Für Minijobber gibt es keine eigene Zusatzversorgungskasse. Geringfügig entlohnte Beschäftigte können jedoch wie andere Arbeitnehmer in die betriebliche Zusatzversorgung ihres Arbeitgebers einbezogen sein. Das ist insbesondere im öffentlichen Dienst von Bedeutung.
Sind Minijobber im öffentlichen Dienst in der Zusatzversorgung versichert?
Bei Arbeitgebern, die beispielsweise an der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) beteiligt sind, müssen geringfügig entlohnte Beschäftigte grundsätzlich zur Pflichtversicherung angemeldet werden, wenn die allgemeinen Voraussetzungen erfüllt sind und keine Ausnahme vorliegt. Die Höhe des Arbeitsentgelts allein schließt die Zusatzversorgung somit nicht aus.
Gilt das auch für kurzfristig Beschäftigte?
Nein. Kurzfristig Beschäftigte im Sinne des § 8 Absatz 1 Nr. 2 SGB IV sind bei der VBL von der Pflichtversicherung ausgenommen. Deshalb muss zwischen einem geringfügig entlohnten Minijob und einer kurzfristigen Beschäftigung unterschieden werden.
Welche Leistungen bietet die Zusatzversorgung?
Die Zusatzversorgung ergänzt die gesetzliche Rentenversicherung. Welche Leistungen ein Minijobber erwerben kann, richtet sich nach der jeweiligen Zusatzversorgungseinrichtung sowie den geltenden tarifvertraglichen und satzungsrechtlichen Regelungen. Bei der VBLklassik können beispielsweise Leistungen im Alter, bei Erwerbsminderung und für Hinterbliebene vorgesehen sein.
Können Minijobber auch eine andere betriebliche Altersvorsorge nutzen?
Ja. Die betriebliche Altersvorsorge ist nicht auf die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes beschränkt. Auch Minijobber können grundsätzlich eine betriebliche Altersvorsorge aufbauen. Einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung haben allerdings nur Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.
Synonyme:
Zusatzversorgung Minijobber, Zusatzversorgung Minijob, ZVK Minijobber, VBL Minijobber