durchgeführt werden oder bei der Gewehrreinigung Schäden entstehen. Ein weltweiter Versicherungsschutz besteht, wenn Jäger ihren Wohnsitz in Deutschland haben und über einen gültigen Jagdschein in Deutschland verfügen.

Zusätzlich zur Jagdhaftpflichtversicherung bieten viele Gesellschaften auch Jagdunfallversicherungen an. Als private Unfallversicherung für Jäger werden Schäden bei Jagdunfällen abgesichert. Auch Jagdhundeunfallversicherungen werden von einigen Versicherungen bereitgehalten. Diese decken Jagdunfälle ab, bei denen Jagdhunde zu Schaden kommen.

Zugriffe - 491
Synonyme - Jagdrisiken,Jagdrisisiko
Jagdunfallversicherung

Bei der Jagdunfallversicherung handelt es sich um eine private Unfallversicherung. Vom Versicherungsschutz umfasst sind Unfälle während der Ausübung von jagdlichen Tätigkeiten. Hierzu gehört beispielsweise die Teilnahme an Übungs- oder Preisschießen, das Führen, Ausbilden und Abrichten von Jagdhunden und alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Pflege des Jagdreviers stehen. Hierzu gehören u.a. Bauarbeiten und Reparaturen an Hochsitzen, Pirschgänge, die Errichtung oder Reparatur von Futterstellen oder Wildschutzzäunen.

Je nach Gesellschaft und Tarif kann auch die Teilnahme an Jagdhundeprüfungen, Fahrten von und zum Revier, zu Veranstaltungen sowie zu anderen jagdlich geprägten Prüfungen abgesichert werden. Die Jagdunfallversicherung kann wahlweise für eine bestimmte Person – also den Jäger – oder aber als Gruppenversicherung für ganze Hegeringe sowie Jägerschaften abgeschlossen werden. Ein weltweit gültiger Versicherungsschutz ist möglich. Bei einigen Gesellschaften kann die Jagdunfallversicherung nur als Ergänzung zur gesetzlich vorgeschrieben Jagdhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Zugriffe - 479
Jahresabschluss

Bei einem Jahresabschluss handelt es sich um den kaufmännischen und rechnerischen Abschluss des Geschäftsjahres eines Unternehmens. Durch den Jahresabschluss wird der Erfolg oder aber der Verlust eines Unternehmens und dessen finanzielle Lage festgestellt. Mit dem Jahresabschluss werden die laufenden Buchhaltungsarbeiten für das Jahr abgeschlossen, Abrechnungs-Dokumente zusammengestellt, Prüfungen vollzogen, Angaben bestätigt und je nach Unternehmensgröße auch veröffentlicht. Nach §§ 242, 264 HGB (Handelsgesetzbuch) gehören zum Jahresabschluss Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Anhänge und Lageberichte. Nicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet sind Freiberufler und kleine Gewerbetreibende, die dafür eine Einnahme-Überschuss-Rechnung zu erstellen haben.

Ein Jahresabschluss soll über die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens informieren und dient gleichzeitig als Bemessungsgrundlage für die Ergebnisverteilung und Besteuerung. Der Abschluss wird für Planungen und künftige Unternehmensentscheidungen herangezogen. Des Weiteren kann der Jahresabschluss ein wichtiges Kriterium für die Vergabe von Krediten und Darlehen darstellen. Kommt es zu einem Rechtsstreit, kann der Abschluss auch als Beweismittel genutzt werden. In steuerlicher Hinsicht ist der Jahresabschluss die Grundlage für die Besteuerung und Ermittlung von Dividenden oder Beteiligungen. Auch dokumentiert der Abschluss, dass das Unternehmen eine ordnungsgemäße Buchführung durchgeführt hat.

In Deutschland muss jedes gewerbliche Unternehmen Bücher führen und einen Jahresabschluss erstellen. Alle Kaufleute mit Ausnahme von Einzelkaufleuten mit bestimmten Umsatzerlösen bzw. Jahresüberschüssen sind demnach verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen.

Der Jahresabschluss muss je nach Unternehmensgröße innerhalb der ersten drei bis ersten sechs Monate des neuen Jahres erstellt werden.  Durch den Abschluss selbst wird das Ergebnis der vorbereitenden Buchführung überprüft und bei Bedarf korrigiert. Zu den Vorarbeiten gehört je nach Unternehmen eine Inventur, um tatsächliche Vermögens- oder Schulden-Bestände festzustellen. Des Weiteren müssen Abschreibungen, Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Forderungen, Bonitäten, Ausfälle, Rückstellungen, Rücklagen und Rechnungen überprüft und ggf. korrigiert werden.

