FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

Altersrente

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Altersrente

Die Altersrente ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung, die Versicherte nach Erreichen einer bestimmten Altersgrenze erhalten können. Voraussetzung ist, dass sie die für die jeweilige Rentenart vorgeschriebenen Versicherungszeiten erfüllen. Wann die Altersrente beginnt, hängt insbesondere vom Geburtsjahr, der Rentenart und den zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten ab.

Eine Altersrente wird nicht automatisch ausgezahlt, sondern muss beantragt werden. Ihre Höhe richtet sich vor allem nach den erworbenen Entgeltpunkten, dem Zugangsfaktor, dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert.

Welche Arten der Altersrente gibt es?

Die gesetzliche Rentenversicherung unterscheidet mehrere Altersrenten mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Regelaltersrente: Sie setzt grundsätzlich eine Wartezeit von fünf Jahren voraus. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die Regelaltersgrenze nach geltendem Recht bei 67 Jahren.
  • Altersrente für langjährig Versicherte: Nach 35 anrechenbaren Versicherungsjahren ist ein Rentenbeginn grundsätzlich ab 63 Jahren möglich. Bei einem vorzeitigen Bezug entstehen dauerhafte Abschläge von 0,3 Prozent je Monat. Für Jahrgänge ab 1964 beträgt der maximale Abschlag bei Rentenbeginn mit 63 Jahren 14,4 Prozent.
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte: Nach 45 anrechenbaren Versicherungsjahren ist ein vorzeitiger Rentenbeginn ohne Abschläge möglich. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die Altersgrenze bei 65 Jahren. Ein noch früherer Bezug mit Abschlägen ist bei dieser Rentenart nicht vorgesehen.
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen: Voraussetzung sind grundsätzlich ein Grad der Behinderung von mindestens 50 bei Rentenbeginn und eine Wartezeit von 35 Jahren. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 ist ein abschlagsfreier Bezug ab 65 Jahren oder ein vorzeitiger Bezug mit Abschlägen ab 62 Jahren möglich.
  • Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute: Für diese besondere Rentenart gelten eigene Voraussetzungen. Erforderlich sind insbesondere 25 Jahre mit entsprechenden Beschäftigungszeiten unter Tage. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die Altersgrenze bei 62 Jahren.

Für ältere Geburtsjahrgänge gelten teilweise abweichende Altersgrenzen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Voraussetzungen finden Sie auf unserer Fachseite zu den Rentenarten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Welche Versicherungszeiten zählen für die Altersrente?

Die erforderliche Mindestversicherungszeit wird als Wartezeit bezeichnet. Je nach Rentenart können beispielsweise Pflichtbeiträge aus Beschäftigung, freiwillige Beiträge, Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten und weitere rentenrechtliche Zeiten berücksichtigt werden.

Bei der Wartezeit von 45 Jahren gelten strengere Anrechnungsvoraussetzungen als bei der Wartezeit von 35 Jahren. Deshalb führen 45 Jahre im Versicherungsverlauf nicht zwangsläufig zu einem Anspruch auf die Altersrente für besonders langjährig Versicherte.

Wie wird die Altersrente berechnet?

Die Höhe der gesetzlichen Altersrente ergibt sich aus der Rentenformel. Dabei werden die persönlichen Entgeltpunkte mit dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Die persönlichen Entgeltpunkte berücksichtigen bereits den Zugangsfaktor und damit gegebenenfalls Abschläge oder Zuschläge.

Die Entgeltpunkte spiegeln insbesondere das versicherte Einkommen im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt wider. Deshalb hängt die Rentenhöhe nicht allein von der Anzahl der Versicherungsjahre ab.

Kann man neben der Altersrente weiterarbeiten?

Seit 2023 gelten für vorgezogene Altersrenten keine Hinzuverdienstgrenzen mehr. Versicherte können daher grundsätzlich neben ihrer Altersrente weiterarbeiten, ohne dass die Rente wegen des Erwerbseinkommens gekürzt wird. Ob durch die Beschäftigung zusätzliche Rentenansprüche entstehen, hängt von den jeweiligen rentenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen ab.

Wann muss die Altersrente beantragt werden?

Die Altersrente muss bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt werden. Empfehlenswert ist eine Antragstellung etwa drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn. Zuvor sollte der Versicherungsverlauf auf fehlende oder fehlerhafte Zeiten geprüft werden.

Welche Unterlagen benötigt werden und welche Fristen zu beachten sind, erläutern wir auf unserer Fachseite Rentenleistungen beantragen.

Synonyme: gesetzliche Altersrente, Altersruhegeld, Rente wegen Alters