
Fachbegriffe aus der Versicherungsbranche
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Modellrechnung | Eine Modellrechnung ist eine Berechnung, die auf bestimmten Annahmen beruht und mögliche zukünftige Entwicklungen veranschaulicht. In der Versicherungswirtschaft wird sie beispielsweise eingesetzt, um spätere Versicherungsleistungen, Rentenhöhen oder Beitragsentwicklungen unter unterschiedlichen Voraussetzungen darzustellen. Sie bietet eine Orientierung, ist aber keine verbindliche Vorhersage. Entscheidend ist, welche Annahmen verwendet werden und ob die dargestellten Werte garantiert sind. Wo werden Modellrechnungen bei Versicherungen eingesetzt?Besonders verbreitet sind Modellrechnungen bei kapitalbildenden Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen. Dort zeigen sie, wie sich angenommene Verzinsungen oder Wertentwicklungen auf spätere Kapital- und Rentenleistungen auswirken könnten. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen spielen insbesondere die unterstellten Entwicklungen der Kapitalanlagen eine Rolle. Auch in der betrieblichen Altersvorsorge können Modellrechnungen mögliche spätere Versorgungsleistungen darstellen. In der privaten Krankenversicherung lassen sich beispielsweise Beitragsentwicklungen unter bestimmten Annahmen veranschaulichen. Solche Berechnungen sind jedoch keine Garantie für die tatsächliche künftige Beitragshöhe. Welche gesetzlichen Vorgaben gelten in der Lebensversicherung?Für bestimmte Modellrechnungen in der Lebensversicherung enthält § 154 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) besondere Vorgaben. Macht ein Versicherer im Zusammenhang mit dem Angebot oder Abschluss bezifferte Angaben zu möglichen Leistungen, die über die vertraglich garantierten Leistungen hinausgehen, muss er grundsätzlich eine Modellrechnung übermitteln. Dabei ist die mögliche Ablaufleistung anhand der Rechnungsgrundlagen für die Beitragskalkulation mit drei unterschiedlichen Zinssätzen darzustellen. Die Zinssätze sind in § 2 Abs. 3 der VVG-Informationspflichtenverordnung (VVG-InfoV) festgelegt. Diese Pflicht gilt nicht für sämtliche Versicherungsverträge. Ausgenommen sind insbesondere Risikoversicherungen sowie weitere gesetzlich bezeichnete Verträge. Der Versicherer muss außerdem verständlich darauf hinweisen, dass die Modellrechnung auf fiktiven Annahmen beruht und daraus keine zusätzlichen vertraglichen Leistungsansprüche entstehen. Die besonderen Vorgaben des § 154 VVG gelten nicht automatisch für jede Modellrechnung in anderen Versicherungsbereichen. Wie zuverlässig sind die Ergebnisse einer Modellrechnung?Die Aussagekraft hängt wesentlich von den zugrunde gelegten Annahmen ab. Künftige Kapitalmarkterträge, Überschüsse und Beitragsentwicklungen lassen sich nicht sicher vorhersagen. Auch Kosten, Vertragsbedingungen und die tatsächliche Entwicklung der versicherten Risiken können das Ergebnis beeinflussen. Eine Modellrechnung zeigt deshalb, was unter bestimmten Voraussetzungen rechnerisch möglich wäre, nicht aber, was mit Sicherheit eintreten wird. Bei Lebens- und Rentenversicherungen sollten Versicherungsnehmer insbesondere zwischen garantierten Leistungen und unverbindlichen Beispielwerten unterscheiden. Eine hohe modellierte Ablaufleistung bedeutet nicht automatisch, dass der Vertrag wirtschaftlich vorteilhaft ist. Für einen aussagekräftigen Vergleich müssen auch Kosten, Garantien, Risiken und die verwendeten Annahmen berücksichtigt werden. Worauf sollten Verbraucher bei einer Modellrechnung achten?Vor allem sollte erkennbar sein, welche Werte garantiert sind, welche Entwicklungen lediglich angenommen werden und welche Kosten in die Berechnung einfließen. Unterschiedliche Modellrechnungen sind nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn ihre Voraussetzungen ausreichend ähnlich sind. Besonders bei langfristigen Verträgen können schon kleine Unterschiede in den Annahmen zu erheblich abweichenden Ergebnissen führen. Eine Modellrechnung ist daher eine Entscheidungshilfe, ersetzt aber nicht die Prüfung der tatsächlichen Vertragsleistungen und Bedingungen. Wer sich auf einen dargestellten Betrag verlässt, ohne die zugrunde liegenden Annahmen zu beachten, kann die spätere finanzielle Leistung erheblich überschätzen. |
| Modified Coinsurance | Modified Coinsurance (kurz ModCo) ist eine besondere Form der proportionalen Rückversicherung, die vor allem bei Lebens- und Rentenversicherungen eingesetzt wird. Der Erstversicherer, auch Zedent genannt, überträgt dabei einen vereinbarten Anteil seiner versicherungstechnischen Risiken auf einen Rückversicherer. Die den rückversicherten Verträgen zugeordneten Kapitalanlagen und versicherungstechnischen Rückstellungen verbleiben jedoch beim Erstversicherer. Die wirtschaftliche Beteiligung des Rückversicherers wird über vertraglich geregelte Abrechnungen hergestellt. Wie funktioniert Modified Coinsurance?Der Erstversicherer behält das Eigentum an den zugeordneten Kapitalanlagen und verwaltet diese weiterhin. Der Rückversicherer übernimmt die vereinbarten Risiken und wird nach Maßgabe des Vertrags an Prämien, Versicherungsleistungen und Kapitalanlageergebnissen beteiligt. Die Kapitalanlagen müssen dafür nicht unmittelbar auf den Rückversicherer übertragen werden. Ein wesentliches Merkmal ist die periodische Abrechnung. Dabei werden unter anderem die Entwicklung der versicherungstechnischen Rückstellungen und die Erträge oder Verluste aus den zugeordneten Kapitalanlagen berücksichtigt. Diese sogenannte ModCo-Anpassung kann Zahlungsansprüche in beide Richtungen auslösen. Die genaue Berechnung und die Zahlungsrichtung richten sich nach der jeweiligen Vertragsvereinbarung. Welche Vorteile bietet Modified Coinsurance?Für den Erstversicherer kann Modified Coinsurance den Vorteil bieten, versicherungstechnische Risiken abzugeben und gleichzeitig die Verwaltung der zugehörigen Kapitalanlagen beizubehalten. Je nach Vertragsgestaltung können außerdem die Kapitalausstattung, die Liquiditätsplanung und die wirtschaftliche Risikoverteilung beeinflusst werden. Besonders bei langfristigen Versicherungsverpflichtungen kann diese Gestaltung von Bedeutung sein. Der Rückversicherer erhält im Gegenzug die vertraglich vereinbarte Beteiligung an den Ergebnissen des rückversicherten Geschäfts. Welche Chancen und Risiken er dabei übernimmt, hängt insbesondere von der Ausgestaltung der Kapitalanlage- und Rückstellungsabrechnung ab. Welche Risiken und bilanziellen Besonderheiten bestehen?Zu den möglichen Risiken zählen Veränderungen der Kapitalanlagewerte, Ausfälle von Vertragspartnern und Fehler bei der Bewertung oder Abrechnung der rückversicherten Verpflichtungen. Obwohl die Kapitalanlagen beim Erstversicherer verbleiben, kann der Rückversicherer wirtschaftlich an deren Wertentwicklung beteiligt sein. Die Verteilung dieser Risiken ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Vertragsgestaltung. Auch die bilanzielle und aufsichtsrechtliche Behandlung kann komplex sein. Nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften können bestimmte ModCo-Vereinbarungen beispielsweise eingebettete Derivate enthalten, die gesondert zu bewerten sind. Diese Besonderheit lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres auf die deutschen oder europäischen Rechnungslegungsvorschriften übertragen. Welche Bedeutung hat Modified Coinsurance für Versicherungsnehmer?Für private Versicherungsnehmer ist Modified Coinsurance in der Regel eine Vereinbarung im Hintergrund. Ihr Versicherungsvertrag besteht weiterhin mit dem Erstversicherer, der ihnen gegenüber grundsätzlich für die vereinbarten Leistungen verantwortlich bleibt. Die Rückversicherung regelt dagegen, wie die beteiligten Versicherungsunternehmen Risiken und wirtschaftliche Ergebnisse untereinander aufteilen. |