Erstellt wird ein Jahresabschluss mit Merkmalen wie Kontenabschluss, Abschlussübersicht, Feststellungen, Rechnungslegungsdokumente, Prüfungs- und Publizitätskriterien, Verteilung von Gewinn und Verlust, Auswertung und Abschlussergebnis.

Zugriffe - 499
Synonyme - Jahresbilanz, Bilanz
Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die mit JAEG abgekürzte Jahresarbeitsentgeltgrenze wird auch Versicherungspflichtgrenze genannt. Sie bestimmt in Deutschland, ab wann Angestellte oder Arbeiter versicherungsfreie Mitglieder in der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) sind. Übersteigt das Jahresentgelt die Jahresarbeitsentgeltgrenze, so endet die Pflichtversicherung in der GKV. Dies ermöglicht eine freiwillige Mitgliedschaft und erlaubt auf der anderen Seite, in die PKV (private Krankenversicherung) zu wechseln.

Als Rechengröße der Sozialversicherung wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze regelmäßig zum 01. Januar eines jeden Jahres durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales an das Verhältnis des Vorjahres angepasst.

Maßgeblich für die Beurteilung nach der Jahresarbeitsentgeltgrenze ist das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt. Berechnet wird entweder das Brutto-Jahresgehalt oder das Zwölffache des Monatsgehalts zuzüglich Weihnachts- oder Urlaubsgeld und sonstiger Zuschläge, die vertraglich vereinbart worden sind oder aller Wahrscheinlichkeit nach ausgezahlt werden. Sofern aufgrund vertraglicher Regelungen zusätzliche Einnahmen wahrscheinlich sind und gezahlt werden, werden auch diese berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Jahresarbeitsentgeltgrenze wird nicht das tatsächlich im Jahr erhaltene Entgelt einfach aufgerechnet, sondern das vertraglich zustehende Entgelt. Minijobs bis 450,00 € im Monat und Familienbestandteile werden jedoch nicht dem Jahresarbeitsentgelt hinzugerechnet.

Angestellte und Arbeiter, die Arbeitsentgelt beziehen, sind bis zum Erreichen der Jahresarbeitsentgeltgrenze in der GKV versicherungspflichtig. Bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze sind Angestellte und Arbeiter versicherungsfrei in der GKV. Versicherungsfrei bedeutet in diesen Fällen, dass die Pflichtversicherung in der GKV zwar entfällt; aber eine Krankheitskostenversicherung (freiwillig GKV/privat PKV) abgeschlossen werden muss. Diese Versicherungsfreiheit gilt für laufende Beschäftigungsverhältnisse bis zu dem Jahresende, in dem die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten wird. Wird ein Arbeitsplatz in diesem Zeitraum gewechselt, tritt die Versicherungsfreiheit unmittelbar ein. Von Anfang an versicherungsfrei sind Berufsanfänger, die voraussichtlich ein oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegendes Arbeitsentgelt beziehen werden.

Wird die JAEG in einem laufenden Kalenderjahr unterschritten, tritt die Versicherungspflicht ein, von der man sich nur unter bestimmten Bedingungen befreien lassen kann.

Zugriffe - 491
Synonyme - JAEG,Versicherungspflichtgrenze
Jahreseinheiten

Jahreseinheiten gehören zu den statistischen Begriffen aus dem Versicherungswesen. In den Statistiken der Kraftfahrt-Versicherungen stellen die Jahreseinheiten die Fahrzeuge dar, die ein Jahr lang bei der Gesellschaft versichert worden waren. Wurde ein Fahrzeug ein Jahr versichert, so geht es als 1,0 Jahreseinheiten in die Statistiken ein. Ein nur drei Monate lang versichertes Kraftfahrzeug macht sich mit 0,25 Jahreseinheiten in den Kfz-Statistiken bemerkbar.

Die Statistiken zu den Jahreseinheiten werden aus mehreren Gründen geführt. Sie dienen der Beitragsberechnung und der Schadenursachenforschung. Untersucht wird hierbei der Einfluss von Risikofaktoren auf eine Zielgröße. Zu diesen Zielgrößen gehören in Schadensversicherungen die Anzahl der Risiken, die Anzahl der Schäden sowie der Aufwand der Schäden. Die Anzahl der Risiken wird für Kfz-Versicherungen in Jahreseinheiten, also der Verweildauer des Risikos pro Kalenderjahr, ausgedrückt.

