FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

absolute Risikoabdeckung

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BegriffDefinition
absolute Risikoabdeckung

Unter absoluter Risikoabdeckung versteht man im Risikomanagement die vollständige finanzielle Absicherung eines bestimmten Risikos. Ziel ist es, die finanziellen Folgen eines Schadenereignisses vollständig auszugleichen, sodass beim Betroffenen kein ungedeckter finanzieller Schaden verbleibt. Voraussetzung dafür ist, dass der Umfang der Absicherung auf das jeweilige Risiko und die möglichen Schadenfolgen abgestimmt ist.

Was bedeutet eine vollständige Risikoabdeckung?

Eine vollständige Risikoabdeckung liegt vor, wenn sämtliche finanziellen Folgen eines definierten Schadenereignisses durch die vorhandene Absicherung ausgeglichen werden. Dazu muss der Versicherungsschutz ausreichend bemessen sein und darf für den betreffenden Schaden keine ungedeckten Kosten oder Selbstbeteiligungen hinterlassen.

Dabei ist zwischen der Absicherung eines Risikos und seiner Vermeidung zu unterscheiden. Auch bei vollständiger finanzieller Absicherung kann das Schadenereignis weiterhin eintreten. Abgesichert werden seine finanziellen Auswirkungen, nicht das Ereignis selbst.

Was unterscheidet absolute und relative Risikoabdeckung?

Bei einer absoluten Risikoabdeckung wird ein vollständiger finanzieller Ausgleich der Folgen eines bestimmten Risikos angestrebt. Eine relative beziehungsweise teilweise Risikoabdeckung liegt dagegen vor, wenn ein Teil des möglichen Schadens selbst getragen werden muss.

Ein Beispiel ist eine Kaskoversicherung mit vereinbarter Selbstbeteiligung. Übernimmt der Versicherer einen versicherten Schaden nur abzüglich eines Eigenanteils von 500 Euro, verbleibt dieser Betrag beim Versicherungsnehmer. Auch eine zu niedrig gewählte Versicherungssumme kann dazu führen, dass ein Teil des Schadens nicht gedeckt ist.

Welche Bedeutung hat die absolute Risikoabdeckung in der Praxis?

Besonders bei existenzbedrohenden Risiken ist eine möglichst vollständige finanzielle Absicherung wichtig. Dazu gehören beispielsweise hohe Schadenersatzforderungen, die das private Vermögen oder die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens gefährden können.

In der Praxis lässt sich allerdings nicht jedes Risiko vollständig absichern. Versicherungsverträge enthalten Leistungsgrenzen, Ausschlüsse und weitere Bedingungen. Deshalb besteht die Aufgabe eines durchdachten Risikomanagements darin, schwerwiegende finanzielle Risiken möglichst umfassend abzusichern und kleinere, wirtschaftlich tragbare Risiken gegebenenfalls selbst zu übernehmen.

Worauf sollten Versicherungsnehmer achten?

Entscheidend ist, ob der vereinbarte Versicherungsschutz die möglichen finanziellen Folgen des jeweiligen Risikos ausreichend abdeckt. Versicherungsnehmer sollten deshalb insbesondere auf die Höhe der Versicherungssumme, vereinbarte Selbstbeteiligungen, Leistungsausschlüsse und mögliche Deckungslücken achten.

Eine möglichst vollständige Risikoabdeckung bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass jede Selbstbeteiligung vermieden werden muss. Bei kleineren Schäden kann ein bewusst übernommener Eigenanteil wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn dadurch die Versicherungsbeiträge sinken und existenzbedrohende Risiken weiterhin ausreichend abgesichert bleiben.

Synonyme: absoluten Risikoabsicherung, vollständige Risikoabdeckung, vollständige Risikoabsicherung