Fachbegriffe-Versicherungen

Kontaktformular

Eine persönliche Beratung zu Versicherungen und deren Vermittlung kann in den Regionen Aschersleben, Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Zerbst, Halle und Magdeburg erfolgen.

Ihr Ansprechpartner:
Frank Hartung, Telefon: 0340-230 1654 oder 0151 2653 5561

Frank Hartung ist Leiter Kundenberatung bei der Allianz Beratung- und Vertriebs AG und berät oder vermittelt ausschließlich an die und für Rechnung und im Namen der Versicherungsunternehmen der Allianz. Die Allianz Beratung- und Vertriebs AG ist eine 100%ige Tochter der Allianz Deutschland AG und als Vermittler mit Gewerbeerlaubnis nach § 34 d Abs. 1 Gewerbeordnung in Versicherungsvermittlerregister unter Nummer D-LG4E-T5148-44 eingetragen.

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Ungültige Eingabe

Datenschutzerklärung

Ihre persönlichen Angaben nutzen wir ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage und deren Abwicklung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO. Wir löschen die Daten, sofern diese nicht mehr erforderlich sind und überprüfen die Erforderlichkeit spätestens alle zwei Jahre. Wenn es zu einem Vertragsabschluss kommt, greifen die gesetzlichen Archivierungspflichten. Hier erfolgt die Löschung der Daten nach deren Ablauf. (Bei handelsrechtliche Archivierungspflichten (6 Jahre), bei steuerrechtlichen Archivierungspflichten (10 Jahre).  Mit dem Absenden Ihrer Anfrage erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage einverstanden.

Ungültige Eingabe

Sicherheitsabfrage
Ungültige Eingabe

Mit (*) gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder!

Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche

In unserem FAQ finden Sie häufig verwendete Fachbegriffe rund um den privaten, gewerblichen und gesetzlichen Versicherungsschutz. Wir haben die Begriffe möglichst einfach und umfassend erklärt. Darüber hinaus haben wir auch einiges an Fachvokabular aus dem Bereichen der Finanzen für Sie so beschrieben, dass Sie als Verbraucher damit auch etwas anfangen können.

BegriffDefinition
Kapitalanlagen

Bei einer Kapitalanlage handelt es sich um eine langfristige Anlage von Geld, um in den Profit von Zinsen, Erträgen oder sonstigen Gewinnen zu kommen.

Kapitalanleger oder Investoren zielen durch eine Kapitalanlage auf langfristige Renditen ab, um das in die Anlage investierte Geld zu vermehren. Ein weiterer Grund für eine Kapitalanlage kann auch die Sicherstellung von Vermögen sein, was sich zum Beispiel in Zeiten mit erhöhter Inflation von Vorteil auswirken kann.

Investoren setzen für eine Kapitalanlage in der Regel bereits vorhandene Gelder ein, die sie kurz- bis mittelfristig nicht für andere Zwecke benötigen. Die Auswahl der möglichen Geldanlagen reichen vom traditionellen Sparbuch über Aktien, Gold, Fonds, Festgeld bis hin zu Immobilien. Jede Anlageform hat dabei ihre individuellen Vor- und Nachteile. Für welche Kapitalanlage sich ein Anleger entscheidet, hängt von seinen persönlichen Zielen ab. Zu den wichtigen Entscheidungskriterien gehören Kalkulation und Minimierung von Risiken, Maximierung von Renditen und Sicherstellung von Liquidität. Die Faktoren Risikominimierung, Rentabilitätsmaximierung und Liquiditätssicherung werden deshalb auch als das „magische Dreieck“ im Bereich der Kapitalanlagen betrachtet.

Alle drei Richtungen lassen sich durch eine Form der Kapitalanlage in der Regel nicht miteinander vereinbaren, sodass jeder Investor bei seiner Anlage Prioritäten setzen muss. Professionelle Anlageberater können hierbei Unterstützung leisten. Wer beispielsweise auf Sicherheit setzen möchte und sein Geld auf einem Sparbuch anlegt, geht kein großartiges Risiko ein. Auf der anderen Seite bietet die aktuelle Marktsituation mit niedrigen Zinsen aber auch keine Chance auf größere Renditen. Auf der anderen Seite können Investoren, die auf hochspekulative Anlagen wie Optionen oder Hedgefonds setzen, Gefahr laufen, ihr Geld ganz oder teilweise zu verlieren. Und wer auf kontinuierliche Liquidität angewiesen ist, kann sich bei seinen finanziellen Angelegenheiten auch nicht an den sich stetig ändernden Marktbedingungen orientieren und sich daraus ergebenden Chancen nutzen, um etwa in Zeiten von fallenden Kursen günstige Anlagen vorzunehmen.

