FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

Beitragsbemessungsgrenze

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BegriffDefinition
Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) bestimmt, bis zu welcher Höhe beitragspflichtige Einnahmen bei der Berechnung der Beiträge zur Sozialversicherung berücksichtigt werden. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleibt bei der Beitragsberechnung außer Betracht. Die Beitragsbemessungsgrenzen werden grundsätzlich jährlich angepasst und unterscheiden sich je nach Versicherungszweig.

Wie funktioniert die Beitragsbemessungsgrenze?

Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung werden grundsätzlich anhand beitragspflichtiger Einnahmen berechnet. Die Beitragsbemessungsgrenze setzt dabei eine Obergrenze: Übersteigt das beitragspflichtige Einkommen die jeweilige Grenze, werden für den darüberliegenden Teil keine zusätzlichen Beiträge im betreffenden Versicherungszweig erhoben.

Für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung gilt eine gemeinsame Beitragsbemessungsgrenze. In der allgemeinen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung gilt eine andere, höhere Grenze. Für die knappschaftliche Rentenversicherung bestehen besondere Regelungen.

Warum wird die Beitragsbemessungsgrenze regelmäßig angepasst?

Die Beitragsbemessungsgrenzen werden grundsätzlich jährlich entsprechend der gesetzlichen Vorgaben an die Einkommensentwicklung angepasst. Dadurch kann sich die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge auch dann verändern, wenn das persönliche Einkommen unverändert bleibt. Das betrifft insbesondere Versicherte, deren beitragspflichtige Einnahmen oberhalb der bisherigen, aber innerhalb der neuen Beitragsbemessungsgrenze liegen.

Gilt die Beitragsbemessungsgrenze auch für Selbstständige?

Ja. Bei freiwillig gesetzlich krankenversicherten Selbstständigen werden beitragspflichtige Einnahmen grundsätzlich höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Dabei können neben dem Arbeitseinkommen auch weitere Einnahmen, beispielsweise aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung, relevant sein. Zusätzlich gilt für freiwillig Versicherte eine Mindestbemessungsgrundlage.

In der gesetzlichen Rentenversicherung hängt die Beitragspflicht Selbstständiger von ihrer Tätigkeit und ihrem Versicherungsstatus ab. Soweit Beiträge nach dem tatsächlichen Arbeitseinkommen berechnet werden, begrenzt die maßgebliche Beitragsbemessungsgrenze die beitragspflichtige Höhe.

Was ist der Unterschied zur Versicherungspflichtgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, verwechselt werden. Während die Beitragsbemessungsgrenze die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen begrenzt, entscheidet die Jahresarbeitsentgeltgrenze insbesondere darüber, ob Arbeitnehmer aufgrund ihres regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Wer die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, kann deshalb nicht automatisch in die private Krankenversicherung wechseln. Dafür müssen die gesetzlichen Voraussetzungen zur Versicherungsfreiheit erfüllt sein.

Wo finden Versicherte die aktuellen Beitragsbemessungsgrenzen?

Die jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenzen und ihre Bedeutung für die Beitragsberechnung erläutern unsere Fachseiten zur gesetzlichen Krankenversicherung, zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur Pflegeversicherung.

Synonyme: BBG, Beitragsbemessungsgrenzen