FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

Höchstrechnungszins

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BegriffDefinition
Höchstrechnungszins

Der Höchstrechnungszins ist ein gesetzlich festgelegter Höchstzinssatz, der bei der Berechnung der Deckungsrückstellungen bestimmter Lebens- und Rentenversicherungen mit Zinsgarantie grundsätzlich nicht überschritten werden darf. Er dient einer vorsichtigen Kalkulation der langfristigen Verpflichtungen von Versicherungsunternehmen und ist nicht mit der tatsächlichen Rendite eines Versicherungsvertrags gleichzusetzen.

Seit dem 1. Januar 2025 beträgt der Höchstrechnungszins grundsätzlich 1,0 Prozent. Zuvor lag er bei 0,25 Prozent. Die Höhe wird durch die Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) geregelt und nicht automatisch jährlich angepasst. Änderungen orientieren sich insbesondere an der langfristigen Entwicklung der Kapitalmarktzinsen.

Häufig wird der Höchstrechnungszins als Garantiezins bezeichnet. Beide Begriffe sind jedoch nicht vollständig gleichbedeutend. Während der Höchstrechnungszins eine aufsichtsrechtliche Obergrenze für bestimmte Rechnungszinssätze darstellt, ergibt sich die tatsächliche Zinsgarantie aus dem jeweiligen Versicherungsvertrag. Eine garantierte Verzinsung bezieht sich bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen üblicherweise auf das maßgebliche Deckungskapital beziehungsweise den Sparanteil und nicht auf sämtliche eingezahlten Beiträge.

Für Versicherungsnehmer ist deshalb weniger der Höchstrechnungszins allein entscheidend als die tatsächlich vereinbarte garantierte Leistung, die Vertragskosten und eine mögliche Überschussbeteiligung. Eine Änderung des Höchstrechnungszinses verändert bestehende vertragliche Garantien grundsätzlich nicht. Weitere Informationen zum Zusammenhang zwischen Höchstrechnungszins, Garantiezins und Überschussbeteiligung finden Sie auf unserer Fachseite zur Kapitallebensversicherung.

Synonyme: Höchstrechnungszinssatz, Höchstzinssatz, Rechnungszinsobergrenze