Zugriffe - 494
Jahresfehlbetrag

Wenn Kapitalgesellschaften in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung oder Bilanz einen Verlust verzeichnen müssen, wird von einem Jahresfehlbetrag gesprochen. Jahresfehlbeträge ergeben sich dann, wenn innerhalb einer Abrechnungsperiode von einem Jahr die Aufwendungen eines Unternehmens die jeweiligen Erträge übersteigen. In der Regel beziehen sich Jahresfehlbeträge auf ein Geschäftsjahr. Unberücksichtigt bleiben dabei offene Rücklagen, Einstellungen sowie Gewinn- und Verlustvorträge des Vorjahres.

Ein Jahresfehlbetrag ist ein negativer Jahresüberschuss. Als Ergebnis werden beide, also Fehlbetrag und Überschuss, an letzter Stelle der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Bilanz ausgewiesen. Der Jahresüberschuss (Gewinn) ist im Gegensatz zum Jahresfehlbetrag (Verlust) ein positives Ergebnis des Geschäftsjahres. Überschüsse entstehen dann, wenn die Erträge des Unternehmens innerhalb eines Geschäftsjahres die Aufwendungen übersteigen – also am Ende des Jahres noch etwas Geld „übrig“ bleibt. Beim Jahresfehlbetrag ist es umgekehrt, da dann - vereinfacht gesagt - mehr Geld ausgegeben werden musste als eingenommen werden konnte. Die Aufwendungen waren bei einem Fehlbetrag demnach höher als die Erträge.

Genau genommen gibt es einen Unterschied zwischen einem Jahresfehlbetrag und einem Bilanzverlust: Wenn ein Jahresfehlbetrag festgestellt worden ist, bedeutet dies nicht automatisch, dass das Unternehmen auch einen Bilanzverlust erlitten hat. Im Gegenteil werden Bilanzgewinne und Bilanzverluste auf Grundlage von Jahresfehlbeträgen errechnet. Entscheidend für Bilanzverluste oder Bilanzgewinne sind jedoch auch Gewinnvorträge oder Verlustvorträge aus dem Vorjahr, sowie Entnahmen oder Einstellungen aus Rücklagen. Erst nach diesen Berechnungen steht fest, ob ein Bilanzverlust oder aber ein Bilanzgewinn ausgewiesen werden kann.

Kommt es bei einem Unternehmen häufig zur Feststellung eines Jahresfehlbetrages, so geht man von einer Insolvenzgefährdung aus.

Zugriffe - 475
Jahreshöchstentschädigungen

Bei einer Jahreshöchstentschädigung handelt es sich um eine Beschränkung der jährlichen Entschädigungsleistung seitens der Versicherungsgesellschaft auf einen Maximalbetrag. Bei großgewerblichen und industriellen Sachversicherungen werden Versicherungssummen für versicherte Sachen wie Betriebsgebäude, Betriebsausstattung und Vorräte vereinbart, die als Basis für Entschädigungsleistungen dienen.

Mit Jahreshöchstentschädigungen begrenzen die Versicherungsgesellschaften ihre Entschädigungen für bestimmte Gefahren auf feste Beträge. Dies gilt insbesondere für versicherte Elementarschäden durch Sturm, Überschwemmung oder Erdbeben. Je nach Versicherungsgesellschaft und Risiko werden Höchstentschädigungsgrenzen von durchschnittlich 5 bis 20 Mio. € festgelegt. Einige Versicherungsgesellschaften kombinieren ihre Höchstentschädigungen für Sachschäden und Ertragsausfälle, damit die vereinbarte Höchstentschädigungsgrenze für alle Schäden ausreichen muss. Wird eine solche Begrenzung pro Versicherungsfall vereinbart, so ist dies eine Höchstentschädigung. Wird eine Begrenzung jedoch für alle Schadensereignisse innerhalb eines Jahres pro versicherter Gefahr vereinbart, so wird von einer Jahreshöchstentschädigungsgrenze gesprochen.

Grund für die Vereinbarung einer Jahreshöchstentschädigungsgrenze ist das Kumulrisiko (Zufallsrisiko) bei Versicherungen, die mit Rückversicherungsgesellschaften Rückdeckungen vereinbart haben. Wird durch Elementarereignisse beispielsweise eine gesamte Region betroffen, so werden meist auch mehrere Versicherungskunden einer Versicherungsgesellschaft geschädigt. Durch die Vereinbarung von Höchstentschädigungen machen Gesellschaften dieses Risiko kalkulierbar.