Zu den in Deutschland beliebten Kapitalanlagen gehören Sparbücher, Immobilien, Festgelder und Tagesgeld. Nur durchschnittlich 9 % aller Deutschen investieren in Fonds oder Aktien.

 

Zugriffe - 617
Synonyme - Geldanlage,Investment
Kapitalertrag

Beim Kapitalertrag handelt es sich um einen Begriff aus dem Steuerrecht. Danach dient der Kapitalertrag als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Kapitalertragsteuer. Der Kapitalertrag setzt sich aus der Kapitalanlage selbst und deren Ertrag oder Ergebnis in Form von Gegenleistungen wie Erträgen oder Gewinnen aus Zinsen, Dividenden, Investments und Kursen zusammen. Aus steuerrechtlicher Sicht dient der Kapitalertrag der Versteuerung durch die Kapitalertragsteuer, die eine besondere Erhebungsform der Einkommen- und Körperschaftsteuer darstellt.

Nach §§ 20, 43 EStG unterliegen die Einkünfte aus Kapitalvermögen der Einkommensteuer. Hierzu gehören sowohl inländische als auch ausländische Kapitalerträge. Ein negativer Kapitalertrag liegt dann vor, wenn Gebühren und Kosten den eigentlichen Kapitalertrag übersteigen. Die Kapitalertragsteuer ist eine Abgeltungssteuer, was bedeutet, dass Kapitalertragsschuldner wie Versicherungen oder Banken nicht einfach den kompletten Kapitalertrag auszahlen dürfen, sondern zunächst die Kapitalertragsteuer abziehen, einbehalten und an das Finanzamt weiterleiten müssen.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird als Kapitalertrag der Ertrag bezeichnet, den eine Kapitalanlage dem Investor erbringt. Hierzu gehören Zinserträge aus Bankguthaben oder Anleihen, Dividenden aus Aktien, Erträge aus Investmentfonds, Gewinne aus Eigenkapital, Miet- und Pachtzins aus Immobilien und Kursgewinne.

Die Besteuerung von Kapitalerträgen wird in den verschiedenen Ländern unterschiedlich gehandhabt.

 

Zugriffe - 590
Kapitalertragsteuer

Bei der mit KESt abgekürzten Kapitalertragsteuer handelt es sich um eine Einkommensteuer, die sich auf Kapitaleinkünfte bezieht. Zum zu versteuernden Kapital gehören beispielsweise Einkünfte aus Geldanlagen wie Unternehmensanteile oder Wertpapiere. Die Zahlung von Kapitalertragsteuer kommt aber auch in Betracht, wenn Aktien, Sparguthaben, Investmentfonds, festverzinsliche Wertpapiere oder Anteile an Kapitalgesellschaften zu den Vermögenswerten zählen, für die Kapitalertragsteuer gezahlt werden muss. Zu den zu versteuernden Einkünften gehören nicht nur Dividenden und Zinsen, sondern auch Kursgewinne und Veräußerungsgewinne. Bis zu einem bestimmten Betrag sind Kapitalerträge steuerfrei. Dieser Freibetrag auf die Kapitalertragsteuer wird  umgangssprachlich auch Sparerpauschbetrag genannt.

Gezahlt werden muss Kapitalertragsteuer von natürlichen Personen wie beispielsweise Gesellschaftern. Unternehmen und juristischen Personen unterliegen hingegen der Körperschafsteuer.

Bei der Abwicklung führt die auszahlende Stelle die Kapitalertragsteuer unmittelbar an das Finanzamt ab, sobald Einkünfte aus Kapital anfallen. Da diese Kapitalerträge also direkt an der Quelle besteuert werden, wird auch von einer Quellensteuer gesprochen. Einbehalten und abgeführt wird Kapitalertragsteuer von Institutionen wie Wertpapierdepots und Sparguthaben verwaltende Banken, Erträge aus Beteiligungen ausschüttende Gesellschaften oder aber Versicherungsgesellschaften, bei denen Lebensversicherungen abgeschlossen wurden.

