
FAQ
| Begriff | Definition |
|---|---|
| klassische Rentenversicherung | Eine klassische Rentenversicherung bezeichnet eine Rentenversicherung, bei der die Kapitalanlage überwiegend sicherheitsorientiert im Sicherungsvermögen des Versicherers erfolgt. Der Begriff „klassisch“ beschreibt damit vor allem die Art der Kapitalanlage und die Gestaltung der Garantien. Er grenzt diese Form insbesondere von fondsgebundenen, indexgebundenen oder anderen stärker kapitalmarktorientierten Rentenversicherungen ab. Eine klassische Rentenversicherung ist deshalb nicht automatisch mit einer bestimmten Form der Altersvorsorge gleichzusetzen. Die klassische Kapitalanlage kann beispielsweise bei einer ungeförderten privaten Rentenversicherung oder – abhängig vom angebotenen Tarif – auch im Rahmen einer Basisrente vorkommen. Welche steuerlichen Regeln, Auszahlungsmöglichkeiten und Verfügungsmöglichkeiten gelten, richtet sich nach der jeweiligen Form der Altersvorsorge. Wie funktioniert die klassische Kapitalanlage?Bei einer klassischen Rentenversicherung legt der Versicherer die Beiträge nach Abzug von Kosten und den für den Versicherungsschutz benötigten Anteilen überwiegend in seinem Sicherungsvermögen an. Für dessen Kapitalanlage gelten gesetzliche Anforderungen. Ziel ist eine langfristige und sicherheitsorientierte Anlage, mit der die zugesagten Leistungen dauerhaft erfüllt werden können. Der Versicherungsvertrag kann garantierte Leistungen vorsehen. Zusätzlich können Versicherungsnehmer an den vom Versicherer erwirtschafteten Überschüssen beteiligt werden. Diese Überschussbeteiligung ist jedoch nicht in gleicher Weise garantiert wie die vertraglich zugesicherten Leistungen und kann sich während der Vertragslaufzeit verändern. Was unterscheidet die klassische von anderen Rentenversicherungen?Der wesentliche Unterschied liegt in der Kapitalanlage. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung wird das Vertragsguthaben beziehungsweise ein wesentlicher Teil davon unmittelbar in Investmentfonds angelegt. Hybrid- und Indexmodelle versuchen dagegen auf unterschiedliche Weise, Sicherungsmechanismen mit einer stärkeren Beteiligung an den Kapitalmärkten zu verbinden. Die klassische Rentenversicherung setzt stärker auf Garantien und planbare Leistungen. Dem stehen im Vergleich zu stärker kapitalmarktorientierten Modellen in der Regel geringere Renditechancen gegenüber. Welche Variante geeignet ist, hängt unter anderem von der Laufzeit, dem gewünschten Garantieniveau, der Risikobereitschaft, den Kosten und der benötigten Flexibilität ab. Klassische private RentenversicherungEine wichtige Ausprägung ist die klassische private Rentenversicherung. Sie dient dem Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge und kann im Alter eine lebenslange Rente ermöglichen. Je nach Vertrag können auch andere Auszahlungsoptionen vorgesehen sein. Ausführliche Informationen zu dieser Form finden Sie unter Klassische private Rentenversicherung. Zusammenfassung: „Klassisch“ bezeichnet bei einer Rentenversicherung in erster Linie eine sicherheitsorientierte Form der Kapitalanlage mit möglichen Garantien und Überschussbeteiligung. Die klassische private Rentenversicherung ist eine wichtige Anwendung dieses Prinzips, der Begriff kann jedoch auch bei anderen Formen der Altersvorsorge verwendet werden. |