Jedes Unternehmen sollte daher eine individuelle Einschätzung der Risiken durchführen und prüfen, ob Schäden vorstellbar sind, die über vereinbarte Höchstentschädigungen oder Jahreshöchstentschädigungen hinausgehen.

Zugriffe - 486
Synonyme - JHE
Jahresmeldung

Bei Betriebsversicherungen kann es vorkommen, dass sich innerhalb der Laufzeit der Versicherung das versicherte Risiko ändert. Bei einer Betriebshaftpflichtversicherung könnte dies beispielsweise der Fall sein, wenn der Versicherungsnehmer eine neue Tätigkeit aufgenommen hat oder die Anzahl seiner Arbeitnehmer ansteigt. Derartige neue Risiken werden über die Vorsorgeversicherung im Rahmen der regulär gültigen Vertragsbedingungen abgesichert. Deshalb bleiben auch die Prämien zunächst gleich, bis auf Basis der Jahresmeldung eine Prämienregulierung erfolgt.

Kurz vor einer Vertragsverlängerung fordern Versicherungsgesellschaften dann die Jahresmeldung an. Versicherungsnehmer erhalten ein Mal im Jahr das Formular der Jahresmeldung, in das eventuell neu zu berücksichtigende Risiken eingetragen werden. Es muss darüber informiert werden, was sich in Bezug auf den Versicherungsvertrag „geändert“ hat, weshalb die Jahresmeldung auch häufig Änderungsanzeige genannt wird. Auf Grundlage der mitgeteilten neuen Risiken müsste dann der Versicherungsvertrag geändert und eine Beitragsabstimmung durchgeführt werden. Auf der Basis der nach der Jahresmeldung tatsächlich vorhandenen Risiken erfolgt in Teilen auch eine rückwirkende Abrechnung der Prämien für das abgelaufene Versicherungsjahr. Es kann also nach der Jahresmeldung sowohl eine Beitragsnachzahlung als auch eine Erstattung erfolgen.

Versicherungsnehmer müssen gemäß ihren Mitwirkungspflichten potenzielle Änderungen der versicherten Risiken in der Jahresmeldung mitteilen; sie sind zu diesen Angaben verpflichtet. Werden in der Jahresmeldung unverschuldet falsche Angaben gemacht, darf die Gesellschaft innerhalb einer Frist von einem Monat den Versicherungsvertrag kündigen. Werden jedoch grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich falsche Angaben gemacht, kann es zu Konsequenzen wie Vertragskündigungen und empfindlichen Vertragsstrafen kommen.

Zugriffe - 482
Synonyme - Änderungsanzeige
Jahresnettobeitrag

Beim Jahresnettobeitrag handelt es sich bei einer Versicherung um die jährlichen Prämien ohne Berücksichtigung von Betriebskostenzuschlägen, Versicherungssteuer und sonstigen Zuschlägen.

Bei Risikolebensversicherungen werden Beiträge nach Tarif berechnet, also mit den Bruttobeiträgen, die nach der Kalkulation der Versicherungsgesellschaft zu zahlen wären. Nettobeiträge sind in diesen Fällen jedoch die Beiträge, die nach der Verrechnung mit Überschüssen dann tatsächlich gezahlt werden müssen.

In die Kalkulation von Bruttobeiträgen werden bei Personenversicherungen Faktoren wie Alter, Laufzeit, Leistungssumme, Beruf, Sport, Gesundheitszustand und sonstige Risiken berücksichtigt. Bei Risikoversicherungen wird dabei auf Sterbetafeln zurückgegriffen, um die jeweiligen Gefahren und Wahrscheinlichkeiten besser kalkulieren zu können. Diese Feststellungen spiegeln sich dann in Risikozuschlägen wider, die den Nettobeitrag erhöhen und dann den Bruttobeitrag darstellen.

Bei kapitalbildenden Versicherungen werden durch die Versicherungsgesellschaft jedoch durch Zinsgewinne, Risikogewinne und Rücklagen häufig Überschüsse erzielt, die die Bruttobeiträge durch eine Verrechnung reduzieren. Der wirtschaftliche Vorteil wird also zu einem Teil an den Versicherungsnehmer weitergegeben, der dann von niedrigeren Beiträgen profitiert. Dieser reduzierte Beitrag wird dann wiederum Nettobeitrag oder Zahlbeitrag genannt. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich demnach auch der Jahresnettobeitrag.

Zugriffe - 502
Synonyme - Nettoprämie