Zurückgefordert werden kann bereits gezahlte Kapitalertragsteuer nur dann, wenn der individuelle Steuersatz unterhalb der geltenden Besteuerungsgrenze liegt oder kein Freistellungsauftrag erteilt worden ist. Geltend gemacht wird der Anspruch dann über die Einkommensteuererklärung. Kapitalertragsteuer setzt sich aus dem eigentlichen Steuersatz sowie potenziellen Solidaritätszuschlägen und je nach den variablen Vorschriften im jeweiligen Bundesland der Kirchensteuer zusammen.

 

Zugriffe - 590
Synonyme - Abgeltungsteuer,Körperschafsteuer
Kapitallebensversicherung

Bei einer Kapitallebensversicherung, die auch kapitalbildende oder gemischte Lebensversicherung genannt wird, handelt es sich um eine Versicherung für den Todes- und Erlebensfall. Die vereinbarte Versicherungssumme wird sowohl bei Tod des Versicherungsnehmers während der Laufzeit als auch bei Erleben, also am Ablauftermin des Laufzeitendes, ausgezahlt. Zusätzlich werden die bis zum Eintritt des jeweiligen Versicherungsfalls durch Zinsen und Überschussbeteiligungen erzielten Kapitalerträge ausgezahlt.

Eine klassische Kapitallebensversicherung gliedert sich in einen Risikoanteil, der das Risiko von vorzeitigen Versicherungsfällen ausgleicht, und in einen Kostenanteil zur Abgeltung einmaliger sowie laufender Verwaltungskosten sowie in den verzinslich anzusammelnden Sparanteil. Den größten Anteil an den Kapitalerträgen haben die mit dem Sparanteil erzielten Gewinne.

Kapitallebensversicherungen sind zur privaten Altersvorsorge geeignet, sodass sie unter gewissen Voraussetzungen auch steuerlich begünstigt werden. Der Kapitalertrag errechnet sich aus der Differenz zwischen den eingezahlten Beiträgen und der Auszahlungssumme. Bei Vertragsablauf muss nur die Hälfte dieser Erträge versteuert werden, wenn die Vertragsdauer mindestens zwölf Jahre beträgt und die Ablaufleistung nach Vollendung des 62. Lebensjahres ausgezahlt wurde. Ansonsten wird bei der Auszahlung der Kapitallebensversicherung die Kapitalertragsteuer abgezogen und mit dem individuellen Steuersatz verrechnet. Die Kapitalertragsteuer wird zunächst einbehalten und als Quellensteuer direkt an das Finanzamt abgeführt. Eine Verrechnung erfolgt dann im Rahmen der Einkommensteuererklärung.

Kapitallebensversicherungen gelten zu den stabilen und langfristigen Kapitalanlagen. Sie sind mit einer festen Laufzeit verbunden, weshalb vorzeitige Kündigungen in der Regel mit Verlusten verbunden sind. Hierzu gehören nicht nur der wegfallende Versicherungsschutz, sondern auch steuerliche Nachteile. Auszahlungsbeträge können mitunter bei vorzeitiger Kündigung sogar geringer ausfallen als die Summe der eingezahlten Beiträge. Dies ist insbesondere zu Beginn der Lebensversicherung der Fall, da dann die Kosten für den Versicherungsabschluss noch nicht durch die eingezahlten Prämien gedeckt sind.

In Deutschland unterliegen Versicherungsgesellschaften in Bezug auf Kapitallebensversicherungen zahlreichen Kontrollen und Reglementierungen. So dürfen beispielsweise nur bis zu 35 % des Kapitals durch die Gesellschaft in Aktien angelegt werden, um hohe Verluste zu vermeiden. Die Sparanteile unterliegen zudem einem Garantiezins, wodurch Versicherungsnehmer abgesichert werden.

Kapitallebensversicherungen sichern im Todesfall der Versicherungsnehmer die Familienangehörigen finanziell ab. Zudem bieten sie die Möglichkeit der privaten Altersvorsorge. Durch staatliche Kontrollen und Regeln wird sichergestellt, dass angespartes Kapital weitestgehend erhalten bleibt. Über die Altersvorsorge und die Absicherung der Angehörigen hinaus bietet die Kapitallebensversicherung ein diszipliniertes Sparen, was ohne vertragliche Verpflichtungen selten in dieser Form so beibehalten wird.

