Zusatzversorgungskassen sind Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung, die insbesondere Beschäftigten des öffentlichen und kirchlichen Dienstes eine zusätzliche Versorgung ermöglichen. Die Zusatzversorgung ergänzt in der Regel die gesetzliche Rente und kann Leistungen im Alter sowie bei Erwerbsminderung oder für Hinterbliebene vorsehen.
Wer ist bei einer Zusatzversorgungskasse versichert?
Welche Beschäftigten versichert werden, richtet sich nach dem jeweiligen Arbeitgeber sowie den geltenden tarifvertraglichen und satzungsrechtlichen Regelungen. Im öffentlichen Dienst wird die Zusatzversorgung beispielsweise über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) oder über kommunale Zusatzversorgungskassen durchgeführt.
Ist die Zusatzversorgung eine betriebliche Altersvorsorge?
Ja. Die Zusatzversorgung für Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes gehört zur betrieblichen Altersvorsorge. Sie ergänzt die gesetzliche Rentenversicherung und beruht regelmäßig auf tarifvertraglichen Regelungen.
Was passiert bei einem Wechsel des Arbeitgebers?
Bei einem Wechsel innerhalb des öffentlichen Dienstes kann künftig eine andere Zusatzversorgungskasse zuständig sein. Zwischen der VBL und zahlreichen kommunalen, kirchlichen und weiteren Zusatzversorgungskassen bestehen Vereinbarungen zur gegenseitigen Anerkennung von Versicherungszeiten. Dadurch können Versicherungszeiten verschiedener Einrichtungen beispielsweise für die Erfüllung von Wartezeiten berücksichtigt werden.
Sind Zusatzversorgungskassen dasselbe wie Pensionskassen?
Nein. Die Begriffe sollten nicht gleichgesetzt werden. „Zusatzversorgungskasse“ bezeichnet Einrichtungen der Zusatzversorgung insbesondere im öffentlichen und kirchlichen Dienst. Die Pensionskasse ist dagegen einer der gesetzlich vorgesehenen Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge.
Synonyme:
ZVK, Zusatzversorgungskasse, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes