
Maximale Deckung
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Maximale Deckung | Die maximale Deckung bezeichnet im Versicherungswesen die Obergrenze des Versicherungsschutzes beziehungsweise der Versicherungsleistung für ein bestimmtes Risiko. Gemeint ist der höchste Betrag, bis zu dem ein Versicherer nach den vereinbarten Bedingungen für einen versicherten Schaden aufkommen kann. Häufig werden dafür auch die Begriffe Deckungssumme, Versicherungssumme oder Höchstentschädigung verwendet. Ihre genaue Bedeutung kann jedoch je nach Versicherungsart unterschiedlich sein. Eine hohe maximale Deckung bedeutet nicht, dass jeder Schaden bis zu dieser Grenze vollständig ersetzt wird. Entscheidend ist immer, ob der Schaden versichert ist, welche Leistungsvoraussetzungen gelten und ob zusätzliche Entschädigungsgrenzen oder Selbstbeteiligungen vereinbart wurden. Wie wird die maximale Deckung festgelegt?Die maximale Deckung ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag und den dazugehörigen Versicherungsbedingungen. Je nach Versicherungsart kann sie als Höchstbetrag je Versicherungsfall, als Grenze für bestimmte Schadenarten oder als Gesamtbetrag für ein Versicherungsjahr festgelegt sein. Für einzelne Leistungen können außerdem niedrigere Entschädigungsgrenzen gelten. Beispielsweise kann eine Haftpflichtversicherung eine hohe allgemeine Deckungssumme vorsehen, während für bestimmte mitversicherte Risiken eine gesonderte niedrigere Leistungsgrenze gilt. Versicherungsnehmer sollten deshalb nicht nur auf die höchste im Vertrag genannte Summe achten. Was unterscheidet Deckungssumme, Versicherungssumme und Höchstentschädigung?Die Begriffe werden im Versicherungsalltag teilweise ähnlich verwendet, sind aber nicht immer bedeutungsgleich. In der Haftpflichtversicherung beschreibt die Deckungssumme regelmäßig die vereinbarte Leistungsobergrenze. In der Sachversicherung kann die Versicherungssumme zugleich für die Bewertung einer möglichen Unterversicherung wichtig sein. Eine Höchstentschädigung begrenzt dagegen die Leistung für einen bestimmten Schaden oder Leistungsbereich. Welche Grenze tatsächlich maßgeblich ist, ergibt sich aus den jeweiligen Vertragsbedingungen. Deshalb sollte geprüft werden, ob die vereinbarte Summe für alle versicherten Risiken oder nur für einzelne Schadenarten gilt. Warum ist die maximale Deckung wichtig?Übersteigt ein versicherter Schaden die maßgebliche Leistungsobergrenze, kann der darüber hinausgehende Betrag beim Versicherungsnehmer verbleiben. Besonders bei hohen Haftpflichtschäden kann eine zu niedrige Deckungssumme deshalb erhebliche finanzielle Folgen haben. Auch in Sachversicherungen ist die richtige Absicherung wichtig. Ist die Versicherungssumme im Verhältnis zum Versicherungswert erheblich zu niedrig, kann nach § 75 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) eine anteilige Kürzung wegen Unterversicherung in Betracht kommen. Ob und in welchem Umfang dies gilt, hängt von der Versicherungsart und den vertraglichen Regelungen ab. Gibt es gesetzliche Vorgaben für die maximale Deckung?Eine allgemeine gesetzliche Vorgabe, nach der jede Versicherung eine bestimmte maximale Deckung bieten muss, gibt es nicht. Bei einzelnen Pflichtversicherungen sind jedoch Mindestversicherungssummen vorgeschrieben. Das gilt beispielsweise für die Kfz-Haftpflichtversicherung und bestimmte berufliche Haftpflichtversicherungen. Diese gesetzlichen Mindestbeträge sind nicht mit einer für jeden Versicherungsnehmer ausreichenden Absicherung gleichzusetzen. Je nach persönlichem Risiko kann eine höhere vereinbarte Deckungssumme sinnvoll sein. Wie beeinflussen Deckungssumme und Selbstbeteiligung den Beitrag?Eine höhere Deckungssumme kann zu einem höheren Versicherungsbeitrag führen, weil der Versicherer ein größeres mögliches Schadenvolumen übernimmt. Wie stark sich dies auf den Beitrag auswirkt, hängt jedoch von der Versicherungsart, der Tarifgestaltung und weiteren Risikomerkmalen ab. Bei einer vereinbarten Selbstbeteiligung trägt der Versicherungsnehmer einen bestimmten Teil des versicherten Schadens selbst. Das kann den Beitrag senken, verändert aber nicht zwangsläufig die vereinbarte Deckungssumme. Für die tatsächliche Auszahlung ist entscheidend, wie Selbstbeteiligung und Leistungsobergrenze im Vertrag miteinander verrechnet werden. Worauf sollten Versicherungsnehmer achten?Beim Vergleich von Versicherungen sollten nicht nur die ausgewiesene Deckungssumme, sondern auch die versicherten Risiken, besondere Entschädigungsgrenzen und mögliche Ausschlüsse berücksichtigt werden. Wichtig ist außerdem, ob die Leistungsobergrenze je Schadenfall oder insgesamt für mehrere Schäden innerhalb eines Versicherungsjahres gilt. Die passende maximale Deckung hängt vom individuellen Absicherungsbedarf ab. Eine hohe Summe ist vor allem dann hilfreich, wenn auch der benötigte Versicherungsschutz tatsächlich vereinbart ist. |