| Monopolversicherung | Eine Monopolversicherung ist eine Versicherung, die aufgrund eines gesetzlichen Sonderrechts ausschließlich von einem bestimmten Versicherer angeboten werden darf. In Deutschland gab es solche Monopole früher insbesondere in der Gebäudeversicherung. Öffentlich-rechtliche Versicherungsanstalten besaßen in bestimmten Regionen das alleinige Recht, Gebäude gegen Feuer und teilweise weitere Gefahren zu versichern. Häufig war damit auch eine gesetzliche Versicherungspflicht verbunden. Welche Monopolversicherungen gab es in Deutschland?Bis zum 1. Juli 1994 bestanden in mehreren deutschen Regionen insgesamt zwölf öffentlich-rechtliche Pflicht- und Monopolanstalten. Dazu gehörten beispielsweise die Hamburger Feuerkasse, die Badische Gebäudeversicherungsanstalt und die Bayerische Landesbrandversicherungsanstalt. Die versicherten Gefahren unterschieden sich regional. In Baden-Württemberg umfasste die damalige Pflichtversicherung neben Feuerschäden auch Elementarschäden. Warum wurden die Versicherungsmonopole abgeschafft?Die europäische Richtlinie 92/49/EWG vom 18. Juni 1992 verpflichtete die Mitgliedstaaten, die von ihr erfassten gesetzlichen Versicherungsmonopole bis zum 1. Juli 1994 abzuschaffen. In Deutschland erfolgte die Umsetzung für die Gebäudeversicherung durch die zuständigen Landesgesetzgeber. Damit entfielen die bisherigen ausschließlichen Rechte der Monopolanstalten. Die Marktöffnung ermöglichte mehr Wettbewerb und eine größere Auswahl an Versicherungsangeboten, führte aber nicht zwangsläufig zu niedrigeren Beiträgen. Was unterscheidet Versicherungsmonopol und Versicherungspflicht?Ein Versicherungsmonopol legt fest, dass nur ein bestimmter Versicherer einen Versicherungsschutz anbieten darf. Eine Versicherungspflicht bedeutet dagegen, dass eine Person oder ein Unternehmen gesetzlich verpflichtet ist, eine Versicherung abzuschließen. Beide Regelungen können miteinander verbunden sein, müssen es aber nicht. Die Abschaffung eines Versicherungsmonopols bedeutet deshalb nicht grundsätzlich, dass auch jede Versicherungspflicht entfällt. Welche Bedeutung haben Monopolversicherungen heute?Die früheren gesetzlichen Gebäudeversicherungsmonopole bestehen in Deutschland nicht mehr. Gebäudeeigentümer können ihren Versicherer grundsätzlich selbst auswählen. Eine allgemeine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung gibt es derzeit nicht. Bei finanzierten Immobilien können Kreditgeber jedoch einen entsprechenden Versicherungsschutz verlangen. Die Geschichte der Monopolversicherungen spielt auch in der Diskussion über eine mögliche Pflichtversicherung gegen Naturgefahren eine Rolle. Eine solche Versicherungspflicht wäre jedoch nicht automatisch mit einem staatlichen Versicherungsmonopol verbunden. Informationen zum heutigen Schutz gegen Hochwasser, Starkregen und weitere Naturgefahren finden sich auf der Fachseite zur Elementarschadenversicherung. |
| Montageversicherung | Die Montageversicherung ist eine technische Sachversicherung, die vor finanziellen Folgen unvorhergesehen eintretender Schäden an versicherten Montageobjekten schützt. Dazu gehören beispielsweise Maschinen, Produktionsanlagen sowie elektrische und technische Einrichtungen, die aufgebaut oder installiert werden. Sie wird insbesondere von Anlagenbauern, Montageunternehmen und Auftraggebern genutzt. Welche Schäden deckt eine Montageversicherung ab?Die Montageversicherung bietet in der Regel einen umfassenden Schutz gegen unvorhergesehen eintretende Sachschäden und Verluste an den versicherten Montageobjekten. Dazu können Schäden durch Ungeschicklichkeit, Bedienungs- und Montagefehler, Brand, Explosion, Sturm oder Diebstahl gehören. Auch Schäden während der Erprobung können im vereinbarten Umfang versichert sein. Nicht jeder Montagefehler führt jedoch zu einer Versicherungsleistung. Die bloße Beseitigung einer mangelhaften Ausführung ist grundsätzlich vom versicherten Sachschaden zu unterscheiden. Welche Folgeschäden übernommen werden, richtet sich nach den Versicherungsbedingungen. Was ist nicht automatisch versichert?Werkzeuge, Montagegeräte, Krane und fremde Sachen gehören nicht ohne Weiteres zum versicherten Montageobjekt. Für sie kann eine zusätzliche Vereinbarung erforderlich sein. Auch Schäden an unbeteiligten Dritten und daraus entstehende Schadensersatzansprüche sind nicht Gegenstand der eigentlichen Montageversicherung. Hierfür kommt insbesondere eine Betriebshaftpflichtversicherung in Betracht. Ebenso sind finanzielle Verluste durch eine verzögerte Fertigstellung oder Betriebsunterbrechung nicht automatisch abgedeckt. Dafür können besondere Zusatzdeckungen erforderlich sein. Übliche Abnutzung, vorsätzlich verursachte Schäden und weitere vertraglich ausgeschlossene Risiken fallen grundsätzlich nicht unter den Versicherungsschutz. Wann beginnt und endet