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Die Finanzplanung für (werdende) Eltern: Da gehört so manches auf den Prüfstand

Die Geburt eines Kindes stellt nicht nur das bisherige Leben auf den Kopf, sondern ist bei aller Freude über das neue Familienmitglied auch mit großen finanziellen Belastungen verbunden. Eine solide Finanzplanung ist sehr wichtig, wenn die Zukunft des Nachwuchses abgesichert werden soll.

Der Staat tut etwas für Kinder, aber…

Für jedes minderjährige und/oder in der Ausbildung stehende Kind zahlt der Staat bis zu dessen 25. Geburtstag jeden Monat Kindergeld. Wenn das Kind wegen einer Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, auch darüber hinaus. Auch steuerliche Vorteile werden Eltern gewährt. So schön diese Leistungen auch sind, so sind sie dennoch der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, denn ein Kind zu haben ist deutlich teurer: Das Statistische Bundesamt ermittelte für das Jahr 2018, dass ein Kind bis zu seiner Volljährigkeit im Durchschnitt je nach Familiensituation etwa 150.000 Euro für Konsumausgaben kostet – also für Lebensmittel Kleidung, Wohnen und Freizeit. Nicht enthalten sind Bildungskosten oder Taschengeld. Angesichts dieser Zahlen leuchtet ein, dass Vorsorge nötig ist.

Sparen fürs Kind

Es gibt einige Möglichkeiten, die finanzielle Zukunft seiner Kinder abzusichern.

  • Eine Variante der Lebensversicherungen sind Aussteuer- oder Ausbildungsversicherungen. Sie werden zu einem vertraglich vereinbarten Termin – meistens dem 18. oder 25. Geburtstag – ausgezahlt. Sollte der Versicherungsnehmer – in den meisten Fällen ein Elternteil – vor diesem Stichtag versterben, dann kommt die Versicherung für die noch fehlenden Raten auf. So ist die Finanzierung der Ausbildung des Nachwuchses auf jeden Fall gesichert. Diese Policen haben jedoch meistens den Nachteil, dass sie eine schlechte Rendite aufweisen. Verbraucher sollten also auf jeden Fall mehrere Angebote miteinander vergleichen, um das mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
  • Mehr Flexibilität bieten Banksparpläne. Sie beinhalten zwar im Gegensatz zu einer Ausbildungsversicherung keinen Versicherungsschutz, können aber bei Bedarf mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist aufgelöst werden.
  • Kapitalanlagegesellschaften bieten die Geldanlage in Investmentanteilen an. Kunden zahlen auf ein Anlagekonto ein und erhalten entsprechend ihres Einzahlungsbetrags eine Gutschrift über einen bestimmten Umfang der Fondanteile. Wer das Risiko gering halten möchte, entscheidet sich für Immobilien- oder Rentenfonds. Risikobereitere Anleger bevorzugen Aktien. Der Vorteil dieser Anlageform ist der flexible Umgang mit den Einzahlungsbeträgen: Es sind nicht nur regelmäßige gleichbleibende Geldbeträge, sondern auch Einmalzahlungen in beliebiger Höhe möglich. Wer eine Mischung aus Sicherheit und Risiko bevorzugt, kann einen Aktienfond mit einem Banksparplan koppeln, sodass der Banksparplan für den Erhalt des Kapitals sorgt.
  • Wer den Aufwand nicht scheut, kann zur Verfügung stehendes Geld selbst in Wertpapieren anlegen.

Versicherungen für die Kinder

Auch ein noch sehr junges Kind kommt nicht ohne einen Versicherungsschutz aus.

  • Die Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung, der schon Neugeborene unterliegen. Im Regelfall ist hier der Versicherungsschutz der Eltern für den des Kindes entscheidend. Sind diese in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, kann ein Kind über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert werden. Privat krankenversicherte Eltern melden ihre Kinder ebenfalls bei ihrem Versicherer an, dies geschieht jedoch nicht kostenfrei, sondern zu einem günstigeren Tarif. Wer Geld sparen möchte, kann darüber nachdenken, ob der ein oder andere Versicherungsbestandteil für das Kind verzichtbar ist.
  • Sehr wichtig ist der Schutz vor Invalidität. Die Versicherung zahlt, wenn das Kind zu einem Pflegefall werden sollte. Vor allem die private Kinderunfallversicherung ist hier zu empfehlen; Eltern sollten dabei vor allem auf eine hohe Leistung im Fall einer Invalidität Wert legen und die Leistungen im Todesfall eher vernachlässigen.
  • Sobald ein Kind ins Berufsleben eintritt, ist es Zeit für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Zu einer Berufsunfähigkeit kann es schon während der Berufsausbildung kommen; vom Staat hätte das Kind in diesem Fall jedoch nur wenig Unterstützung zu erwarten. Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung früh abgeschlossen wird, hat das mehrere Vorteile: Da die meisten jungen Menschen über eine gute gesundheitliche Verfassung verfügen, müssen sie sich um die Gesundheitsprüfung, die vor dem Vertragsschluss durchgeführt wird, keine Sorgen machen. Außerdem sind die Beiträge umso geringer, je eher ein Versicherter in die Berufsunfähigkeitsversicherung eingetreten ist.
  • Eine separate private Haftpflichtversicherung für Kinder ist überflüssig. Sie sind grundsätzlich bis zu ihrem 18. Geburtstag in der Police ihrer Eltern mitversichert, sofern sie nicht eher heiraten. Volljährige Kinder bleiben mitversichert, wenn sie zur Schule gehen, sich in der ersten Berufsausbildung befinden oder nach der Berufsausbildung ein Studium beginnen oder sie in einer Wartezeit zwischen Schule und Berufsausbildung sind. Sofern ein Kind eine zweite Berufsausbildung oder ein zweites Studium aufnimmt, erlischt der Versicherungsschutz über die Eltern. Das gilt auch bei der Aufnahme einer Berufstätigkeit.
    Kinder, die jünger als sieben Jahre sind, gelten rechtlich als nicht schuldfähig. Das bedeutet, dass sie für von ihnen verursachte Schäden nicht haftbar gemacht werden können. Zahlreiche Assekuranzen bieten dennoch einen speziellen Baustein für sie an, der zusätzlich abgeschlossen werden kann. Dadurch bleiben Eltern unter Umständen kräftezehrende Diskussionen mit den Geschädigten erspart.

Versicherung für die Eltern

Für den Fall, dass die Eltern versterben, bevor ihre Kinder selbst finanziell ihr Leben bestreiten können, sollte auf jeden Fall vorgesorgt werden.

  • Mit einer Risikolebensversicherung sorgen Eltern für ihren Todesfall vor. Bei der Bemessung der Versicherungssumme sollte darauf geachtet werden, dass der Anteil jedes Elternteils am Haushaltseinkommen gewichtet wird. So wird der Unterhalt des Kindes nach dem Tod der Eltern abgesichert.
  • Auch berufstätige Eltern sollten über eine Berufs- oder Dienstunfähigkeitsversicherung verfügen, damit das wegfallende Einkommen die Familie nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt.
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