FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

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BegriffDefinition
Genesungsgeld

Das Genesungsgeld ist eine zusätzliche Versicherungsleistung, die insbesondere in der privaten Unfallversicherung vereinbart werden kann. Sie soll nach einem unfallbedingten Krankenhausaufenthalt finanziellen Spielraum für die anschließende Erholungsphase schaffen. Häufig ist das Genesungsgeld an ein vereinbartes Unfall-Krankenhaustagegeld gekoppelt. Es handelt sich weder um eine allgemeine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung noch um einen gesetzlichen Ersatz für entgangenes Arbeitseinkommen.

Wann wird Genesungsgeld gezahlt?

In vielen Tarifen setzt Genesungsgeld voraus, dass die versicherte Person wegen eines Unfalls medizinisch notwendig vollstationär im Krankenhaus behandelt wurde und Anspruch auf Unfall-Krankenhaustagegeld besteht. Die Leistung schließt sich an die stationäre Behandlung an. Einzelne Tarife sehen zusätzliche Regelungen vor, beispielsweise für bestimmte ambulante Operationen. Entscheidend sind die vereinbarten Versicherungsbedingungen. Eine ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit allein begründet normalerweise noch keinen Anspruch.

Wie hoch ist das Genesungsgeld und wie lange wird es gezahlt?

Die Höhe richtet sich nach dem vereinbarten Tagessatz und den Tarifbedingungen, nicht nach einem festen Prozentsatz des Einkommens. Häufig wird Genesungsgeld für ebenso viele Tage berechnet, für die zuvor Unfall-Krankenhaustagegeld geleistet wurde. Allerdings können Höchstgrenzen und abgestufte Leistungssätze gelten. Bei einem vereinbarten Tagessatz von 30 Euro und zehn berücksichtigten Krankenhaustagen könnten beispielsweise zusätzlich 300 Euro Genesungsgeld entstehen, sofern der Tarif für diesen Zeitraum den vollen Tagessatz vorsieht.

Was ist der Unterschied zwischen Genesungsgeld und Krankengeld?

Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung dient unter bestimmten Voraussetzungen der Absicherung des Einkommens bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Genesungsgeld aus einer privaten Unfallversicherung ist dagegen eine vertraglich vereinbarte Zusatzleistung, deren Zahlung typischerweise an einen unfallbedingten Krankenhausaufenthalt anknüpft. Es kann unabhängig vom tatsächlichen Verdienstausfall gezahlt werden. Auch das Verletztengeld der gesetzlichen Unfallversicherung ist eine andere Leistung. Weitere Informationen zu den Leistungen und zur Absicherung von Unfallfolgen bietet unsere Fachseite zur privaten Unfallversicherung.

Ist Genesungsgeld sinnvoll?

Genesungsgeld kann zusätzliche Ausgaben nach einem Unfall abfedern, etwa für Unterstützung im Haushalt oder Fahrten zu Nachbehandlungen. Ob sich der entsprechende Tarifbaustein lohnt, hängt vom Mehrbeitrag, der möglichen Leistung und dem übrigen Versicherungsschutz ab. Bei der privaten Unfallversicherung sollte vor allem geprüft werden, wie dauerhafte gesundheitliche Unfallfolgen abgesichert sind. Genesungsgeld ersetzt weder eine ausreichende Invaliditätsleistung noch eine bedarfsgerechte Einkommensabsicherung.