der Versicherungsschutz?Nach üblichen Versicherungsbedingungen beginnt der Schutz für die Montageobjekte, sobald diese am vereinbarten Versicherungsort abgeladen werden. Er umfasst die versicherte Montagephase und kann sich auf die anschließende Erprobung erstrecken. Der genaue Zeitpunkt des Versicherungsendes hängt unter anderem von der Abnahme, der Inbetriebnahme und den vereinbarten Vertragsbedingungen ab. Transporte zum Montageort oder zwischen verschiedenen Einsatzorten sind nicht automatisch versichert. Ein entsprechender Schutz muss gegebenenfalls zusätzlich vereinbart werden. Worauf sollten Unternehmen beim Abschluss achten?Wichtig sind eine ausreichend hohe Versicherungssumme, die zutreffende Beschreibung des Montageobjekts und die vereinbarte Versicherungsdauer. Der Versicherungswert orientiert sich üblicherweise am endgültigen Auftragswert einschließlich der zugehörigen Liefer- und Montagekosten. Auch Selbstbeteiligungen, Ausschlüsse, die Mitversicherung von Subunternehmern sowie mögliche Zusatzdeckungen sollten geprüft werden. Die Beitragshöhe richtet sich insbesondere nach dem Wert und der Art des Montageobjekts, dem Umfang der Arbeiten, der Montagedauer und dem jeweiligen Schadenrisiko. Entscheidend ist, dass der Versicherungsschutz zum konkreten Projekt passt und keine wesentlichen Risiken unberücksichtigt bleiben. |
| Montrealer Übereinkommen | Das Montrealer Übereinkommen ist ein internationales Abkommen über die Haftung von Luftfahrtunternehmen bei der internationalen Beförderung von Fluggästen, Reisegepäck und Gütern. Es wurde am 28. Mai 1999 in Montreal geschlossen und trat am 4. November 2003 in Kraft. Es regelt insbesondere Schadensersatzansprüche bei Tod oder Körperverletzung von Fluggästen, bei Verspätungsschäden sowie bei Verlust, Beschädigung oder verspäteter Beförderung von Gepäck und Fracht. Welche Ansprüche regelt das Montrealer Übereinkommen?Bei einem Unfall an Bord oder während des Ein- oder Aussteigens kann das Luftfahrtunternehmen für den Tod oder die Körperverletzung eines Fluggastes haften. Daneben regelt das Übereinkommen den Ersatz nachgewiesener Schäden, die durch eine Flugverspätung entstehen, sowie Ansprüche bei verlorenem, beschädigtem oder verspätetem Reisegepäck. Davon zu unterscheiden sind die pauschalen Ausgleichszahlungen nach der europäischen Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004. Diese können beispielsweise bei Annullierung, Nichtbeförderung oder großer Ankunftsverspätung entstehen. Das Montrealer Übereinkommen und die EU-Fluggastrechteverordnung regeln somit unterschiedliche Ansprüche, die im Einzelfall nebeneinander bestehen können. Eine doppelte Entschädigung desselben Schadens ist dabei ausgeschlossen. Welche Haftungsbeträge gelten?Seit dem 28. Dezember 2024 gelten nach dem Montrealer Übereinkommen folgende Beträge:
Sonderziehungsrechte sind eine vom Internationalen Währungsfonds verwendete internationale Rechnungseinheit. Ihr Gegenwert in Euro verändert sich mit dem Wechselkurs. Die genannten Beträge sind gesetzliche Haftungsschwellen beziehungsweise Höchstbeträge, keine automatisch ausgezahlten Entschädigungen. Maßgeblich sind der tatsächlich entstandene Schaden und die jeweiligen Haftungsvoraussetzungen. Unter bestimmten Voraussetzungen können insbesondere bei Gepäck und Fracht höhere Haftungsbeträge vereinbart werden. Welche Fristen müssen Fluggäste beachten?Beschädigtes aufgegebenes Reisegepäck muss grundsätzlich spätestens innerhalb von sieben Tagen nach Erhalt schriftlich beanstandet werden. Bei verspätetem Gepäck beträgt die Frist grundsätzlich 21 Tage ab Bereitstellung. Für gerichtliche Schadensersatzansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen gilt grundsätzlich eine Ausschlussfrist von zwei Jahren. Deshalb sollten Betroffene Schäden möglichst sofort dokumentieren und der Fluggesellschaft melden. Welche Bedeutung hat das Übereinkommen für Versicherungen?Das Montrealer Übereinkommen regelt die Haftung des Luftfahrtunternehmens gegenüber den Geschädigten. Für die Absicherung dieser Haftungsrisiken müssen Luftfahrtunternehmen nach den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügen. Innerhalb der Europäischen Union gelten hierzu insbesondere die Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 785/2004. Für Reisende können ergänzende Versicherungen sinnvoll sein, wenn bestimmte Schäden nicht oder nicht vollständig durch die Haftung der Fluggesellschaft ersetzt werden. Ob beispielsweise eine Reisegepäckversicherung zusätzliche Leistungen bietet, hängt von ihren Versicherungsbedingungen und Ausschlüssen ab. |
