
Bergmann-Rente
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Bergmann-Rente | Die Bergmann-Rente, früher auch Bergmannsrente genannt, ist eine historische Rentenleistung der knappschaftlichen Rentenversicherung. Der Begriff wurde im früheren Rentenrecht ausdrücklich verwendet und bezeichnete besondere Leistungen für Beschäftigte des Bergbaus. Mit der Einführung des Sozialgesetzbuchs VI (SGB VI) zum 1. Januar 1992 wurde das Rentenrecht neu geordnet. Die entsprechende gesetzliche Leistung wird heute als Rente für Bergleute bezeichnet. Was war die frühere Bergmannsrente?Die Bergmannsrente berücksichtigte die besonderen beruflichen Belastungen und eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten im Bergbau. Nach dem früheren knappschaftlichen Rentenrecht konnte sie insbesondere wegen verminderter bergmännischer Berufsfähigkeit oder unter besonderen Voraussetzungen nach Vollendung des 50. Lebensjahres gezahlt werden. Auch in der ehemaligen DDR bestanden besondere Rentenregelungen für Bergleute. Bei der Überleitung in das gesamtdeutsche Rentenrecht galten für bestehende Ansprüche besondere gesetzliche Bestimmungen. Der historische Begriff Bergmannsrente ist deshalb nicht mit einer beliebigen betrieblichen Zusatzrente aus dem Bergbau gleichzusetzen. Was ist die heutige Rente für Bergleute?Die heutige Rente für Bergleute ist eine besondere Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung nach § 45 SGB VI. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt werden, wenn Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung im Bergbau vermindert berufsfähig sind. Eine weitere Anspruchsmöglichkeit besteht für bestimmte Versicherte nach Vollendung des 50. Lebensjahres, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen einschließlich der besonderen Wartezeit erfüllt sind. Die Rente für Bergleute ist keine Altersrente. Sie dient der Absicherung bestimmter Einschränkungen der Erwerbsmöglichkeiten im Bergbau. Welche Voraussetzungen im Einzelnen erfüllt sein müssen, hängt von der jeweiligen Anspruchsgrundlage und dem individuellen Versicherungsverlauf ab. Welche anderen Rentenleistungen gibt es für Bergleute?Von der Rente für Bergleute zu unterscheiden ist die besondere Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute. Sie setzt unter anderem eine besondere Wartezeit voraus und kann bei Erreichen der maßgeblichen Altersgrenze bezogen werden. Daneben gibt es die Knappschaftsausgleichsleistung, die unter bestimmten Voraussetzungen ältere Beschäftigte nach dem Verlust ihrer Beschäftigung im Bergbau absichert. Diese Leistungen haben unterschiedliche Voraussetzungen und dürfen nicht miteinander gleichgesetzt werden. Auch zusätzliche betriebliche oder tarifvertragliche Versorgungsleistungen ehemaliger Bergbauunternehmen sind von den gesetzlichen Rentenleistungen zu unterscheiden. Wer ist für die Rente für Bergleute zuständig?Zuständig ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Die knappschaftliche Rentenversicherung gehört zur gesetzlichen Rentenversicherung, berücksichtigt jedoch besondere Beschäftigungs- und Versicherungsverhältnisse im Bergbau. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Voraussetzungen und besonderen Leistungen finden Sie auf unserer Fachseite zur knappschaftlichen Rentenversicherung. |