 

Zugriffe - 612
Synonyme - kapitalbildende Lebensversicherung
Kapitalwahlrecht

Das Kapitalwahlrecht beinhaltet das Recht des Versicherungsnehmers, bei einer privaten Rentenversicherung zwischen der Zahlung einer Rente oder aber Auszahlung des angesparten Kapitals zu wählen. Eine private Rentenversicherung kann als eine Art Sparvertrag betrachtet werden, der mit einem Todesfallschutz ausgestattet ist. Ab dem vereinbarten Beginn der Rente werden lebenslang Rentenzahlungen entrichtet. Durch das Kapitalwahlrecht erhält der Versicherungsnehmer jedoch auch die Möglichkeit, sich das bis dahin angesparte Kapital auszahlen zu lassen. Durch das Kapitalwahlrecht kann in der privaten Rentenversicherung also entschieden werden, was am Ende der Sparphase geschieht.

Seit dem 01.01.2005 müssen einmalige Kapitalauszahlungen versteuert werden. Das Kapitalwahlrecht kann sowohl bei privaten Verträgen für die Altersvorsorge als auch in Teilen bei Verträgen für die betriebliche Altersvorsorge vereinbart werden. Dadurch erhalten Versicherungsnehmer das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist auf die laufenden Rentenzahlungen zu verzichten und sich das angesparte Kapital als Einmalbetrag auszahlen zu lassen.

 

Zugriffe - 588
Karenzzeit

Bei der Karenzzeit handelt es sich um einen Begriff aus dem Finanz- und Versicherungsbereich, aber auch aus der Politik und der allgemeinen Wirtschaft. Die Karenzzeit beschreibt einen bestimmten Zeitraum, in dem regelmäßig eine Pause von einer bestimmten Tätigkeit eingelegt wird. Mit Karenzzeit wird die Pause selbst oder aber der Zeitraum betitelt, der eine Bedeutung für bestimmte vertragliche Leistungen hat.

Im Bereich der Versicherungen oder im Bankwesen bedeutet die Karenzzeit die Zeit, in der der Vertrag bereits abgeschlossen wurde, aber noch keine Leistungen gewährt werden.

Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen kann vereinbart werden, dass die Berufsunfähigkeitsrente erst nach Ablauf einer Frist zwischen 6 und 24 Monaten ausgezahlt wird. Diese Vereinbarung soll dazu führen, die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung günstiger zu gestalten. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass die Berufsunfähigkeit auch während dieser Karenzzeit ununterbrochen bestehen muss und dass in vielen Fällen auch die Beiträge in voller Höhe entrichtet werden müssen.

Bei Finanzierungen beschreibt die Karenzzeit den Zeitraum, in dem nach vertraglicher Vereinbarung und Zusage ein Kredit ausgezahlt wird bis zur ersten Ratenzahlung.

Bei Unternehmensfinanzierungen wird mit Karenz die Phase beschrieben, die zwischen Abschluss des Kreditvertrages und Erbringung der ersten Leistung liegt. In diesen Fällen dient die Karenzzeit dazu, dass nicht sofort nach dem Kreditvertrag schon Ratenzahlungen erbracht werden müssen, was übrigens auch Tilgungsaufschub genannt wird.

An der Börse wird die Zeit vor dem Börsengang eines Unternehmens, in der keine Marketingmaßnahmen durchgeführt werden dürfen, ebenfalls Karenzzeit genannt.

Im politischen Bereich wird von einer Karenzzeit oder Karenzphase gesprochen, wenn vom Zeitraum zwischen einer wirtschaftlichen Tätigkeit und einer politischen Funktion einer Person die Rede ist. Gleiches gilt für die umgekehrte Reihenfolge, also wenn eine Person von der politischen Funktion in die Wirtschaft wechselt.

 

 

Zugriffe - 620
Synonyme - Wartezeit,Sperrfrist
Kaskoversicherung

Grundsätzlich handelt es sich um eine Versicherung für Kraftfahrzeuge, Flugzeuge oder Schiffe, die bei Beschädigungen, Zerstörungen oder Verlust die vereinbarte Entschädigung leistet.

Autofahrer oder Halter von Kraftfahrzeugen haben  mehrere Möglichkeiten, ihr Kraftfahrzeug zu versichern, nämlich durch eine Haftpflichtversicherung, Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung. Während der Abschluss einer Kaskoversicherung freiwillig ist, besteht hingegen die Pflicht zum Abschluss einer Kraftfahrthaftpflichtversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die durch das eigene Fahrzeug am Eigentum und der Gesundheit  von Dritten entstanden sind.

Eine Kaskoversicherung bezieht sich hingegen auch auf Schäden am eigenen Fahrzeug. Die Kaskoversicherung sichert Beschädigungen, Zerstörung, Totalschäden oder aber den Verlust des eigenen Fahrzeugs ab. Erstattet werden im Schadensfall von der Kaskoversicherung die notwendigen Reparaturkosten. Bei einem Totalschaden wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert abzüglich eines potenziellen Restwerts des Fahrzeuges erstattet. Mitversichert sind über die Kaskoversicherung auch Abschleppkosten, falls das versicherte Fahrzeug nach einem Unfall nicht mehr fahrbereit oder verkehrssicher ist.

Unterschieden wird bei der Kaskoversicherung zwischen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung.

Teilkaskoversicherung

Eine Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch bestimmte Ereignisse entstanden sind. In der Regel handelt es sich dabei um Ereignisse wie Entwendung, Glasbruch, Zusammenstöße mit Wild, Marderschäden, Kurzschlüsse an der Verkabelung, Brand, Explosion und durch Unwetter hervorgerufene Elementarschäden. Bei einigen Ereignissen werden Folgeschäden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Wird eine Teilkaskoversicherung in Anspruch genommen, erfolgt keine Abstufung in der Schadensfreiheitsklasse.

Vollkaskoversicherung

Die Leistungen einer Vollkaskoversicherung gehen über die Leistungen einer Teilkaskoversicherung hinaus. Über diese hinaus leistet die Vollkaskoversicherung auch bei Vandalismus oder Unfallschäden am eigenen Fahrzeug. Besteht für einen Neuwagen eine Vollkaskoversicherung, erstatten Versicherungsgesellschaften anstelle eines Wiederbeschaffungswertes bei Totalschaden je nach Vertrag auch den kompletten Neupreis des Fahrzeuges. Wird eine Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen, erfolgt eine Abstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Eine Kaskoversicherung tritt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit in die Schadensregulierung ein. Auch Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis oder bei einer verspäteten Schadensmeldung muss die Kaskoversicherung nicht in die Leistung eintreten. Insoweit sollten die Versicherungsbedingungen genau geprüft werden. 

Es ist möglich, bei Abschluss einer Kaskoversicherung eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Die Selbstbeteiligung vergünstigt je nach Höhe die monatlichen Versicherungsbeiträge. Welche Kaskoversicherung sich empfiehlt, kommt auf das zu versichernde Fahrzeug bzw. dessen Alter und Zustand an. Neuwagen und Leasingfahrzeuge werden generell durch eine Vollkaskoversicherung abgesichert.

 

Zugriffe - 597
Kausalität

Mit dem Rechtsbegriff der Kausalität wird der direkte Zusammenhang zwischen einer Ursache und einer Wirkung beschrieben.

Im Versicherungswesen wird ein entstandener Schaden immer vor dem Hintergrund der Kausalität auf die jeweilige Ursache untersucht. Bei allen Versicherungsverträgen, die Schäden absichern sollen, ist der kausale Zusammenhang von entscheidender Bedeutung. Damit eine Versicherungsgesellschaft zur Regulierung von Schäden verpflichtet werden kann, ist immer ein logischer Zusammenhang von Ursache und Wirkung notwendig. Eine Versicherungsgesellschaft haftet zum Beispiel nicht für einen Sachschaden, wenn es keine glaubwürdige Erklärung und somit Ursache dafür gibt oder nachgewiesen werden kann. Für Versicherungsnehmer ist es wichtig, nachweisen zu können, dass selbst kein Verschulden vorliegt. Eine Ausnahme hiervon bildet nur die Haftpflichtversicherung, die bei Schäden eintritt, die Versicherungsnehmer selbst verschuldet haben.

Durch die Kausalität schützen sich Versicherungsgesellschaften vor Betrug. Im Zweifelsfall wird ein Gutachter beauftragt, der festzustellen hat, ob eine Schadensregulierung durchgeführt werden muss. Bestehen Zweifel an der Entstehung eines Schadens, so wird die Versicherungsgesellschaft die Leistung ganz oder teilweise verweigern, bis die Ursache geklärt werden konnte. Auch die Höhe des jeweiligen Schadens unterliegt dem Grundsatz der Kausalität.