| Moral Hazard | Moral Hazard (deutsch: moralisches Wagnis oder moralisches Risiko) bezeichnet eine Verhaltensänderung, die entstehen kann, wenn Menschen oder Unternehmen gegen finanzielle Risiken abgesichert sind. Wer die Folgen eines Schadens nicht vollständig selbst tragen muss, hat unter Umständen einen geringeren Anreiz, Schäden zu vermeiden oder deren Kosten zu begrenzen. Der Begriff stammt aus der Versicherungswirtschaft, wird aber auch in anderen wirtschaftlichen Zusammenhängen verwendet. Wie entsteht Moral Hazard bei Versicherungen?Moral Hazard kann entstehen, wenn Versicherungsnehmer ihr Verhalten nach Abschluss einer Versicherung verändern und der Versicherer dieses Verhalten nicht vollständig beobachten kann. In der Wirtschaftswissenschaft wird diese Form der Informationsasymmetrie auch als Hidden Action bezeichnet. Beispielsweise könnte jemand mit einer Vollkaskoversicherung weniger sorgfältig mit seinem Fahrzeug umgehen, weil ein Teil der finanziellen Folgen eines Schadens versichert ist. Das bedeutet nicht, dass sich alle Versicherten so verhalten oder dass eine solche Verhaltensänderung bewusst erfolgt. Was ist der Unterschied zwischen Ex-ante- und Ex-post-Moral-Hazard?Beim Ex-ante-Moral-Hazard verändert sich das Verhalten vor Eintritt eines möglichen Schadens. Versicherte könnten beispielsweise weniger in vorbeugende Schutzmaßnahmen investieren, weil sie gegen die finanziellen Folgen eines Schadens abgesichert sind. Beim Ex-post-Moral-Hazard geht es um das Verhalten nach Eintritt eines Schadens oder Versicherungsfalls. In der Krankenversicherung kann dies beispielsweise eine stärkere Inanspruchnahme medizinischer Leistungen betreffen, wenn Versicherte die Kosten nicht unmittelbar selbst tragen müssen. Daraus folgt jedoch nicht, dass medizinische Behandlungen unnötig sind oder Versicherte unberechtigte Ansprüche geltend machen. Welche Folgen kann Moral Hazard haben?Wenn Versicherungsschutz die Schadenhäufigkeit, die Schadenhöhe oder die Inanspruchnahme von Leistungen erhöht, können die Ausgaben des Versicherers steigen. Langfristig kann sich dies auf die Beitragskalkulation und die Versicherungsbedingungen auswirken. Moral Hazard ist allerdings nur einer von mehreren Faktoren, die Versicherungsbeiträge beeinflussen. Wie versuchen Versicherer, Moral Hazard zu begrenzen?Ein verbreitetes Instrument sind Selbstbeteiligungen. Weil Versicherungsnehmer einen Teil des Schadens selbst tragen, bleibt ein finanzieller Anreiz zur Schadenvermeidung bestehen. Auch vertragliche Obliegenheiten, Schadenfreiheitsrabatte und risikogerechte Beitragsmodelle können dazu beitragen, die Interessen von Versicherer und Versicherungsnehmer einander anzunähern. Solche Maßnahmen müssen jedoch angemessen ausgestaltet sein. Besonders in der Krankenversicherung können hohe Eigenbeteiligungen dazu führen, dass Versicherte aus Kostengründen auf medizinisch notwendige Leistungen verzichten. Eine Begrenzung von Moral Hazard ist deshalb nicht automatisch mit einem besseren Versicherungsschutz gleichzusetzen. |
| Morbidität und Multimorbidität | Morbidität und Multimorbidität beschreiben unterschiedliche Aspekte von Erkrankungen. Morbidität bezeichnet die Krankheitshäufigkeit oder Krankheitsbelastung in einer Bevölkerung beziehungsweise Bevölkerungsgruppe. Multimorbidität bedeutet dagegen, dass bei einem Menschen mehrere Erkrankungen gleichzeitig bestehen. Beide Begriffe sind für die Medizin, die Gesundheitsstatistik und das Versicherungswesen von Bedeutung. Was bedeutet Morbidität?In der Gesundheitsstatistik beschreibt Morbidität, wie häufig Krankheiten in einer bestimmten Bevölkerung auftreten. Dabei wird zwischen der Prävalenz, also dem Anteil der Menschen mit einer bestimmten Erkrankung zu einem Zeitpunkt oder innerhalb eines Zeitraums, und der Inzidenz, also dem Auftreten neuer Erkrankungsfälle innerhalb eines festgelegten Zeitraums, unterschieden. Die Morbidität kann sich auf einzelne Krankheiten oder auf die allgemeine Krankheitsbelastung beziehen. Was bedeutet Multimorbidität?Von Multimorbidität spricht man üblicherweise, wenn bei einer Person mindestens zwei Erkrankungen gleichzeitig bestehen. Häufig werden dabei chronische Krankheiten betrachtet, beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck oder Arthrose. Multimorbidität tritt besonders im höheren Lebensalter auf, kann aber auch jüngere Menschen betreffen. Die Zahl der Diagnosen allein sagt noch nichts darüber aus, wie stark der Alltag eines Menschen beeinträchtigt ist. Welche Bedeutung haben die Begriffe für Versicherungen?In der gesetzlichen Krankenversicherung spielt die Morbidität insbesondere beim morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich eine Rolle. Krankenkassen erhalten aus dem Gesundheitsfonds Zuweisungen, die unter anderem die unterschiedliche Krankheitsbelastung ihrer Versicherten berücksichtigen. Die individuellen Beiträge richten sich dagegen grundsätzlich nach den beitragspflichtigen Einnahmen und den geltenden Beitragssätzen, nicht nach dem persönlichen Gesundheitszustand. In der privaten Krankenversicherung können bestehende Erkrankungen bei einem Neuabschluss die Risikoprüfung beeinflussen. Im regulären Tarifangebot sind je nach Ergebnis beispielsweise Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse oder eine Ablehnung möglich. Für gesetzlich geregelte Sondertarife wie den Basistarif gelten abweichende Aufnahme- und Vertragsbedingungen. Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung können Vorerkrankungen und mehrere gleichzeitig bestehende Erkrankungen für die Risikoprüfung relevant sein. Multimorbidität bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Person berufsunfähig oder pflegebedürftig ist. Für die Feststellung von Pflegebedürftigkeit kommt es insbesondere auf gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten an. Warum ist die Unterscheidung wichtig?Morbiditätsdaten helfen dabei, die gesundheitliche Versorgung einer Bevölkerung zu planen und Krankheitsrisiken statistisch einzuschätzen. Multimorbidität beschreibt dagegen die besondere Situation von Menschen mit mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen. Für Versicherungen sind deshalb sowohl die Krankheitsbelastung größerer Versichertengruppen als auch die individuelle gesundheitliche Situation von Bedeutung. |
| Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich | Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ist ein Verfahren zur Verteilung finanzieller Mittel an die gesetzlichen Krankenkassen. Er berücksichtigt, dass Krankenkassen unterschiedlich viele Versicherte mit hohem Krankheits- und Behandlungsbedarf haben. Dadurch sollen finanzielle Nachteile aufgrund einer ungünstigeren Versichertenstruktur ausgeglichen und Anreize zur bevorzugten Aufnahme gesunder Versicherter verringert werden. Die direkte Morbiditätsorientierung wurde 2009 eingeführt. Wie funktioniert der Morbi-RSA?Die Krankenkassen erhalten aus dem Gesundheitsfonds eine Grundpauschale je versicherter Person sowie risikoadjustierte Zu- und Abschläge. Diese richten sich nach statistisch ermittelten Ausgabenrisiken und berücksichtigen unter anderem die Erkrankungen der Versicherten. Eine Krankenkasse mit vielen behandlungsbedürftigen Menschen kann deshalb höhere Zuweisungen erhalten als eine Krankenkasse mit überwiegend gesunden Versicherten. Die Berechnung erfolgt durch das Bundesamt für Soziale Sicherung nach den gesetzlichen Vorgaben des § 266 SGB V und der Risikostruktur-Ausgleichsverordnung. Der Morbi-RSA erstattet nicht die tatsächlichen Behandlungskosten jedes einzelnen Versicherten, sondern verteilt Mittel anhand eines standardisierten Berechnungsverfahrens. Welche Risikomerkmale werden berücksichtigt?Zu den maßgeblichen Merkmalen gehören insbesondere Alter, Geschlecht, Erkrankungen und regionale Unterschiede. Für die krankheitsbezogene Einstufung werden unter anderem dokumentierte Diagnosen und Arzneimittelverordnungen herangezogen. Seit 2021 berücksichtigt das Klassifikationsmodell grundsätzlich das gesamte