FAQ – häufige Fragen zu Versicherungen und Vorsorge

Erwerbsunfähigkeit

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BegriffDefinition
Erwerbsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit ist ein früherer Begriff aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Seit dem 1. Januar 2001 können grundsätzlich keine neuen Ansprüche auf eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit mehr entstehen. Das damalige System wurde durch die Renten wegen teilweiser und voller Erwerbsminderung ersetzt.

Was bedeutet Erwerbsunfähigkeit heute?
Der Begriff wird umgangssprachlich weiterhin verwendet, wenn ein Mensch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt arbeiten kann. Für neue Rentenansprüche der gesetzlichen Rentenversicherung ist jedoch grundsätzlich nicht mehr die Erwerbsunfähigkeit, sondern die Erwerbsminderung maßgeblich.

Was ist an die Stelle der Erwerbsunfähigkeit getreten?
Seit 2001 unterscheidet die gesetzliche Rentenversicherung zwischen teilweiser und voller Erwerbsminderung. Volle Erwerbsminderung liegt grundsätzlich vor, wenn Versicherte wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit weniger als drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten können. Wer noch mindestens drei, aber weniger als sechs Stunden täglich arbeiten kann, gilt grundsätzlich als teilweise erwerbsgemindert.

Gibt es noch Renten wegen Erwerbsunfähigkeit?
Neue Renten wegen Erwerbsunfähigkeit werden nicht mehr bewilligt. Für frühere Rentenansprüche bestehen jedoch Übergangs- und Bestandsschutzregelungen. Renten wegen Erwerbsunfähigkeit nach dem bis Ende 2000 geltenden Recht, die noch unter die gesetzlichen Übergangsregelungen fallen, gelten heute grundsätzlich als Renten wegen voller Erwerbsminderung.

Ist Erwerbsunfähigkeit dasselbe wie Berufsunfähigkeit?
Nein. Auch die frühere gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente wurde zum 1. Januar 2001 grundsätzlich durch das neue System der Erwerbsminderungsrenten ersetzt. Für bestimmte vor dem 2. Januar 1961 geborene Versicherte besteht allerdings weiterhin eine Vertrauensschutzregelung für eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit.

Welcher Begriff ist heute für die gesetzliche Rente entscheidend?
Wer heute aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt arbeiten kann, sollte bei der gesetzlichen Rentenversicherung von Erwerbsminderung beziehungsweise einer Erwerbsminderungsrente sprechen. Entscheidend ist dabei grundsätzlich das verbliebene Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Weitere Informationen zu den heutigen Voraussetzungen finden Sie in unseren FAQ zur Erwerbsminderung und Erwerbsminderungsrente. Einen Überblick über die verschiedenen gesetzlichen Rentenleistungen bietet außerdem die Seite Rentenarten der gesetzlichen Rentenversicherung.