 

Zugriffe - 573
Synonyme - Ursache-Wirkung-Prinzip,Ursächlichkeit
Kautionsversicherung

Bei der mit KTV abgekürzten Kautionsversicherung handelt es sich um eine Versicherung, die Garantien, Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungsverpflichtungen absichert und übernimmt. Abgeleitet wird der Begriff der Kautionsversicherung von der „Kaution“, was vom lateinischen Wort „cautio“ abstammt und mit Sicherheit oder Vorsicht übersetzt werden kann. Bei einer Kaution handelt es sich um eine Sicherheitsleistung, die durch die Kautionsversicherung in Form einer Eventualverbindlichkeit geleistet werden kann. Die Kautionsversicherung kann mit einem Avalkredit von einer Bank verglichen werden, da auch dort die Haftung übernommen wird.

Durch die Kautionsversicherung wird das Interesse der Kautionsabnehmer oder Kautionsempfänger an der Zahlungsfähigkeit des Versicherungsnehmers abgesichert. Bei dem versicherten Risiko handelt es sich demnach um die Finanzkraft bzw. Bonität oder aber Insolvenzgefahr des Versicherungsnehmers. Bei der Kautionsversicherung tritt die Versicherungsgesellschaft häufig als Bürge auf und der Versicherungsnehmer als Schuldner der Bürgschaftsleistung. Aus diesem Grund zählt die Kautionsversicherung zu den Kreditversicherungen.

Besonders häufig tritt die Kautionsversicherung in Form einer Mietkautionsversicherung in Erscheinung. Hierbei handelt es sich um eine Mietkautionsbürgschaft im Sinne des § 551 BGB. Durch die Kautionsversicherung können Versicherungsnehmer als Mieter ihre vereinbarte Mietkaution hinterlegen, ohne den Betrag tatsächlich anweisen bzw. bezahlen zu müssen. Statt einer Zahlung bürgt die Kautionsversicherung für die Mietsicherheit. Der Vermieter erhält keine Barkaution, sondern eine Bürgschaftsurkunde der Kautionsversicherung. Auch die Mietkaution ist eine Eventualverbindlichkeit. Die Sicherheitsleistung erfolgt beim Vermieter, damit dieser gegen den Ausfall von Miete oder Schäden an seinem Eigentum abgesichert wird.

 

Zugriffe - 584
Synonyme - Mietkautionsbürgschaft,Bürgschaftsversicherung
Kennzahlen

Durch Kennzahlen werden grundlegende versicherungstechnische und betriebswirtschaftliche Begriffe dargestellt. Durch Kennzahlen und deren Veränderung wird beispielsweise in langfristigen Versicherungsverhältnissen überprüfend kalkuliert, ob die zu erwartenden Beiträge den wahrscheinlichen Leistungen entsprechen. Zu den wichtigen versicherungstechnischen Kennzahlen gehören daher Summe der Schadenhöhe, Schadendurchschnitt, Schadenhäufigkeit, Schadenbedarf, Schadenquote, Schadengrad und Schadensatz.

Aber auch Unternehmen anderer Bereiche und Branchen veröffentlichen ihre Unternehmensergebnisse durch Kennzahlen in jährlichen Geschäftsberichten. Diese Zahlenberichte enthalten neben Beständen, Einnahmen, Leistungen oder Ausgaben auch Kennzahlen, um eine bessere Einordnung sowie Bewertung vornehmen zu können. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen unterliegen keiner gesetzlichen Definition, sodass jedes Unternehmen seine eigenen Kennzahlen und Formeln anwenden darf. Dies ist der Grund, warum Kennzahlen nicht so einfach mit Kennzahlen anderer Veröffentlichungen verglichen werden können. Kennzahlen aus der Versicherungswirtschaft müssen also nicht zwangsläufig auch für andere Wirtschaftszweige gelten. Zum besseren Verständnis enthalten die Veröffentlichungen einen entsprechenden Kennzahlenkatalog und Informationen zu den Formeln, wie die Kennzahlen berechnet werden.

 

Zugriffe - 593
Synonyme - Kennziffer