Krankheitsspektrum. Zuvor war die direkte Morbiditätsorientierung auf ausgewählte Krankheiten begrenzt. Ergänzend bestehen besondere Ausgleichsmechanismen, darunter ein Risikopool für einen Teil besonders hoher Leistungsausgaben und eine Vorsorgepauschale zur Förderung bestimmter Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen. Wie wird der Morbi-RSA finanziert?Die Finanzierung erfolgt über den Gesundheitsfonds, in den insbesondere Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie Bundesmittel fließen. Die Krankenkassen erhalten daraus die gesetzlich vorgesehenen Zuweisungen. Ein gesonderter Fonds, in den Krankenkassen mit gesünderen Versicherten unmittelbar für andere Krankenkassen einzahlen, besteht nicht. Welche Ziele verfolgt der Morbi-RSA?Der Morbi-RSA soll faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Krankenkassen mit unterschiedlicher Versichertenstruktur schaffen. Krankenkassen sollen nicht allein deshalb wirtschaftlich benachteiligt sein, weil sie viele chronisch kranke oder besonders behandlungsbedürftige Menschen versichern. Gleichzeitig soll der Anreiz sinken, sich im Wettbewerb vor allem um möglichst gesunde Versicherte zu bemühen. Welche Kritik gibt es am Morbi-RSA?Diskutiert werden insbesondere die Genauigkeit der statistischen Risikobewertung und mögliche Anreize, Diagnosen so zu dokumentieren oder zu beeinflussen, dass höhere Zuweisungen entstehen. Deshalb enthält das Verfahren Kontrollmechanismen und wird regelmäßig wissenschaftlich überprüft. Entscheidend ist, dass die Mittelverteilung möglichst bedarfsgerecht erfolgt, ohne unerwünschte wirtschaftliche Anreize zu setzen. Was bedeutet der Morbi-RSA für Versicherte?Versicherte müssen für den Morbi-RSA nichts beantragen. Das Verfahren beeinflusst ihre gesetzlichen Leistungsansprüche nicht unmittelbar. Es wirkt sich jedoch auf die finanzielle Ausstattung der Krankenkassen aus und kann damit mittelbar auch für deren wirtschaftliche Situation und die Entwicklung kassenindividueller Zusatzbeiträge von Bedeutung sein. Wie sich Beiträge zusammensetzen, erläutert die Fachseite zu Krankenkassenbeiträgen und Zusatzbeiträgen. |
| Mortalität | Mortalität bedeutet Sterblichkeit und beschreibt, wie häufig Menschen innerhalb einer bestimmten Bevölkerung und eines festgelegten Zeitraums sterben. In der Bevölkerungsstatistik wird sie häufig als Sterberate angegeben, beispielsweise als Zahl der Todesfälle je 1.000 Einwohner innerhalb eines Jahres. In der Versicherungswirtschaft ist vor allem die statistische Wahrscheinlichkeit von Bedeutung, dass eine versicherte Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums stirbt. Wie wird Mortalität gemessen?Die allgemeine Sterberate ergibt sich aus der Zahl der Todesfälle im Verhältnis zur betrachteten Bevölkerung. Daneben werden alters- oder ursachenspezifische Sterberaten verwendet, um Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen oder Todesursachen zu untersuchen. Bei Vergleichen ist zu berücksichtigen, dass eine Bevölkerung mit vielen älteren Menschen auch bei vergleichbaren Gesundheitsbedingungen eine höhere allgemeine Sterberate aufweisen kann. Für die Berechnung individueller Sterbewahrscheinlichkeiten werden statistische Sterbetafeln verwendet. Sie zeigen unter anderem, mit welcher Wahrscheinlichkeit Menschen eines bestimmten Alters innerhalb eines Jahres sterben. Dabei ist zwischen statistischen Durchschnittswerten und der tatsächlichen Lebenserwartung eines einzelnen Menschen zu unterscheiden. Welche Faktoren beeinflussen die Mortalität?Die Sterblichkeit wird unter anderem durch das Alter, Erkrankungen, medizinische Versorgung, Lebensbedingungen und gesundheitliche Risikofaktoren beeinflusst. Auch außergewöhnliche Ereignisse wie Epidemien können die Zahl der Todesfälle verändern. Die allgemeine Sterberate allein lässt deshalb nur begrenzte Rückschlüsse auf die gesundheitliche Entwicklung einer Bevölkerung zu. Welche Bedeutung hat Mortalität für Versicherungen?Bei der Risikolebensversicherung gehört die Sterbewahrscheinlichkeit zu den wesentlichen Grundlagen der Beitragskalkulation. Versicherer berücksichtigen dabei unter anderem das Eintrittsalter, die Versicherungsdauer, die vereinbarte Todesfallsumme