Fachbegriffe-Versicherungen

Insolvenzanfechtungsversicherung

BegriffDefinition
Insolvenzanfechtungsversicherung

Eine Insolvenzanfechtungsversicherung schützt vor Rückforderungen im Rahmen einer Insolvenzanfechtung.

Das Risiko einer Insolvenzanfechtung ist trotz der Reform des Insolvenzanfechtungsrechts für Unternehmen groß. Insolvenzverwalter können Zahlungen zurückverlangen, die von einem in der Insolvenz befindlichen Unternehmen geleistet wurden. Insolvenzverwaltern ist es auch möglich, Zahlungen zurückzufordern, die vor einem längeren Zeitraum - in Teilen sogar mehr als vier Jahre -  getätigt wurden, um sie der Insolvenzmasse zuzuführen. Geregelt wird dies in §§ 129 ff. Insolvenzordnung, wonach ein Insolvenzverwalter Handlungen anfechten darf, die zu einer Benachteiligung der Gläubiger geführt haben. Nach dieser Regelung können Zahlungen zurückgefordert werden, die ein insolventes Unternehmen schon weit vor der Insolvenz getätigt hat.

Unternehmen können schlecht einkalkulieren, ob und wann sie wegen einer Insolvenzanfechtung in Anspruch genommen werden könnten. Generell können nur Ansprüche gestellt werden, wenn die finanzielle Notlage des später insolventen Unternehmens bekannt war. Anfechtungsrisiko, Höhe des Anspruchs und Anspruchsberechtigung lassen sich daher kaum einschätzen. Durch eine Insolvenzanfechtungsversicherung lassen sich derartige Ansprüche absichern. Die Insolvenzanfechtungsversicherung prüft die Berechtigung der Ansprüche, wehrt unberechtigte Ansprüche ab und leistet eine Entschädigung für den rückwirkenden Forderungsausfall.

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