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Nach der Schule: Diese Versicherungen können jetzt wichtig sein

Wenn die Schulzeit vorbei ist, beginnt für die meisten jungen Menschen eine Berufsausbildung oder ein Studium. Jetzt sollte über Versicherungen nachgedacht werden, die für Schäden eintreten, die mit eigenen Mitteln nicht abgedeckt werden können.

Ein Muss: die Kranken- und Pflegeversicherung

An einer Kranken- und einer Pflegeversicherung führt kein Weg vorbei, sie sind gesetzlich vorgeschrieben. Auszubildende sind in der Regel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert, Studenten können in der GKV in der Familienversicherung der Eltern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres beitragsfrei mitversichert sein. Danach werden sie Mitglied der studentischen Krankenversicherung der GKV.

Für privat krankenversicherte Studenten, die diesen Status erhalten möchten, kann die Versicherung über die Eltern fortgesetzt werden. Eine Beitragsfreiheit wie in der GKV gibt es jedoch nicht, die Versicherer bieten aber günstige Tarife an.

Beamte auf Widerruf sind während ihrer Ausbildung in den meisten Fällen mit einer privaten Krankenversicherung gut versorgt. Der Staat kommt für einen Teil der Krankheitskosten auf, sodass nur die bis zu 100 % fehlende Spanne versichert werden muss. Die meisten Assekuranzen bieten spezielle Beamten-Versicherungen an.

Wer Auslandsreisen unternehmen will oder ein Auslandssemester plant, sollte unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Es gibt verschiedene Varianten für bis zu 60 Tage dauernde Reisen und für mehrmonatige Aufenthalte.

Eventuell kommen auch Krankenzusatzversicherungen in Betracht. Hier muss der relativ niedrige Beitrag für junge Menschen der tatsächlichen Notwendigkeit dieser Versicherungen gegenübergestellt werden, ehe man eine Entscheidung trifft.

Auf die private Haftpflichtversicherung nicht verzichten

Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss ihm diesen ersetzen. Da der Gesetzgeber hierfür keine Obergrenze festgelegt hat, muss im ungünstigen Fall mit dem gesamten jetzigen und künftigen Vermögen gehaftet werden. Vor einem Vertragsabschluss sollte geprüft werden, ob eine Mitversicherung über die Police der Eltern besteht.

Wenn eine Erkrankung die Zukunft durchkreuzt: die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seine Arbeitskraft verliert, verliert auch sein Einkommen und damit seine Existenzgrundlage. Insbesondere Auszubildende, Studenten und Berufsanfänger haben bei einem Verlust ihrer Arbeitskraft das Problem, dass ihnen die gesetzlichen Rentenversicherungsträger keinen oder nur einen sehr begrenzten Schutz bieten. Da Versicherer ihre Tarife nach einer Risikoabschätzung festlegen, ist die Versicherung für junge und gesunde Menschen noch relativ preisgünstig.

Der Vertrag sollte darauf angelegt sein, ihn ohne eine weitere Gesundheitsprüfung an die sich im Laufe des Berufslebens ergebenden Veränderungen anzupassen.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ist für die meisten jungen Menschen, die ihren ersten eigenen Hausstand gründen, verzichtbar. Erst dann, wenn höherwertiger Hausrat angeschafft wird, lohnt es sich, ihn abzusichern. Die Deckungssumme sollte dabei ungefähr den Wert des Besitzes haben.

Private Altersvorsorge: Wer früh anfängt, hat mehr davon

Der erste Job ist eine gute Gelegenheit, sich um seine Altersvorsorge Gedanken zu machen. Dennoch muss überlegt werden, wie viel Geld monatlich ausgegeben werden kann und was Vorrang hat. Neben der verpflichtenden Kranken- und Pflegeversicherung sollte nicht auf die Privathaftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung verzichtet werden. Wenn ein Studienkredit abbezahlt werden muss, ist das zunächst wichtiger als die Altersvorsorge. Sollte dafür noch genügend Geld übrig sein, sind Sparpläne mit Indexfonds eine gute Wahl. Wenn sich der Arbeitgeber beteiligt, ist eine Betriebsrente empfehlenswert, ebenso aber auch ein Riester-Vertrag, weil der Staat hierfür Zuschüsse zahlt.

Kfz-Versicherung

Wer Auto fährt, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Wer es sich leisten kann und wessen Fahrzeug noch nicht zu alt ist, kann eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abschließen. Da die Kfz-Haftpflicht für junge Menschen relativ teuer ist, kann das Fahrzeug über die Eltern bei ihrem Versicherungsunternehmen als Zweitwagen versichert werden.

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