und das versicherte Risiko. Gesundheitsangaben können bei der individuellen Risikoprüfung ebenfalls eine Rolle spielen. Bei der privaten Rentenversicherung ist dagegen besonders wichtig, wie lange Versicherte voraussichtlich leben. Je länger eine lebenslange Rente statistisch gezahlt werden muss, desto höher ist bei sonst gleichen Bedingungen der dafür erforderliche Finanzierungsbedarf. Die Sterblichkeitsannahmen beeinflussen deshalb auch die Kalkulation von Rentenleistungen. Warum sind Mortalität und Lebenserwartung nicht dasselbe?Mortalität beschreibt die Sterblichkeit beziehungsweise Sterbewahrscheinlichkeit, während die Lebenserwartung angibt, wie viele Lebensjahre Menschen unter bestimmten statistischen Annahmen durchschnittlich noch zu erwarten haben. Beide Größen hängen zusammen, sind aber nicht gleichbedeutend. Für Versicherungen ist diese Unterscheidung wichtig, weil Todesfall- und Rentenleistungen unterschiedlich von der Entwicklung der Sterblichkeit betroffen sind. |
| Multi-Line-Deckung | Eine Multi-Line-Deckung verbindet mehrere Versicherungssparten oder Versicherungszweige innerhalb eines übergreifenden Deckungskonzepts. Statt unterschiedliche Risiken ausschließlich getrennt abzusichern, werden beispielsweise Sach-, Haftpflicht- und Betriebsunterbrechungsrisiken gemeinsam betrachtet und vertraglich aufeinander abgestimmt. Solche Konzepte kommen insbesondere in der Unternehmens- und Industrieversicherung sowie in der Rückversicherung zum Einsatz. Wie funktioniert eine Multi-Line-Deckung?Bei einer Multi-Line-Deckung werden mehrere Versicherungsbereiche zu einer gemeinsamen Absicherung zusammengeführt. Je nach Vertragsgestaltung können einheitliche Bedingungen, gemeinsame Selbstbehalte oder spartenübergreifende Entschädigungsgrenzen vereinbart werden. Welche Risiken tatsächlich versichert sind, ergibt sich aus den jeweiligen Vertragsbedingungen. Im gewerblichen Bereich werden vergleichbare Lösungen häufig als Multi-Risk-Police angeboten. Dabei können beispielsweise Sachschäden am Betriebsvermögen, Haftpflichtansprüche und bestimmte Betriebsunterbrechungsrisiken miteinander kombiniert werden. In der Rückversicherung bezeichnet Multi-Line-Deckung insbesondere Konzepte, bei denen Risiken aus mehreren Versicherungssparten gemeinsam abgesichert werden. Was unterscheidet eine Multi-Line-Deckung von einer Bündelversicherung?Bei einer klassischen Bündelversicherung werden mehrere rechtlich eigenständige Versicherungsverträge organisatorisch zusammengefasst. Eine integrierte Multi-Line-Deckung kann dagegen gemeinsame Regelungen für unterschiedliche Versicherungssparten vorsehen. Die Begriffe werden in der Praxis nicht immer einheitlich verwendet. Deshalb ist entscheidend, ob lediglich mehrere Einzelverträge zusammengefasst werden oder tatsächlich ein spartenübergreifendes Deckungskonzept besteht. Welche Vorteile und Nachteile gibt es?Eine Multi-Line-Deckung kann die Verwaltung vereinfachen, Überschneidungen zwischen Versicherungsbereichen verringern und eine besser abgestimmte Risikoabsicherung ermöglichen. Auch Beitragsvorteile sind möglich, aber nicht garantiert. Entscheidend sind die versicherten Risiken, die Entschädigungsgrenzen, Selbstbehalte und Ausschlüsse. Nachteilig können insbesondere gemeinsame Entschädigungsgrenzen sein, wenn mehrere Schäden aus unterschiedlichen Versicherungsbereichen dieselbe Höchstleistung beanspruchen. Zudem können integrierte Verträge weniger flexibel sein, wenn einzelne Versicherungsbausteine später geändert oder gekündigt werden sollen. Ein Vergleich mit getrennten Versicherungsverträgen bleibt deshalb sinnvoll. Für wen ist eine Multi-Line-Deckung geeignet?Multi-Line-Konzepte kommen vor allem für Unternehmen mit unterschiedlichen, miteinander verbundenen Risiken infrage. Ob eine solche Lösung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Versicherungsbedarf und der konkreten Vertragsgestaltung ab. Privatpersonen begegnen vergleichbaren Zusammenfassungen verschiedener Versicherungsarten eher in Form von Versicherungspaketen oder Bündelverträgen. Auch hier gilt: Ein Paket bietet nicht automatisch besseren oder günstigeren Versicherungsschutz als sorgfältig ausgewählte Einzelverträge. |