FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

Wiedereingliederungshilfe

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BegriffDefinition
Wiedereingliederungshilfe

Die Wiedereingliederungshilfe ist eine mögliche Zusatzleistung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie soll den beruflichen Neustart finanziell erleichtern, wenn eine zuvor berufsunfähige Person wieder eine Tätigkeit aufnimmt. Je nach Versicherungsvertrag kann dafür eine einmalige Zahlung vorgesehen sein. Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf Wiedereingliederungshilfe besteht nicht. Entscheidend sind die vereinbarten Versicherungsbedingungen.

 

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Wiedereingliederungshilfe?

Eine Wiedereingliederungshilfe kann beispielsweise gezahlt werden, wenn nach einer anerkannten Berufsunfähigkeit eine neue Tätigkeit aufgenommen wird und der Anspruch auf die bisherige Berufsunfähigkeitsrente deshalb entfällt. Manche Versicherer verlangen, dass die Berufsunfähigkeitsrente zuvor über einen bestimmten Zeitraum gezahlt wurde oder der Vertrag noch eine festgelegte Restlaufzeit hat. Die Höhe der Wiedereingliederungshilfe kann sich an mehreren Monatsrenten orientieren und durch einen Höchstbetrag begrenzt sein. Ob auch die Rückkehr in den bisherigen Beruf begünstigt wird, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Bei einem Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen lohnt es sich deshalb, auf die Voraussetzungen und die Höhe dieser Zusatzleistung zu achten. Wichtig ist außerdem, ob eine erneute Wiedereingliederungshilfe möglich ist und welche Folgen eine spätere erneute Berufsunfähigkeit hat. Die einmalige Zahlung ersetzt weder die laufende Berufsunfähigkeitsrente noch eine medizinische oder berufliche Rehabilitation. Weitere Informationen zur Absicherung der Arbeitskraft bietet unsere Seite zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Was gilt in der gesetzlichen Unfallversicherung?

Die gesetzliche Unfallversicherung kennt keine einheitliche Wiedereingliederungshilfe, die dieser vertraglichen Einmalzahlung entspricht. Nach einem anerkannten Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit können jedoch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben in Betracht kommen. Dazu gehören beispielsweise berufliche Qualifizierungen oder Hilfen zur Anpassung des Arbeitsplatzes. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich insbesondere in § 26 SGB VII und § 35 SGB VII. Einzelheiten erläutert unsere Seite zur gesetzlichen Unfallversicherung. Davon zu unterscheiden ist die stufenweise Wiedereingliederung nach längerer Krankheit, auch Hamburger Modell genannt.

Synonyme: Wiedereingliederungsleistung